Die aktuelle Lage im Bundesland-Ticker

Mutations-Schock in Rheinland-Pfalz: Land bestätigt Corona-Varianten

Rheinland-Pfalz: Der Lockdown wurde verlängert, seit 25. Januar gelten neue Corona-Regeln. Alle aktuellen Entwicklungen zur Pandemie findest Du in unserem News-Ticker:

  • Lockdown in Rheinland-Pfalz: Im Kampf gegen das Coronavirus werden die Maßnahmen ab dem 25. Januar verlängert und teilweise verschärft.
  • In Rheinland-Pfalz gab es bisher 92.609 Corona-Fälle (+226). Es gibt derzeit noch 12.426 aktive Fälle. Außerdem starben bislang 2.513 (+10) Menschen. Die Inzidenz liegt bei 78,3. (Stand: 30. Januar)
  • Erste Corona-Mutationen auch in Rheinland-Pfalz aufgetreten.

Update vom 29. Januar, 13:20 Uhr: Wie der SWR am Freitag berichtet, hat der Labordienstleister Bioscientia aus Ingelheim bei der Überprüfung von Corona-Mutationen in sieben Proben aus Rheinland-Pfalz die ansteckenderen Varianten aus Großbritannien und Südafrika entdeckt. Laut Bericht sequenziert das Unternehmen aus Ingelheim seit Montag Proben bereits bestätigter Corona-Fälle. Insgesamt sollen fünf Prozent der positiven Corona-Tests aus einem bundesweiten Laborverbund untersucht werden. Bei den so entdeckten Mutationen in Rheinland-Pfalz soll es sich überwiegend um die britische Variante handeln. Weitere Inforamtionen zur Corona-Lage in Rheinland-Pfalz findest Du in unserem neuen Ticker.

Corona in Rheinland-Pfalz: Sorge vor Corona-Mutation – Regierung stoppt Unterrichts-Start

Update vom 28. Januar, 10:24: Das Bildungsministerium habe am Donnerstag alle Schulen sowie Eltern und schriftlich darüber informiert, dass der Beginn des Wechselunterrichts zurückgestellt werde, teilte das Ministerium mit. „Ich bedaure sehr, dass wir am Montag nicht, wie geplant, mit dem Wechselunterricht an den Grundschulen starten können“, erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Viele Kinder, ihre Lehrkräfte und ihre Eltern hätten sich sehr darauf gefreut, dass der Unterricht an den Schulen wieder beginne, erklärte Hubig. „Sie alle können sicher sein, dass wir uns diese Entscheidung nicht leichtgemacht haben.“ Sie habe aber auch stets betont, dass der Übergang zum Wechselunterricht unter dem Vorbehalt stehe, dass die Infektionslage dies zulasse. „Da die Art und die Bedeutung dieser Virusvarianten im Moment nicht bekannt sind, haben uns die Experten zunächst zur Vorsicht bei weiteren Öffnungen geraten.“

Das Ministerium beschloss auch, für Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen die Maskenpflicht enger zu fassen. Wie im öffentlichen Nahverkehr und in der Schülerbeförderung werden in der Notbetreuung an weiterführenden Schulen sowie beim Unterricht von Abschlussklassen medizinische Masken oder solche mit dem FFP2-Standard vorgeschrieben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Wegen Virus-Mutation – Start von Wechselunterricht gestoppt

Update vom 28. Januar, 9:55 Uhr: Das Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz hat entgegen der ursprünglichen Pläne beschlossen, am Montag doch keinen Wechselunterricht für Grundschulen einzuführen. Grund sei das Auftreten von Corona-Mutationen im benachbarten Baden-Württemberg. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit Experten der Universitätsmedizin Mainz getroffen worden. Die Landesregierung hatte in Änderung der jüngsten Bund-Länder-Vereinbarung zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen, ab kommender Woche für die ersten vier Klassen einen Wechselunterricht mit Lernen daheim und in der Schule zu praktizieren. Die Präsenzpflicht sollte weiter ausgesetzt bleiben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Erste Stadt hebt Ausgangssperre auf – Diskussion um Lockerungen

