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Rheinland-Pfalz: Maskenverweigerin rastet aus – „Sie gehören ebenfalls abgeknallt“

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Von: Daniel Hagen

Coronavirus - Masken-Kontrolle im ICE
Eine Maskenverweigerin bedroht eine Reisende in einem Zug. (Symbolfoto) © Martin Schutt/dpa

Rheinland-Pfalz - Der grausame Mord in Idar-Oberstein scheint Corona-Leugnern ein neues Selbstbewusstsein gegeben zu haben. Immer mehr nutzen die Tat jetzt als drohendes Beispiel!

Der Streit zwischen Geimpften und Ungeimpften, Maßnahmen-Befürwortern und Corona-Leugnern sowie Wissenschaft gegen Querdenken hat ein neues, dunkles Kapitel erreicht. Am Samstag (18. September) soll ein 49-Jähriger einen 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein ermordet haben. Der Angestellte habe den Mann mehrfach dazu aufgefordert, seine Maske aufzusetzen, woraufhin der Maskenverweigerer eiskalt abgedrückt haben soll! Die grausame Tat erschüttert ganz Deutschland und wird als Beispiel dafür gesehen, wie schnell Radikalisierung in Gewalt umschwenken kann. Manche sprechen sogar von Terrorismus. Doch viele Menschen auf Telegram feiern den Schützen für seine Tat, die ein „Zeichen“ setzen sollte.

Rheinland-Pfalz: Maskenverweigerin bedroht Frau in Zug

Für eines hat der Mord von Idar-Oberstein aber auf jeden Fall gesorgt – ein neues Selbstbewusstsein für Corona-Leugner wie Querdenker und Verschwörungsideologen. Seit der Tat werden immer mehr Fälle bekannt, in denen Menschen damit drohen, anderen umzubringen! So veröffentlicht die Polizei einen Vorfall in der Stadt Schweich bei Trier (Rheinland-Land), in dem ein Kunde einer Kassiererin droht, sie zu erschießen, weil sie ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hat.

Auch in Münster (Nordrhein-Westfalen) bedroht ein Mann eine Verkäuferin in einem Brillenfachgeschäft. Nachdem sie ihn bittet, eine Maske zu tragen, habe der Kunde lachend gesagt, dass er sich gleich erschieße. In Mörlenfelden (Hessen) kommt es am Freitagmorgen (24. September) ebenfalls zu einem Vorfall in einem Getränkemarkt. Dort soll ein 39-jähriger Kunde die Verkäuferin bedroht haben, weil diese ihn aufgefordert hat, eine Maske zu tragen. Obwohl der Mann anschließend mit seinem Auto wegfährt, kann er von der Polizei gestoppt und festgehalten werden.

Rheinland-Pfalz: Bundespolizei ermittelt gegen Maskenverweigerin

Am Donnerstag (23. September) spielt sich eine ähnliche Szene auch in einer Regionalbahn von Mainz Richtung Bad Kreuznach ab. Wie die Bundespolizei berichtet, will eine Frau den Zug am Bahnhof Bad Kreuznach verlassen, als sie plötzlich von hinten von einer anderen Reisenden gegen den Oberschenkel getreten wird. Als das Opfer die Angreiferin zur Rede stellen will, bemerkt sie, dass diese keine Maske aufhat. Nach der Bitte, den Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen, beginnt die Unbekannte eine lange Hasstirade, in der ein schockierender Satz gefallen sein soll: „Sie wissen ja was in Idar-Oberstein passiert ist, Sie gehören ebenfalls abgeknallt“.

Die Reisende fordert die Angreiferin nun auf, ihre Personalien abzugeben – was diese aber verweigert. Stattdessen schafft es das Opfer noch, ein Foto der Maskenverweigerin zu machen. Die Bundespolizei nutzt das Bild, um die Frau mithilfe der Kameras ausfindig zu machen. Auf den Videos ist die Angreiferin sehr gut zu erkennen. Die Ermittlungen in dem Fall laufen. Zeugen sollen sich unter der Nummer 0631-340 730 oder unter www.bundespolizei.de melden. Leider ist anzunehmen, dass es sich hier nicht um den letzten Fall dieser Art handeln wird. (pol/dh)

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