Schüsse in Café in Lindenstraße

Mann nach Streit in Bauch geschossen: Schütze (36) wegen versuchten Totschlags angeklagt

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Mit Revolver in Bauch geschossen (Symbolfoto).

Schwetzingen/Mannheim - Er schoss einem Kontrahenten nach einem Streit in einem Café in den Bauch. Jetzt wird der Schütze (36) von der Staatsanwaltschaft angeklagt.

Update vom 24. April: Er sitzt seit Anfang des Jahres im Knast, jetzt hat die Staatsanwaltschaft Mannheim am Landgericht Anklage gegen einen 36-Jährigen wegen versuchten Totschlags erhoben. Dem italienischen Staatsbürger wird vorgeworfen, am 27. Dezember 2018 einem Kontrahenten in den Bauch geschossen zu haben. 

Schüsse nach Streit in Café in Lindenstraße

Gegen 23:37 Uhr kommt es in einem Café in der Lindenstraße zu einem Streit zwischen dem 36-Jährigen und einem 38-Jährigen über die regional unterschiedliche italienische Herkunft. Als der Angeklagte seinen Kontrahenten weiter verbal provoziert, kommt es zu einem Geschubse. Weitere Gäste des Cafés trennen die Streithähne. Der 38-Jährige verlässt das Lokal kurzzeitig, kehrt zurück und verpasst dem 36-Jährigen einen Kopfstoß.

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Der Angeklagte zieht daraufhin einen Revolver und schießt auf seinen Kontrahenten, als dieser erneut auf ihn zuläuft. Der Schuss trifft den 38-Jährigen im Bauch und verletzt diesen erheblich aber nicht lebensgefährlich. Trotz seiner Verletzungen wirft sich der 38-Jährige auf den Schützen, schlägt auf ihn ein und versucht, den 36-Jährigen zu entwaffnen. Dabei schießt der Angeklagte erneut, trifft den 38-Jährigen an der Hand.

Schütze wegen versuchten Totschlags angeklagt

Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte, der während der Tat unter Einfluss von Alkohol stand und auch keinen Waffenschein für den Revolver hat, den Tod seines Kontrahenten billigend in Kauf genommen. Der 38-Jährige wird nach dem Bauchschuss in ein Krankenhaus gebracht und erfolgreich operiert. 

Nach den Schüssen verlässt der Schütze das Café, kehrt aber später dorthin zurück. Die Polizei nimmt den Mann um 1:36 Uhr im Café fest. Seither sitzt der Mann in U-Haft. Er hat die Tat weitgehend eingeräumt und will in Notwehr gehandelt haben.

Auch in Mannheim eskaliert ein Polizeieinsatz völlig: Die Beamten drohen mit der Schusswaffe.

Die Polizei muss immer wieder wegen Gebrauch von Schusswaffen ausrücken. Anfang April hören Nachbarn nach einem Streit Schüsse in einer Wohnung in der Mannheimer Neckarstadt. Glücklicherweise handelt es sich bei der benutzten Waffe ‚nur‘ um eine Schreckschusspistole. Im Januar wird in einer Bar in Karlsruhe ein Mann (39) erschossen.  

Mann (36) nach Schuss auf Kontrahenten in U-Haft

Update vom 2. Januar 2019: Wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung sitzt derzeit ein 36-Jähriger in Haft. Das bestätigen am Mittwoch (2. Januar) die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Mannheim.

Der Beschuldigte soll am Donnerstag (27. Dezember) gegen 23:37 Uhr in einem Café in der Lindenstraße mit einer Schusswaffe auf einen 38-Jährigen geschossen und diesen schwer verletzt haben.

Nach Streit in Café mit Revolver in Bauch geschossen

Zuvor sollen die beiden Männer in einen verbalen Streit geraten sein, der anschließend zu Handgreiflichkeiten geführt habe. Dabei soll der Tatverdächtige einen Revolver gezückt, auf sein Opfer gerichtet und geschossen haben. Der Verletzte erleidet einen Bauchschuss, der operiert werden muss. Eine Lebensgefahr habe laut Polizei und Staatsanwaltschaft nicht bestanden.

Noch in der Nacht wird der 36-Jährige ausfindig gemacht und festgenommen. Am Samstag (29. Dezember) erlässt der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mannheim Haftbefehl gegen den Verdächtigen. Der italienische Staatsangehörige wird anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Mann (38) nach Streit in Café niedergeschossen

Grundtext vom 28. Dezember 2018: Kurz vor Mitternacht streiten sich am Donnerstag (27. Dezember) vier Personen. Der Streit findet in den Räumen einer Gaststätte in der Lindenstraße statt. Plötzlich fällt ein Schuss und ein 38-Jähriger geht zu Boden – die Kugel hat ihn direkt in den Bauch getroffen!

Als Polizei und Rettungsdienst ankommen nehmen die Beamten die Beteiligten fest. Das Opfer wird in ein Krankenhaus gebracht – es besteht keine Lebensgefahr! Bis in die frühen Morgenstunden wird der Tatort untersucht und die Verdächtigen befragt. 

Bisher sei aber noch unklar, wer den Schuss abgegeben habe, erklärt Polizeisprecher Dennis Häfner. Auch das genaue Motiv sei noch unklar. 

pol/dh/jol/rmx

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