Update vom 28. Januar, 8:30 Uhr: In einigen Städten im Rhein-Pfalz-Kreis gilt nach Inzidenz-Sprüngen im Winter eine nächtliche Ausgangssperre. Während die Zahlen in Rheinland-Pfalz mittlerweile nicht mehr so stark ansteigen, wie noch im vergangenen Jahr, gibt es erste Diskussionen um die Lockerung dieser Maßnahme. Während der Landkreis die ursprünglich bis 31. Januar geltende Allgemeinverfügung laut Bericht der Rheinpfalz bis zum 14. Februar verlängern will, geht die Stadt Speyer offenbar ihren eigenen Weg. Hier soll die Ausgangssperre, die bisher von 21 bis 5 Uhr mit wenigen Ausnahmen galt, zum 1. Februar aufgehoben werden. Laut Bericht will sich auch die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, Jutta Steinruck, am Donnerstag dazu äußern, ob die Ausgangssperre in der Stadt aufgehoben oder verlängert wird. Auch in Frankenthal steht noch eine Entscheidung an.

Corona in Rheinland-Pfalz: Fast 50 Fälle in Frankenthaler Klinik – Massen-Test bringt Klarheit

Update vom 27. Januar: Nach einem Corona-Ausbruch in der chirurgischen Abteilung hatte die Stadtklinik Frankenthal am 22. Januar einen freiwilligen Aufnahmestopp und Reihentestungen von Patienten und Mitarbeitern verkündet. Insgesamt ließ die Klinik daraufhin über 700 Mitarbeiter und alle Patienten zwei Mal testen. Nach dem Massen-Test verkündet die Stadtklinik Frankenthal nun das Ergebnis von 48 positiven Corona-Fällen. Bei den Infizierten handelte es sich laut Mitteilung vom Mittwoch um 20 Patienten sowie 28 Mitarbeiter. 18 Fälle traten erst bei der zweiten Testung neu auf. Alle Patienten, deren zweiter Corona-Test positiv ausgefallen ist, werden ein drittes Mal getestet und wurden isoliert.

Da sich alle betroffenen Patienten entweder auf der Covid-Station oder in der Abteilung befanden, in der der Corona-Ausbruch in der Frankenthaler Klinik ursprünglich festgestellt wurde, hat die Stadtklinik angekündigt, zum heutigen Mittwoch (27. Januar) alle Abteilungen wieder zu öffnen – allerdings mit einer begrenzten Aufnahme bis 1. Februar. Die begrenzte Aufnahme von Patienten erklärt die Klinik mit ihrem „Quarantäne-Aufnahmekonzept“, nach dem alle neuen Patienten zunächst in einem Einzelzimmer bleiben müssen, bis ihr Testergebnis vorliegt.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Inzidenz unter 100! Extreme Übersterblichkeit in Speyer und Ludwigshafen

Update vom 26. Januar: Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es in Deutschland zu einer Übersterblichkeit. Sprich: Es sind in im vergangenen Jahr mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Das belegen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Und die Zahlen steigen. Laut Behörde lag die Zahl der Todesfälle beispielsweise in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 2020 deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. So sind in der 50. Kalenderwoche mindestens 22.897 Menschen in Deutschland gestorben – und somit rund 23 Prozent (4.289 Menschen) mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Rheinland-Pfalz ab: Hier sind im Dezember 2020 in einigen Kommunen sogar fast doppelt so viele Menschen gestorben als im Dezember des Vorjahres. Dazu zählen Ludwigshafen und Speyer. In diesen beiden Städten hatte die 7-Tage-Inzidenz Mitte Dezember höher gelegen als in allen anderen Stadt- und Landkreisen in Rheinland-Pfalz.

Wie Hartmut Jossé, Leiter des Speyerer Standes- und Friedhofsamtes, gegenüber dem Mannheimer Morgen erklärt, wurden im Dezember rund 200 Tote registriert – im Dezember 2019 seien es etwa 100 gewesen. „Bei jedem zweiten Toten stand ,mit Covid-19 gestorben’ auf dem Zettel. Bei den Verstorbenen, die aus den Altenheimen gekommen sind, ist beinahe jeder mit oder an Corona gestorben“, so Jossé weiter.

