1. Mannheim24
  2. Region

Corona in Rheinland-Pfalz: Ungeimpfte müssen ab sofort tief in die Tasche greifen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eliran Kendi

Rheinland-Pfalz - Bereits im August haben sich Bund und Länder geeinigt, das kostenlose Schnelltest-Angebot zum 11. Oktober abzuschaffen. Für Ungeimpfte wird es jetzt teuer:

Hinsichtlich der 7-Tage-Inzidenz belegt Frankenthal in Rheinland-Pfalz den traurigen Spitzenplatz – und das mit deutlichem Abstand. Während die kreisfreie Stadt im Nordosten der Pfalz einen Wert von 135,4 aufweist, steht das benachbarte Ludwigshafen mit 86,3 auf dem dritten Platz. Demgegenüber befindet sich die ebenfalls wichtige Hospitalisierungsinzidenz auf niedrigem Niveau. Die Hospitalisierungsinzidenz kennzeichnet die Anzahl der Menschen, die wegen einer Covid-19-Diagnose in eine Klinik kommen. Im Versorgungsgebiet Rheinpfalz liegt hierbei ein Wert von 1,9 vor. Eine Verschärfung der Einschränkungen ist ab einem Wert von fünf möglich – heißt es in der 26. Corona-Verordnung für Rheinland-Pfalz.

Trotz der verhältnismäßig entspannten Corona-Lage wird der kommende Montag (11. Oktober) zur Zäsur für Ungeimpfte: Schnelltest werden dann kostenpflichtig; und die Preise haben es in sich.

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
KS Frankenthal135,4
Birkenfeld98,2
KS Ludwigshafen86,3
KS Worms82,7
Alzey-Worms81,1

2G-Plus-Regel in Rheinland-Pfalz: Keine kostenlosen Corona-Tests ab Montag

Laut RKI-Zahlen sind trotz des kostenlosen Impfangebots in Rheinland-Pfalz lediglich 65,2 Prozent der über 12-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft (Stand: 8. Oktober).

Während Geimpfte und Genesene kaum Einschränkungen unterworfen sind, sieht die Situation bei Ungeimpften anders aus. Zwar können auch sie am öffentlichen Leben teilnehmen – vom Kino bis zum Friseur –, aber sie müssen sich an den drei Corona-Warnstufen richten. Außerdem gilt in vielen Bereichen weiterhin die Testpflicht.

LeitindikatorWarnstufe 1Warnstufe 2Warnstufe 3
Sieben-Tages-Inzidenzbis höchstens 100mehr als 100 bis höchstens 200mehr als 200
Sieben-Tages-Hospitalisierungsinzidenzkleiner 55 bis 10größer 10
Anteil COVID-19-Erkrankter an Intensivkapazitätkleiner 6 Prozent6 Prozent bis 12 Prozentmehr als 12 Prozent

Neben dem 3G-Modell (geimpft, genesen, getestet) hat Rheinland-Pfalz zudem die sogenannte „2G-Plus-Regel“ eingeführt. Diese bestimmt, wie viele getestete Menschen zu den unbegrenzt zugelassenen Geimpften und Genesenen hinzukommen dürfen; beispielsweise in der Gastronomie.

Nicht-immunisierte Personen haben somit mit jeder höheren Warnstufe weniger Zugang zum öffentlichen Leben. Hinzukommen die Kosten für die Corona-Tests ab dem 11. Oktober.

Rheinland-Pfalz: So teuer werden die Corona-Tests ab Montag

Doch was kostet nun ein Corona-Schnelltest? Die Kosten pro Test lassen sich nicht genau beziffern, da jedes Schnelltest-Zentrum eigene Preise erheben kann. Die Kostenerstattungen des Bundes haben bisher bei 11,50 Euro für Schnelltests und 43,56 Euro für PCR-Tests gelegen.

Jedoch dienen diese Preise lediglich als Orientierung. Die tatsächlichen Preise können auch höher ausfallen, wie folgendes Beispiel zeigt:

Die Betreiber der beiden Frankenthaler Testzentren – Malteser, DLRG, Johanniter-Unfall-Hilfe und MKS-Medical – haben sich auf einen einheitlichen Preis verständigt: 20 Euro werden ab dem 11. Oktober pro Test fällig!

Kostenfrei bleiben die Tests für alle, die nicht geimpft werden können bzw. für die keine Impf-empfehlung vorliegt: Kinder bis 12 Jahre und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder bei denen die Testung durch das Gesundheitsamt angeordnet wird. Bis 31. Dezember sind außerdem Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und Schwangere von der Gebühr befreit. Entsprechende Nachweise sind in den Testzentren vorzulegen. (esk)

Auch interessant

Kommentare