Mehr Geld für Mitarbeiter

rnv und verdi: Verhandlungs-Durchbruch – Streik kann endlich beendet werden

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Nach drei Warnstreiks in der Rhein-Neckar-Region können Pendler endlich wieder aufamten. Der Tarifkonflikt ist beendet.

Update vom 7. November: Die Warnstreiks haben nun endlich ein Ende. In der fünften Verhandlungsrunde der Gewerkschaft ver.di mit den Arbeitgebern ist heute endlich ein Tarifabschluss erzielt worden. Demnach wird der Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes in großen Teilen übernommen und hier und da zusätzlich noch etwas aufgestockt. Doch was bedeutet das konkret?

Arbeitnehmer erhalten ab dem 1. April 2021 insgesamt 1,4 Prozent mehr Geld, mindestens aber 60 Euro, in unteren Gehaltsgruppen mindestens 70 Euro. Zum 1. April 2022 sollen eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent und mindestens 70 Euro folgen. Auszubildende erhalten 2021 und 2022 jeweils 25 Euro mehr. „ Alle unteren Entgeltgruppen profitieren von der nachhaltigen sozialen Komponente, auch Beschäftigte im Fahrdienst und den Werkstätten. Dazu kommen materielle Verbesserungen bei den Sonderzahlungen sowie die Einführung zusätzlicher freier Tage durch Umwandlung von Sonderzahlungsanteilen. Am Ende lag ein faires Angebot mit einer noch vertretbaren Laufzeit auf dem Tisch“, erklärt Andreas Schackert, ver.di Verhandlungsführer.

rnv-Streik: Tarifkonflikt endlich beendet

Der Tarifabschluss ist auch ein großer Erfolg für die etwa 2.200 Mitarbeiter der rnv. Für diese ist gesondert verhandelt worden, weil für sie ein Haustarifvertrag gilt. Die Beschäftigten erhalten nun eine Corona-Prämie von 700 Euro, für Auszubildende gibt es immerhin noch 300 Euro mehr. Zudem werden ab dem 1. Juli 2021 Überstunden schon ab der ersten Minute gezahlt, und nicht erst nach 15 Minuten. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird von bisher jeweils 50 auf jeweils 80 Prozent des Monatsbruttolohns angehoben.

Bereits vor einer Woche hat es eine Einigung zwischen den Tarifparteien gegeben. Diese ist aber für die etwa 6400 Beschäftigten bei den kommunalen Verkehrsbetrieben in Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, Esslingen und Heilbronn erzielt worden. Mit den beiden Einigungen ist der Tarifkonflikt der städtischen Verkehrsbetriebe nun endlich beigelegt.

rnv-Streik heute: Bus und Bahn stehen still – was Du jetzt wissen musst

Update vom 29. Oktober: Schlechte Nachrichten für alle Pendler. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der rnv erneut zu einem Streik aufgerufen. Bereits am Freitag (30. Oktober) legen alle Mitarbeiter ihre Arbeit nieder, sodass Busse und Bahnen von 3 Uhr bis zum Betriebsende still stehen. Auch der Schülerverkehr ist davon betroffen. Am Morgen des 31. Oktober kann es ab 3 Uhr noch zu Verspätungen kommen. Fahrtausfälle können in digitalen Fahrplanauskünften als auch in den Aushängen an den Haltestellen in der kurzen nicht dargestellt werden.

GewerkschaftVereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
SitzBerlin
Mitglieder1.955.080

rnv-Streik: Heute stehen Busse und Bahnen still – und kein Ersatzverkehr

Update vom 14. Oktober: Nach dem ÖPNV-Streik Ende September hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) für Freitag (16. Oktober) erneut zum Warnstreik aufgerufen. Von Betriebsbeginn um 3 Uhr bis zum Betriebsende in der Nacht auf Samstag, 17. Oktober werden Busse, Straßenbahnen und Stadtbahnen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen und Region komplett stillstehen.

Wie rnv am Mittwoch mitteilt, werden auch Verwaltung und Werkstätten des Unternehmens bestreikt. Auch die Mobilitätszentralen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen bleiben während des Streiks am Freitag geschlossen. „Die rnv bittet ihre Fahrgäste daher, sich auf einen Tag ohne ÖPNV-Dienstleistung durch die rnv einzustellen“, heißt es in der Mitteilung. Vom Streik ist auch der öffentliche Nahverkehr für Schüler betroffen, den die rnv im städtischen Auftrag erbringt. Ab Samstag (17. Oktober), 3 Uhr, wird der Bus- und Bahnverkehr voraussichtlich wieder regulär laufen.

Streik bei rnv in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen: Busse und Bahnen stehen still

Erstmeldung vom 25. September: Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der kommunalen ÖPNV-Unternehmen bundesweit für Dienstag (29. September) zum Streik aufgerufen. Davon betroffen ist aller Voraussicht nach auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). Der Streik wird von Betriebsbeginn um 3:30 Uhr bis zum Betriebsende in der Nacht auf Mittwoch (30. September) gehen. Sowohl der Straßen- und Stadtbahnverkehr als auch der Busverkehr der rnv sind betroffen.

Verwaltung und Werkstätten der rnv werden ebenfalls bestreikt. Auch die Mobilitätszentralen in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg bleiben streikbedingt am Dienstag geschlossen. Die rnv weist daher daraufhin, dass du Dich auf einen Tag ohne ÖPNV-Dienstleistung durch die rnv einstellen sollst. Auch Schülerverkehre sollen betroffen sein. Erst ab Mitwochnacht wird der Bus- und Bahnverkehr voraussichtlich wieder regulär für Dich zur Verfügung stehen.

Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass die Fahrtausfälle sowohl in digitalen Fahrplanauskünften als auch in den Aushängen an den Haltestellen in der Kürze der Zeit nicht dargestellt werden können. Grundsätzlich wird das Unternehmen für Dich am Streiktag nur sehr eingeschränkt erreichbar sein.

Streik der rnv: Busse und Bahnen fahren am Dienstag nicht - gibt es einen Ersatzverkehr?

Da man nicht wisse, wie viele der Fahrer die Arbeit am Dienstag niederlegen, sei ein Totalausfall aller Fahrten die sinnvollste Variante, so ein Sprecher der rnv gegenüber dem Mannheimer Morgen. In Zeiten der Corona-Pandemie sei es nicht sinnvoll, einen Teilbetrieb auf die Beine zu stellen, da sich sonst zu viele Menschen in wenige Busse und Bahnen quetschen würden. Chaotische Zustände an den Haltestellen erwartet der rnv-Sprecher nicht, da man die Menschen im Vorfeld über den Streik informiert habe. Die Polizei Mannheim rechnet am Dienstag wegen des Streiks mit Staus und empfiehlt Pendlern rechtzeitig loszufahren, um das Verkehrsaufkommen zu entzerren. (PM/esk)

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/ZB/dpa & Uwe Anspach/dpa

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