Im rund 20 Kilometer entfernten Ludwigshafen verhielt es sich laut Bericht ähnlich: „Die Anzahl der Toten insgesamt hat sich 2020 in Ludwigshafen zwar nicht erhöht, aber im Dezember 2020 haben sich die Todesfälle im Vergleich zum Dezember des Vorjahres verdoppelt“, so Gabriele Bindert, Leiterin des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe bei den Wirtschaftsbetrieben Ludwigshafen. Corona habe dabei einen Anteil von rund 35 Prozent gehabt, so Bindert weiter.

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenzwert auf unter 100 gesunken.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden haben sich in Rheinland-Pfalz 604 Personen mit dem Coronavirus infiziert – davon gelten derzeit 13.436 Fälle als aktiv. Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten im Bundesland seit Beginn der Pandemie auf 90.410. 2.380 sind im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Erreger gestorben – 50 mehr als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 97,4 (-2,8).

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz wieder gestiegen – Polizei plant landesweiten Kontrolltag

Update vom 25. Januar: In Rheinland-Pfalz gelten ab dem heutigen Montag (25. Januar) die neuen Regeln der geänderten Corona-Verordnung des Landes. Diese wurde am Freitag (22. Januar) vom Kabinett beschlossen und beinhaltet die Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar. Die neu gefasste Verordnung verlängert Schließungen in Gastronomie, Kultur und im Einzelhandel mit Ausnahme von Gütern des täglichen Bedarfs. An Schulen bleibt die Präsenzpflicht außerdem aufgehoben.

Künftig müssen jedoch im öffentlich Verkehr und in Geschäften medizinische Masken – sprich OP- oder FFP2- Masken - getragen werden. Alltagsmasken aus Stoff sind nicht mehr erlaubt.

Um der Pandemie weiter effektiv entgegenwirken zu können, findet im Zuge dessen am Donnerstag (28. Januar) ein landesweiter Kontrolltag zur verstärkten Überwachung der aktuellen Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz statt. Dabei unterstützt die Polizei die kommunalen Vollzugsdienste.

Dabei wird unter anderem kontrolliert, ob die Bürger*innen das Abstandgebot und die Maskenpflicht einhalten – ganz bewusst auch, ob sich die Menschen in Rheinland-Pfalz gemäß der neuen Corona-Verordnung mit medizinischen Masken schützen. Überwacht werden auch regionale Vorschriften die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, die in manchen Kommunen gelten. Außerdem wird beim landesweiten Corona-Kontrolltag ein Schwerpunkt auf die Überwachung von beliebten Ausflugszielen gesetzt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Dreyer will Impfungen für alle – bis zu diesem Datum

Update vom 23. Januar: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer will sich dafür stark machen, dass sich alle
bis zum Ende des Sommers impfen lassen können – trotz der Lieferschwierigkeiten des Corona-Impfstoffes. „Ich möchte, dass
jeder Rheinland-Pfälzer und jede Rheinland-Pfälzerin bis spätestens Ende des Sommers die Möglichkeit erhält, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen“, erklärt die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 14. März. Es sei ihr Ziel, dass jeder ein entsprechendes Impfangebot erhalte. Unterdessen ist die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz auf unter 100 gesunken und liegt bei 96,1.

Corona in Rheinland-Pfalz: Lieferengpässe bei BioNTech – Impfungen verschoben

Update vom 22. Januar: Die ab Mittwoch geplanten Erstimpfungen in Rheinland-Pfalz müssen um drei Wochen verschoben werden. Grund: Die nicht ausreichende Lieferung des Corona-Impfstoffes von BioNTech und Pfizer. Ab dem 17. Februar sollen die Impfungen stattfinden, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag mitteilt. Alle betroffenen Impfkandidaten würden per Mail oder Post unterrichtet. Sie bekräftigt, dass alle Menschen, die bereits eine Erstimpfung bekommen haben, auch eine Zweitimpfung erhalten. In den Alten- und Pflegeeinrichtungen soll die Impfkampagne wie geplant fortgesetzt werden.

Bislang wurden in dem Bundesland den Angaben zufolge 115.713 Menschen geimpft. Das entspreche einer Impfquote von
2,6 Prozent. Damit liege Rheinland-Pfalz deutlich über dem Bundesdurchschnitt und seit Tagen konstant auf einem der
Spitzenplätze, sagt die Ministerin. Seit Sonntag haben 3.228 Menschen ihre Zweitimpfung erhalten. Zwischen
Erst- und Zweitimpfung liegen in Rheinland-Pfalz vier Wochen. Die Zweitimpfung gilt als wichtig für eine effektive Schutzwirkung des Impfstoffs.

