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Rheinland-Pfalz: Leichtes Aufatmen – Katastrophengebiet bleibt am Wochenende trocken

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Rheinland-Pfalz – Am Wochenende spitzt sich die Wetterlage erneut zu. Besonders in den Hochwassergebieten sorgte man sich – glücklicherweise umsonst:

Update vom 25. Juli: Rund eineinhalb Wochen nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands haben die Menschen in der Region am Wochenende etwas aufatmen können. Neue Unwetter und
Überschwemmungen, die befürchtet worden waren, bleibt aus. Nach einigen Schauern am Samstagnachmittag sei es in der Nacht in den betroffenen Gebieten weitgehend trocken geblieben, sagt am Sonntag eine Sprecherin vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Politiker machen sich unterdessen Gedanken um das Warnsystem in Deutschland: Wie lässt sich verhindern, dass Unwetter so schwerwiegende Folgen haben? Bei der Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen starben mindestens 179 Menschen, Dutzende werden noch immer vermisst. Mit Sorge hatten die Menschen - vor allem in einigen Orten in Rheinland-Pfalz - auf die Wettervorhersagen für das Wochenende geblickt. In mehreren Orten bekamen die Anwohner das Angebot, mit Shuttlebussen in eine Notunterkunft gebracht zu werden. Doch neue Unwetter blieben aus. „Aus polizeilicher Sicht gab es keine Besonderheiten“, so ein Sprecher der Polizei in Koblenz. Auch in NRW waren dem Lagezentrum keine herausragenden Unwettereinsätze bekannt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums mitteilt.

Rheinland-Pfalz: Unwetter zieht über Krisenregion – Evakuierung angeboten

Erstmeldung vom 24. Juli: Rund eineinhalb Wochen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz* haben in dem betroffenen Gebiet am Samstag (24. Juli) erneut Regenfälle eingesetzt - und es werden Evakuierungen angeboten. Wie die Leiterin des Katastrophenschutzstabs, Begona Hermann, mitteilt, ist im Laufe des Tages laut Deutschem Wetterdienst mit örtlichen Niederschlägen im Bereich von maximal 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter zu rechnen; stellenweise auch nur 10 Liter. Ab Sonntagmorgen gegen 6 Uhr könne sich die Wetterlage noch verschärfen.

Wetter in Rheinland-Pfalz: Trotz Regenschauer – Experte gibt Entwarnung

Wie LUDWIGSHAFEN24* berichtet, sorgt Tief „Dirk“, das von Frankreich nach Deutschland zieht, für das Unwetter über der Krisenregion. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung könne der Starkregen ganz kurzfristig kleinräumig für Überschwemmungen sorgen. „Aber keine Sorge. Es wird nichts Großflächiges erwartet wie zuletzt, als diese extreme Flut über den Westen hereingebrochen ist“, beruhigt Jung. Bei der Flutkatastrophe vor einer Woche hat der Regen einen Wert von über 150 Liter pro Quadratmeter erreicht, dieses Mal wird es deutlich weniger.

Rheinland-Pfalz: Regen über Krisengebiete – Evakuierung wird angeboten

Trotzdem: Den besonders betroffenen Kommunen wird ein Evakuierungsangebot gemacht. In den gefährdeten Gebieten Schuld, Insul, Dümpelfeld und Bad Neuenahr sollen die Menschen demnach mit Shuttlebussen zu einer Notunterkunft in Leimersdorf gebracht werden können. „Das entscheiden dann die Menschen selbst“, so Hermann, denn die Wetterlage sei nicht so verschärft wie in der vergangenen Woche. „Aber wir haben eine nicht mehr funktionierende Kanalisation.“ Daher würden sich die Regenfälle anders auswirken als noch vor zehn Tagen.
Wegen der Wetterlage könnten die Helfer nicht so intensiv arbeiten wie zuvor. Dies soll laut Hermann für eine konzentrierte Abfall-Abfuhraktion genutzt werden. Ziel sei es, die sich am Straßenrand auftürmenden Müllberge so schnell wie möglich zu beseitigen. Denn sie seien einerseits ein Seuchenherd, andererseits störten sie den Verkehr. Zudem werde der Platz benötigt, um die Kanalisation spülen zu können.

Nicht nur in Rheinland-Pfalz, auch in Baden-Württemberg braut sich ein Unwetter zusammen.* (dpa/jol) *LUDWIGSHAFEN24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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