Auf A5 und A6

Wenn Whisky neben Wasser liegt: erneute Schock-Bilanz nach Lkw-Kontrollen!

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Präventive Alkoholkontrollen: Jeder neunte Lkw-Fahrer ist betrunken.

Sinsheim/Hockenheim - Wieder einmal führt die Polizei Kontrollen an der A5 und A6 durch und wieder einmal ist das Ergebnis erschreckend! Der schockierende Promille-Wert des ,Spitzenreiters‘:

Wieder einmal startet die Polizei eine Großkontrolle auf den fünf Tank- und Rastanlagen entlang der A6 und A5. Ihr Ziel: Betrunkene Fahrer aus dem Verkehr ziehen und so Schlimmeres verhindern. 

Am Sonntagabend (2. Juni), kurz vor Ende des Sonntagsfahrverbots und vor Beginn der Weiterfahrt, überprüfen rund 20 Beamte des Verkehrskommissariats Walldorf fünf Stunden lang die Lkw-Fahrer auf den Tank- und Rastanlagen Hardtwald-Ost und -West an der A5 sowie Kraichgau-Süd und Hockenheimring-Ost und -West an der A6. Die Bilanz der Kontrolle zeigt einmal wieder, wie wichtig die Kontrollen auf den Rasthöfen sind.

Lkw-Kontrolle auf A5 und A6: Die Bilanz macht fassungslos

Insgesamt werden 431 Fahrer überprüft - wieder mit erschreckendem Ergebnis. Davon sind 26 Fahrer mit Alkoholwerten von über einem Promille deutlich betrunken. Der unrühmliche ‚Spitzenreiter‘, ein polnischer Lkw-Fahrer, bringt es auf der Rastanlage Kraichgau-Süd auf 4,04 Promille. Allen alkoholisierten Fahrern wird die Weiterfahrt untersagt und deren Führerschein, Fahrzeugschein und die Frachtpapiere beschlagnahmt.

Whisky und Wasser: Das finden Polizisten in einem Lkw.

Eine Nachkontrolle am Montagmorgen ergibt noch bei acht dieser Fahrer Promillewerte, die eine weiter anhaltende Untersagung der Weiterfahrt erforderlich machen. Ein erneuter Alkoholtest bei dem ‚Spitzenreiter‘ ergibt gegen 7:30 Uhr immer noch einen Wert von knapp 1,6 Promille - seine Fahrt wird der Pole demnach voraussichtlich erst am Abend fortsetzen können.

„Die Kontrolle auf den insgesamt fünf Tank- und Rastanlagen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums am Sonntag bestätigten leider einmal mehr die polizeiliche Annahme, dass dem Sonntagsfahrverbot unterliegende Lkw-Fahrer auf den Rasthöfen teilweise übermäßig Alkohol konsumieren und hierdurch die Gefahr einer Trunkenheitsfahrt nach dem Wegfall des Fahrverbots besteht“, schreibt die Polizei am Montag in einer Pressemitteilung. Die Kontrollmaßnahmen werden durch das Polizeipräsidium Mannheim weiter konsequent fortgesetzt. 

Bei einer weiteren Lkw-Kontrolle auf der A61 machen die Polizisten eine erschreckende Entdeckung: Ein Lastwagen-Fahrer hat seine Ruhezeiten überhaupt nicht eingehalten. Wie lange er am Steuer saß, errätst Du nie!

Parallel zu diesen Kontrollen finden am Sonntag auch welche auf der A5 und A8 bei Karlsruhe statt. Von 475 überprüften Fahrern sind 14 betrunken. Die registrierten Höchstwerte bei den Atemalkoholmessungen liegen bei 2,7 und 2,28 Promille. Wie schlimm solche Suff-Fahrten ausgehen können, zeigt sich im Juli 2019: Auf der A5 bei Karlsruhe kracht ein betrunkener Lkw-Fahrer in ein anderes Auto und die Fahrzeuge gehen sofort in Flammen auf. Es steigt eine riesige pechschwarze Wolke über die Autobahn.

Ein besonders schwerer Unfall mit einem LKW ereignet sich in Mannheim-Friedrichsfeld: Ein 60-jähriger Lkw-Fahrer übersieht einen 34-Jährigen, der mit seinem Fahrrad in gleicher Richtung unterwegs ist. Außerdem kam es zu einer katastrophalen Massenkarambolage, bei der drei Lkws ineinander fuhren. Die Reaktion eines 24-Jährigen verhinderte eine größere Katastrophe und sorgte dafür, dass auf der A27 nach Bremen Kinder gerettet wurden, wie nordbuzz.de* berichtet.

pol/jol

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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