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Hessen: Zwei Tote nach Schüssen in Supermarkt – Todesschütze war wegen Stalkings angezeigt

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Von: Katja Becher

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Hessen – In einem Supermarkt in Schwalmstadt wurden zwei Menschen durch mehrere Schüsse getötet. Die Polizei hat weitere Details zu dem Vorfall veröffentlicht:

Update vom 9. Juni, 11:19 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen eines 58-Jährigen auf seine Ex-Partnerin und seinem anschließenden Selbstmord in einer Aldi-Filiale in Schwalmstadt haben die Ermittler neue Details: Demnach hatte der Todesschütze keine Waffenerlaubnis und war illegal im Besitz der Schusswaffe. Wie er an die Waffe kam, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marburg der Deutschen Presse-Agentur.

Bluttat in Supermarkt in Hessen: Mann tötet Ex-Partnerin mit vier Schüssen

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 58-Jährige in dem Discounter vier Schüsse auf die Frau abgegeben, bevor er sich selbst durch einen Schuss in den Kopf das Leben nahm. Von November 2021 bis Februar 2022 soll der Mann aus dem Landkreis Osnabrück mit der Frau eine Beziehung gehabt haben, die von der 53-Jährigen beendet worden war. Woher sie sich kannten, blieb zunächst offen.

Noch am Tattag hatte die Frau Anzeige wegen Stalkings gegen den Deutschen erstattet, wegen Körperverletzung, Nötigung und Nachstellung. Nach Polizeiangaben hatten sich dabei „keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung der Frau“ ergeben. Rund zwei Stunden später fielen die tödlichen Schüsse in dem Discounter.

Hessen: Zwei Tote nach Schüssen in Supermarkt – Ermittler durchsuchen Wohnung des Schützen

Update vom 8. Juni, 9 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in einem Discounter im nordhessischen Schwalmstadt ermittelt die Polizei weiter zu den Hintergründen der Tat. Bisher ist nur bekannt, dass ein 58-jähriger Mann am Dienstag zur Mittagszeit zunächst eine 53 Jahre alte Frau erschoss, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete. Die Hintergründe zu dem Fall sind hingegen noch völlig unklar.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Dienstagnachmittag keine Details dazu bekanntgeben, in welcher Beziehung der mutmaßliche Täter und das Opfer standen. „Nach den ersten Ermittlungen zu dem Ablauf der Tat liegen derzeit keine Hinweise auf die Beteiligung dritter Personen vor“, erklärten sie. Die Ermittler verwiesen auf noch laufende Zeugenbefragungen und die Spurensuche am Tatort. Die Beamten durchsuchten noch am Dienstag die Wohnung des Mannes.

Schüsse in Einkaufsmarkt in Schwalmstadt
Kriminaltechniker im Discounter in Schwalmstadt © Swen Pförtner/dpa

Zwei Tote nach Schüssen in Supermarkt: Hessische Polizei sichert Spuren am Tatort

Update vom 7. Juni, 15:28 Uhr: Laut Berichten der BILD habe die Polizei bestätigt, dass laut übereinstimmenden Zeugenaussagen ein 58-jähriger Mann in dem Supermarkt in Nordhessen erst auf eine Frau (53) geschossen habe und die Waffe dann gegen sich selbst gerichtet hätte. Weitere Personen seien an der Tat nicht beteiligt gewesen.

Update vom 7. Juni, 15:10 Uhr: „Wir sind mit zahlreichen Kolleginnen & Kollegen am Einsatzort“, twittert das Polizeipräsidium Nordhessen. Es gehe jetzt um die Spurensicherung und auch um die Betreuung von möglichen Zeugen, sagte ein Sprecher des Präsidiums. Die hessische Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) reagierte während einer Landtagssitzung auf die Nachricht und dankte den Einsatzkräften in Schwalmstadt. Sie sprach im Namen des Landtags den Angehörigen herzliches Beileid aus.

Hessen: Zwei Tote nach Schüssen in Supermarkt – Polizei sperrt Gebiet um Discounter

Erstmeldung vom 7. Juni, 14:37 Uhr: Am Dienstag (7. Juni) fielen gegen 13 Uhr in einem Lebensmittelmarkt in Schwalmstadt (Nordhessen) Schüsse. Zwei Menschen wurden getötet. Die Hintergründe der Tat sind aktuell noch völlig unklar, wie die Polizei mitteilt. Rund um den Supermarkt läuft aktuell ein größerer Polizeieinsatz, wie MANNHEIM24 berichtet.

Auf Twitter teilte die Polizei Nordhessen nach dem Vorfall mit, dass der Bereich um den Discounter weiträumig abgesperrt sei. „Hinweise auf Gefahren für die Bevölkerung oder Unbeteiligte liegen derzeit nicht vor“, heißt es in dem Tweet außerdem.

Ein Absperrband der Polizei ist vor dem Einkaufsmarkt befestigt.
Ein Absperrband der Polizei ist vor dem Einkaufsmarkt befestigt. © Swen Pförtner/dpa

Gegenüber hna.de berichtete eine Augenzeugin, wie sie die tödlichen Schüsse in dem nordhessischen Supermarkt erlebte. Demnach hätte ein Mann die Filiale von Aldi in Schwalmstadt betreten und zunächst eine Frau verfolgt. Nachdem diese laut um Hilfe rief, hätte der Mann sie erschossen und dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. (kab)

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