Schwalben suchen ein Zuhause

Flatternde Glücksbringer in Not

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Die Mehlschwalbe ist bedroht.

Heidelberg. Jahrhundertelang waren Schwalben in jedem Dorf, auf jedem Bauernhof und in jeder Stadt zu Hause. Während sich Rauchschwalben auf Mauervorsprüngen in warmen Ställen einnisten, bauen Mehlschwalben ihr kunstvolles Nest meist außen, an rauen Hauswänden, hoch unterm Dachvorsprung. „Schwalben ernähren sich vor allem von Fliegen und Mücken. So vertilgt eine Familie während der Jungenaufzucht zahllose Insekten”, erklärt Christiane Kranz vom NABU Rhein-Neckar-Odenwald in einer Pressemitteilung. Kein Wunder, dass die fleißigen Untermieterinnen von jeher als Glücksbringer betrachtet wurden.Doch die Intensivierung der Landwirtschaft, verstärkte Hygieneanforderungen sowie die starke Versiegelung der Landschaft machen den Vögeln zu schaffen. Bei der letzten Bestandsaufnahme im Rhein-Neckar-Kreis anlässlich der "Stunde der Gartenvögel" war bei den Mehlschwalben ein dramatischer Rückgang um 29 Prozent festzustellen. Seit Jahren sind die Bestandszahlen stark rückläufig. Der Rauchschwalbe, die ihr Nest im Innern von Gebäuden baut, fehlt es zunehmend an offenen Ställen, Schuppen und Toreinfahrten. An modernen, glatten Häuserfassaden kann die Mehlschwalbe ihr Nest nicht anheften. Lehm, das Baumaterial für die Nester, wird knapp, denn auf asphaltierten Wegen und Höfen gibt es keine schlammigen Pfützen mehr. Kranz bittet deshalb die Bevölkerung darum, Rücksicht auf am Haus brütende Vögel zu nehmen. „Gegen Vogelkot kann man ein Brettchen unterhalb des Nestes anbringen“, rät sie, „dann bleibt die Hausfassade sauber.“ 

Mit Umbau- und Renovierungsarbeiten, die Nester gefährden, müsse man warten, bis die Nester verlassen seien. Zudem müsse Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde gehalten werden. „Die Rechte der gefiederten Untermieterinnen sind in §44 des Bundesnaturschutz-gesetzes klar geregelt. Danach dürfen Vogelnester nicht beschädigt oder zerstört werden“, erläutert die NABU-Geschäftsführerin. Wer Schwalben weiter unterstützen will, der kann ihnen eine feuchte Lehmpfütze schaffen. Auch im Handel erhältliche Nisthilfen werden gerne angenommen. 

Wer sich Ideen holen will für die erfolgreiche Unterstützung der Schwalben kann dies auf der Homepage des NABU Mannheim tun.

Quelle: Heidelberg24

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