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Schule in BW: Maskenpflicht & Co. – Diese Corona-Regeln gelten jetzt

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Von: Eliran Kendi

In Baden-Württemberg bleiben die gelockerten Corona-Regeln in Schulen und Kitas bestehen. Quarantäne, Maskenpflicht und Tests – das erwartet Kinder, Jugendliche und Eltern nach den Ferien:

Es ist ein beispielloses Hin und Her: In Baden-Württemberg wird zunächst die Quarantäne-Pflicht zurückgenommen, um den Präsenzunterricht im gesamten Schuljahr 2021/2022 zu garantieren. Dann folgt der Beschluss des Bund-Länder-Treffens vom Montag (6. September). Um bundesweit einheitliche Corona-Regeln einzuführen, einigen sich die Kultusminister der Länder darauf, dass sich enge Kontaktpersonen von Infizierten mindestens fünf Tagen absondern müssen. Somit greift in Baden-Württemberg wieder eine strenge Quarantäne-Regeln, oder etwa nicht? Einzig Rheinland-Pfalz und eben Baden-Württemberg enthalten sich bei der Abstimmung. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) kündigt nach dem Schulgipfel an, weitere Beratungen führen zu wollen. Nun folgt abermals eine Wende, denn im Südwesten bleibt es dabei: Intensiv-Tests statt Quarantäne in Schulen.

Statt Quarantäne sollen sich alle Schüler*innen einer Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen, falls sich ein Mitschüler infiziert – das will die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfahren haben.

Gesundheits- und Kultusministerium einigten sich dem Vernehmen nach darauf, dass diese Regel nicht nur für weiterführende Schulen gelten soll, sondern auch für Grundschulen. Ursprünglich sollten sich Kontaktpersonen in Grundschulen nur einmal vor Wiederbetreten der Schulen testen lassen. Welche weiteren Regeln an Schulen und Kitas gelten folgt im Überblick:

Baden-Württemberg: Diese neue Regeln zum Schulstart gelten

Tritt ein Corona-Fall an einer Schule ein, dürfen alle Schüler der betroffenen Klasse oder Gruppen für fünf Unterrichtstage nur in diesem Verbund unterrichtet werden. In der Corona-Verordnung heißt es dazu konkret: „Unterliegt eine Schülerin oder ein Schüler nach einem positiven Test auf das Coronavirus der Pflicht zur Absonderung, nehmen die übrigen Schülerinnen und Schüler der Klasse oder Lerngruppe für den Zeitraum von fünf Schultagen am Unterricht und an außerunterrichtlichen Angeboten grundsätzlich nur in ihrem Klassenverband oder ihrer Lerngruppe teil; die Teilnahme an klassen-, jahrgangs- und schulübergreifenden Unterrichtsstunden sowie an Förder-, Betreuungs-, Ganztagsangeboten und Schulveranstaltungen ist in diesem Zeitraum nur in möglichst konstant zusammengesetzten Gruppen zulässig.“

Baden-Württemberg: Ausnahmen bei der Testpflicht für geimpfte Schüler

Bei einem Corona-Ausbruch gilt die Testpflicht nicht für „immunisierte“ Schüler*innen, also für Genesene oder Geimpfte. Weitere Ausnahmeregelung gelten bei der Quarantänepflicht: Sind die Gegebenheiten nicht optimal, müssen die Schüler nach Hause geschickt werden. So kann die zuständige Behörde eine Absonderungspflicht anordnen, wenn „vor Auftreten der Infektion keine ausreichende Lüftung im Klassen-, Lern- oder Betreuungsraum oder kein durchgängiges korrektes Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sichergestellt“ werden.

Doch genau bei dieser Infrastruktur soll es eklatante Mängel geben, kritisieren Länderverbände. Zu wenig Luftfilter und CO2-Ampeln sowie kaum mobile Impf- und Testteams, Experten zeichnen ein düsteres Bild. Werden im Corona-Herbst die Schulen in Baden-Württemberg wieder dicht gemacht?

Baden-Württemberg: Neue Verordnung für Schulen und Kitas

In den neuen Corona-Verordnungen für Schulen und Kitas, ist die 7-Tage-Inzidenz als Richtwert für Maßnahmen entfernt worden. „Somit gibt es nun keine Regel mehr, die Wechsel- oder Fernunterricht ab dem Überschreiten eines bestimmten Inzidenzwertes vorschreibt.“

Gleiches gilt auch in Kitas: Die Quarantäne von Kindern kann bei einem positiven Fall in der Betreuungsgruppe entfallen, wenn diese einmalig negativ getestet werden. Auch Sportunterricht kann selbst bei hohen Inzidenzwerten stattfinden, zumindest solange kein Corona-Fall vorliegt.

Baden-Württemberg: Maskenpflicht in Schulen bleibt bestehen

Trotz der Lockerungen, bleiben einige Corona-Begleiterscheinungen erhalten – allem voran die Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz entfällt auch dann nicht, wenn einer der früheren Schwellenwerte unterschritten wird. Ausnahmen gelten aber für den Sportunterricht, beim Singen, Essen und Trinken. Zudem sollen die Klassenzimmer spätestens alle 20 Minuten gelüftet werden.

Obgleich das Vorgehen im Widerspruch zu den Beschlüssen vom Bund-Länder-Treffen zu stehen scheint, will man von einem Sonderweg in Baden-Württemberg nichts wissen. Grundsätzlich seien die Maßnahmen von dem Beschluss der Gesundheitsminister gedeckt, ist man sich in der Regierung sicher. Gegenüber der Deutscher Presse-Agentur wird darauf verwiesen, dass auch andere Länder wie NRW, Sachsen oder Bremen ähnlich vorgingen wie der Südwesten.

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