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Maskenpflicht in BW: Das müssen Schüler, Lehrer und Eltern wissen

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Von: Daniel Hagen

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Baden-Württemberg - Bund und Länder einigen sich auf einheitliche Verschärfungen im Kampf gegen Corona. Natürlich geht es auch um Schulen. Was Schüler, Lehrer und Eltern jetzt wissen müssen:

Update vom 2. Dezember: Nach den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag (2. Dezember) zu einer einheitlichen Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist klar: Die Maskenpflicht an Schulen wird wieder eingeführt, und das bundesweit. In Schulen soll eine generelle Maskenpflicht für alle Klassenstufen gelten, so der Beschluss. Ab wann genau, das steht allerdings noch aus. Bereits vergangenen Dienstag kündigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Erlass einer neuen Corona-Verordnung für Freitag, den 3. Dezember, an, die dann womöglich schon ab dem Wochenende gelten könnte und auch die nun beschlossene Maskenpflicht an Schulen näher regeln dürfte. (mko/dpa)

Schule in BW: Neue Corona-Verordnung – Diese Regeln müssen Eltern und Schüler kennen

Erstmeldung vom 29. November: Während in ganz Baden-Württemberg die Corona-Zahlen steigen und die 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 519,6 (Stand 29. November) erreicht, hat das Kultusministerium eine neue Corona-Verordnung für Schulen beschlossen. Weil es sich um eine Notverkündung handelt, treten die Neuerungen bereits am Montag (29. November) in Kraft. Änderungen gibt es dabei für den Sportunterricht, den Musikunterricht, für Schulveranstaltungen und für mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen. Was genau das für Schüler, Eltern und Lehrer bedeutet:

„Die aktuelle Lage ist sehr dynamisch und aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in der Gesellschaft müssen wir auch an den Schulen unsere Sicherheitszäune hochfahren“, sagt die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper. Es sei allerdings klar, dass nur die Impfungen uns aus dem „Schlamassel“ holen könnten. Dabei habe jeder einen Beitrag zu leisten. Eine Justierung der Maßnahmen sei derzeit aber ebenfalls erforderlich.

NameBaden-Württemberg
Fläche35.751 km²
Bevölkerung11,07 Millionen (2019)
HauptstadtStuttgart

Baden-Württemberg: Diese Änderungen gelten beim Sport- und Musikunterricht

Eine angepasste Maßnahme der Corona-Verordnung betrifft den Sportunterricht. Demnach darf dieser in den Alarmstufen 1 und 2 nur noch kontaktfrei erfolgen. Davon ausgenommen sind aber Prüfungsvorbereitung für die Schüler, die Sport als Prüfungsfach gewählt haben, sowie für die Basis- und Leistungskurse Sport der Jahrgangsstufen 1 und 2 an allgemein bildenden und beruflichen Gymnasien sowie an Gemeinschaftsschulen. Die Alarmstufen, von denen eine erst vor kurzem durch das Land Baden-Württemberg komplett neu ins Leben gerufen worden ist, wirken sich auch auf den Musikunterricht aus.

So muss beim Singen und beim Musizieren mit Blasinstrumenten ein Mindestabstand von zwei Metern in alle Richtungen eingehalten werden muss. Das Spielen von Blasinstrumenten ist zudem nur noch im Freien oder in sehr großen Räumen erlaubt. Singen ist im Raum nur noch mit Maske möglich, die im Freien aber abgesetzt werden kann.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Mehrtägige Ausflüge verboten

Ein weiterer großer Abschnitt der Corona-Verordnung für Schulen betrifft Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes. So sind alle mehrtägigen Ausflüge ins Inland bis zum 31. Januar 2022 verboten. Ausflüge ins Ausland sind zuvor bereits untersagt gewesen. Schulen haben noch eine Übergangsfrist bis zum 1. Dezember 2021, um sich auf die neue Regelung einzustellen.

Kultusministerin Schopper
Kultusministerin Theresa Schopper ruft zum Impfen auf. © Bernd Weißbrod/dpa

Während nichtöffentliche Schulveranstaltungen auf dem Gelände – zum Beispiel Klassenpflegschaftssitzungen, Elternbeiratssitzungen, Schülerratssitzungen und Sitzungen der weiteren schulischen Gremien – weiterhin mit 3G-Regelung und einem Antigentest durchgeführt werden können, fallen öffentliche Schulveranstaltungen oder Veranstaltungen, die nicht in der Schule stattfinden, ab Montag (29. November) unter die allgemeine Corona-Verordnung des Landes. Das bedeutet, dass teilweise 2G plus gilt.

Schule in Baden-Württemberg: Kultusministerin ruft zum Impfen auf

Die letzte große Änderung der aktuellen Corona-Verordnung für Schulen betrifft den Schülerausweis. Dieser konnte bisher von Schülern über 18 Jahren genutzt werden, um sich außerhalb der Schule nicht testen lassen zu müssen. Das wird sich nun aber ändern, sodass für diese auch 2G+-, 2G- oder 3G-Vorschriften gelten. Schüler zwischen 12 und 17 können von der Regel noch Gebrauch machen – wohl aber nur noch bis zu Beginn der Weihnachtsferien. Diese könnten sogar vorgezogen werden. Darum geht es unter anderem im Gipfel der Ministerpräsidenten mit Angela Merkel.

„Für die Schülerinnen und Schüler, die 18 Jahre oder älter sind, bestand schon länger ein Impfangebot. Für die Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren besteht eine Impfempfehlung seit August. Ich mahne und appelliere deswegen noch einmal: Lassen Sie, lasst Euch impfen“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper. (dh)

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