„Wir sind kampfbereit in der Pfalz“

Mehr Gehalt! Metall- und Elektroindustrie streikt

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Arbeiter der Metall- und Elektroindustrie streiken (Archivfoto)

Speyer/Frankenthal/Ludwigshafen - Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, streiken am Dienstag (9. Januar) zahlreiche Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie:

In der Nacht auf Dienstag haben die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz mit den ersten Warnstreiks begonnen. Bereits um Mitternacht legen 270 Mitarbeiter des Automobilzulieferers BorgWarner in Kirchheimbolanden für eine Stunde die Arbeit nieder, meint IG Metall-Sprecher Günter Hoetzl am Dienstagmorgen. 

In Speyer sei um 5 Uhr die komplette Nachtschicht der Flugzeugwerke in den Warnstreik getreten. Weitere Proteste seien den ganzen Tag über geplant, unter anderem auch in Frankenthal und Ludwigshafen.

IG Metall fordert Gehaltserhöhung

Mit den Streiks vor der dritten Runde der Tarifverhandlung will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordert neben sechs Prozent mehr Geld die Möglichkeit, dass die Arbeiter befristet ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden verkürzen dürfen. 

Allerdings sieht das Angebot von Seiten der Arbeitgeber etwas anders aus: Sie haben bislang nur eine Gehaltserhöhung von zwei Prozent, eine Einmalzahlung und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben angeboten. 

„Wir sagen, es geht überhaupt nicht, noch flexibler zu werden", so der Hoetzl. Der Drei-Schicht-Betrieb sei bereits eine große Belastung für die Mitarbeiter. Die Arbeitszeiten nach oben zu flexibilisieren, erhöhe weiter den Druck auf die Beschäftigten. Sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen, könnten aber auch die Arbeitnehmer den Druck weiter erhöhen: „Wir sind kampfbereit in der Pfalz.

Auch in Mannheim wird gestreikt:

>>> Für mehr Geld und bessere Arbeitszeiten! Warnstreik bei WABCO

dpa/jol

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