Seit Beginn der Pandemie gibt es 88.587 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz - das sind 762 mehr als am Vortag. 14.861 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 4.667 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht, 2.263 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben - 47 mehr als am Vortag. 71.463 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 101,1.

Corona in Rheinland-Pfalz: Über 87.000 Fälle – Malu Dreyer verkündet Lockerung für Grundschulen

Update vom 21. Januar: In Rheinland-Pfalz haben sich innerhalb eines Tages 821 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 87.825, von denen 70.513 bereits wieder genesen und 15.096 noch akut erkrankt sind. Die meisten Fälle gibt es in Ludwigshafen (6.218), Mainz (6.202), Mainz-Bingen (4.567) und Neuwied (4.352). Die 7-Tages-Inzidenz ist auf 100,00 gesunken. Zudem sind 2.216 Personen seit Beginn der Pandemie in Deutschland im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Update vom 20. Januar, 14:45 Uhr: An Grundschulen in Rheinland-Pfalz soll ab Anfang Februar ein Wechselunterricht mit Lernen daheim und in der Schule ermöglicht werden. Die Präsenzpflicht bleibe aber bis Mitte Februar weiter aufgehoben, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch in Mainz.  An den weiterführenden Schulen wird es nach Angaben von Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) aufgrund der bundesweiten Beschlüsse vom Dienstagabend bis Mitte Februar beim Fernunterricht bleiben. Mit Blick auf die nächste Runde der Bund-Länder-Beratungen sagte Hubig, sie wünsche sich, danach auch mit den 5. und weiteren Klassen in den Wechselunterricht zu gehen.  „Damit Kinder nicht zu den Verlierern der Krise werden“, werde

Rheinland-Pfalz will die Hilfen für Schülerinnen und Schüler ausbauen, sagte Dreyer. Neben verstärkten Nachhilfe-Angeboten mit jungen Studierenden nannte Hubig dabei eine Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen für 1.700 Kurse ab Anfang März in Deutsch und Mathematik für Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf.

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockdown verlängert – die neuen Regeln im Überblick

Update vom 19. Januar, 23:15 Uhr: Bund und Länder haben am Dienstag vereinbart, die bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis Mitte Februar zu verlängern. Bis dahin soll nach dem Beschluss des Corona-Gipfels mit den Ministerpräsidenten und Angela Merkel auch die Präsenzpflicht an den Schulen aufgehoben sein. „Es waren harte und langwierige Verhandlungen, aber wir hatten das gleiche Ziel“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Zahlen der Neuinfektionen müssen schneller und stärker sinken, nur so sind wir auch gerüstet vor dem Risiko des neuen mutierten Corona-Virus.“

Als Hauptstreitpunkte der unerwartet langen Beratungen nannte Dreyer die Verpflichtung zum Homeoffice und den weiteren Fahrplan für Schulen und Kindertagesstätten. „Wir haben am Ende ein gutes Ergebnis für Rheinland-Pfalz erreicht“, sagte Dreyer. „Mir war dabei wichtig, dass die Einschränkungen nicht in erster Linie private Kontakte betreffen und wir die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockdown verlängert – diese Regeln sollen bald gelten

Die Länderchefs und die Bundeskanzlerin vereinbarten auch, die Maskenpflicht zu verschärfen. So müssen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Normale Alltagsmasken sind dort dann nicht mehr zugelassen.  

Bund und Länder wollen außerdem einen weitgehenden Anspruch der Arbeitnehmer auf Homeoffice einführen. Künftig müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die betrieblichen Erfordernisse zulassen. Dazu soll das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen. Die Regelung ist bis zum 15. März befristet.

Update vom 19. Januar, 18:10 Uhr: Im Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden erste Einigungen getroffen. Fest steht, dass der Lockdown verlängert wird. Auch geeinigt haben sich Bund und Länder offenbar beim Thema Maskenpflicht, Pflegeheimen und Gottesdiensten. Im Anschluss an den Corona-Gipfel will Ministerpräsidentin Malu Dreyer in einer Pressekonferenz über das weitere Vorgehen in der Pandemie informieren.

