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„Schwierige Situation“: rnv reduziert Busfahrten – Fahrplanänderung bis Anfang 2023

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Von: Josefine Lenz

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Mannheim/Ludwigshafen - Die rnv hat derzeit mit einem großen Personalmangel zu kämpfen. Deshalb muss das Verkehrsunternehmen sein Fahrtenangebot verändern:

Update vom 10. November: Seit 24. Oktober gilt im Verkehrsgebiet der rnv auf verschiedenen Linien ein eingeschränkter Fahrplan aufgrund von Ersatzteilmangel und hohem Krankenstand. Auch die Buslinie 77 ist eingeschränkt, die die Ludwigshafener Parkinsel mit der Innenstadt verbindet. Seither verkehren auf der Linie 77 vorerst keine Busse, sondern Großraum-Linientaxen.

Wichtig: Dies sind keine Ruftaxis, die bestellt werden müssen. Die Linientaxis fahren nach dem Fahrplan der regulären Busse im 20-Minutentakt und bieten Platz für etwa 6 Fahrgäste sowie auch für Personen mit Kinderwagen und Rollatoren. Anders als bei einem Ruftaxi müssen die Linientaxis nicht angefordert werden und es muss auch kein Aufschlag gezahlt werden.

Diese Einschränkungen sind, wie sämtliche weitere Einschränkungen im Verkehrsgebiet der rnv, zeitlich begrenzt und werden zurückgenommen, sobald sich die betriebliche Lage stabilisiert hat. Aktuell ist nicht mit Sicherheit absehbar, wann dies der Fall sein wird. Die Planer der rnv gehen davon aus, dass die Einschränkungen zumindest bis Anfang 2023 gelten.

„Schwierige Situation“: rnv fährt Angebot zurück – welche Linien betroffen sind

Erstmeldung vom 21. Oktober: Es sind einfach zu viele Mitarbeiter krank… Das Verkehrsunternehmen rnv hat derzeit einen hohen Krankenstand zu vermelden, wie die Gesellschaft in einer Mitteilung berichtet. Deshalb fallen häufiger Busfahrten in Mannheim und Ludwigshafen aus. „Um weiterhin ein planbares, verlässliches und zuverlässiges Angebot für die Fahrgäste anbieten zu können, reduziert die rnv zunächst und vorübergehend auf einzelnen Buslinien ihr Angebot“, heißt es in dem rnv-Bericht. Welche Busfahrten davon betroffen sind:

Mannheim/Ludwigshafen: Zu hoher Krankenstand – rnv muss Bus-Angebot reduzieren

Mannheim/Ludwigshafen: rnv will auch Straßenbahn-Angebot anpassen

Die Anpassungen für die Buslinien gelten ab Montag (24. Oktober). Die rnv arbeitet derzeit auch weitere Maßnahmen für die Straßenbahnen aus, die nach den Herbstferien ab 7. November gelten werden. Unter anderem wird die Linie 2 zwischen Feudenheim und Innenstadt auf einen 20-Minuten-Takt reduziert. Die Linie 8 entfällt zwischen Schwetzinger Vorstadt und Hauptbahnhof. Die Linie 15 wird vollständig eingestellt.

Erst kürzlich hat die rnv eine neue, hochmoderne Tram vorgestellt. Vor der Jungfernfahrt muss das hochmoderne Modell noch einige Tests durchlaufen.

rnv reduziert Fahrtenangebot in Mannheim und Ludwigshafen – „schwierige Situation“

Der im Verkehrsunternehmen momentan erhöhte Krankenstand im Fahrdienst sowie der aufgrund des allgemeinen Ersatzteilmangels anhaltende Wartungs- und Reparaturstau stelle eine besondere Herausforderung dar, erklärt die rnv. Der nun vorübergehend geltende reduzierte Fahrplan habe das Ziel, „auch unter widrigen Umständen einen stabilen und planbaren Betrieb sicherstellen zu können“. 95 Prozent aller Fahrten würden weiterhin stattfinden.

Christian Specht, Aufsichtsratsvorsitzender der rnv sowie Erster Bürgermeister und ÖPNV-Dezernent der Stadt Mannheim, erklärt: „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Bereits seit Monaten hatte die Belegschaft der rnv unter großem Einsatz gearbeitet und zahllose Überstunden geleistet, um den vollen Linienbetrieb bis zuletzt aufrecht zu erhalten. Wir bedauern, dass unsere Fahrgäste dennoch von zu vielen Ausfällen und Verspätungen betroffen sind. In Anbetracht der schwierigen Situation haben wir entschieden weniger frequentierte Linien einzustellen, damit wichtige Linien zuverlässig bedient werden können. Dieser Schritt wurde zwischen Stadt und rnv eng abgestimmt und ist notwendig, damit der Betrieb stabilisiert wird.“

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„Wir wissen, dass die aktuelle Situation für viele unserer Fahrgäste sehr schmerzhaft ist“, fügt Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv, an. „Auch uns tut es selbstverständlich weh, unser Angebot reduzieren zu müssen. Aktuell ist es aus unserer Sicht für unsere Fahrgäste, aber auch für unsere Fahrerinnen und Fahrer, besser, den Fahrplan an der ein oder anderen Stelle kontrolliert und zeitlich begrenzt einzuschränken, um damit insgesamt für alle ÖPNV-Nutzer mehr Verlässlichkeit bieten zu können.“ (pm/jol)

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