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer für Lockdown-Verlängerung – bis zu diesem Tag

Die aktuell bestehenden Corona-Einschränkungen sollen aus Sicht der SPD-Länderchefs weiter verlängert werden. Einen Tag vor der Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), bei einer Besprechung habe es Einigkeit gegeben, „dass der Shutdown verlängert wird um zwei Wochen“. Somit würde nach Ansicht der Länderchefs der Lockdown noch bis Mitte Februar andauern müssen. Ursprünglich war das Ende der Maßnahmen für den 31. Januar geplant. Laut Dreyer sei es aber „genauso wichtig, dass wir mit den Zahlen weiter runterkommen wollen und müssen“.

Corona-Lockdown in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer mit klarer Ansage – „Noch ein ganzes Stück entfernt“

Laut Malu Dreyer sei die Zahl der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz zwar zuletzt zurückgegangen. „Es ist aber auch klar, dass wir noch ein ganzes Stück entfernt sind von dem, was wir erreichen wollen.“ Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz registrierten zum Wochenbeginn 471 neue Corona-Infektionen. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 85.524. Die 7-Tages-Inzidenz in Rheinland-Pfalz lag am Montag bei 106,4 und damit unter dem Wert der Vorwoche (139,3). Nach einer Häufung von Coronavirus-Infektionen in der chirurgischen Abteilung beschloss die Stadtklinik Frankenthal einen freiwilligen Aufnahmestopp. Insgesamt 1.000 Mitarbeiter und Patienten müssten jetzt zweimal getestet werden, teilte die Stadt mit.

Corona-Lockdown in Rheinland-Pfalz: SPD-Länderchefs fordern mehr Homeoffice

Laut Malu Dreyer wollen die SPD-geführten Bundeslänger beim Corona-Gipfel am morgigen Dienstag (19. Januar) darauf dringen, dass mehr Beschäftigte als bisher im Homeoffice arbeiten sollten – soweit es die Betriebsabläufe ermöglichen. „Wir wollen möglichst viele im Homeoffice, um die Mobilität einzudämmen“, sagte die Ministerpräsidentin. Homeoffice werde zurzeit nicht so intensiv in Anspruch genommen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020.

Dreyer nannte dabei die Möglichkeit einer Verordnung des Arbeitsministeriums, damit „klar gemacht wird“, dass Homeoffice stattfinden solle, wenn die betrieblichen Vorgänge dies ermöglichten. Eine allgemeine Homeoffice-Pflicht lehnt Dreyer aber ab – und wird dabei von den Unternehmerverbänden in Rheinland-Pfalz bekräftigt. Ansteckungen seien vornehmlich dem privaten Umfeld zuzuordnen, erklärte der Präsident des Dachverbands LVU, Gerhard Braun. „Forderungen nach einer solchen Verpflichtung haben einen symbolpolitischen Charakter.“

Bei der Corona-Konferenz mit der Bundeskanzlerin werden am Mittwoch neben dem Thema Homeoffice noch weitere Verschärfungen diskutiert – zum Beispiel eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Ausgangssperren und neue Kontaktbeschränkungen.

Corona-Lockdown in Rheinland-Pfalz: Dreyer fordert „verbindliche Zusagen“ bei Impfstoff-Lieferungen

Malu Dreyer sprach sich auch dafür aus, die genetischen Analysen nach positiven Corona-Tests auszuweiten, um Klarheit über die Ausbreitung von mutierten Viren zu erhalten. Zum Impfen forderte sie verbindliche Zusagen des Bundes über die Größe der Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen. Ansonsten sei keine Impfplanung möglich. Seit Beginn der Impfungen in Rheinland-Pfalz am 27. Dezember wurden 83.731 Menschen im Land geimpft

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte die bei der jüngsten Verschärfung der Corona-Maßnahmen eingeführte 15-Kilometer-Regel. Demnach dürfen sich die Bewohner in Gebieten mit einer hohen Zahl von Infektionen bezogen auf die Einwohnerzahl für Ausflüge nicht weiter als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Einen eingeschränkten Bewegungsradius gibt es aktuell zum Beispiel in der Stadt Worms. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Cole/dpa

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