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Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz-Explosion! Diese Städte sind Virus-Hotspots

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Von: Peter Kiefer

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Corona in Rheinland-Pfalz – Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie in RLP sowie die Top 5 der regional höchsten Inzidenzen im aktuellen News-Ticker:

Update vom 9. Januar, 17:25 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz steigt weiter rasant an. Das Landesuntersuchungsamt hat am Sonntag den Wert der 7-Tage-Inzidenz mit 315,5 beziffert – das sind 66,3 Punkte mehr als am Freitag (7. Januar). Demgegenüber ist ein weiterer wichtiger Schwellenwert zurückgegangen: Die Hospitalisierungsinzidenz in Rheinland-Pfalz beträgt nunmehr 2,88. Dieser Wert beschreibt die Krankenhaus-Neuaufnahmen von Covid-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Doch Gesundheitsexperten warnen vor Fehlschlüssen, denn der Wert fällt wegen verspäteter Meldungen immer zu niedrig aus. Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen wird zeitverzögert mit einer erhöhten Anzahl an schwer erkrankten Covid-Patienten gerechnet.  

Zu Wochenbeginn hat Rheinland-Pfalz 1.320 Verdachtsfälle und 102 bestätigte Omikron-Fälle gemeldet. Am Montag (3. Januar) vor einer Woche waren es noch 31 bestätigte Fälle und 274 Verdachtsfälle. Die Infektionszahlen Omikron-Variante werden einmal pro Woche veröffentlicht.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz wies am Samstag die Stadt Kaiserslautern mit 628,1 auf. Den niedrigsten Wert hatte der Kreis Birkenfeld mit 226,4.

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Kaiserslautern628,1
LK Kaiserslautern585,0
SK Mainz503,4
LK Cochem-Zell432,0
SK Trier375,7

Corona in RLP: Dreyer für bundesweite 2G-plus-Regel in der Gastronomie

Update vom 7. Januar, 07:25 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hält 2G plus in der Gastronomie für sinnvoll. „In Rheinland-Pfalz gilt in der Gastronomie 2G plus. Das könnte ich mir gut für ganz Deutschland vorstellen“, sagte die SPD-Politikerin vor den am heutigen Freitag stattfindenden Gesprächen zwischen Bund und Ländern der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es komme zudem darauf an, sicherzustellen, dass Polizei, Feuerwehr, Ärztinnen und Pfleger, Gas-, Wasser- und Stromversorgung arbeitsfähig blieben – auch wenn viele sich infizieren oder Kontaktpersonen von Infizierten seien, so Dreyer.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. © Oliver Berg/dpa/Archivbild

„Rheinland-Pfalz hat nicht nur die niedrigsten Infektionszahlen, wir haben auch sehr strikte Kontaktbeschränkungen“, betonte die Regierungschefin. In der Debatte über die Impfpflicht sei es wichtig, dass sich der Bundestag bald damit befasse. „Es gibt noch offene Fragen, daher ist es wichtig, dass sich der Bundestag zeitnah damit befassen wird.“ Die Regierungschefs der Länder und Kanzler Scholz beraten heute über die aktuelle Corona-Situation und weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Im Anschluss will Dreyer am Abend über die Ergebnisse der Beratungen und die Situation in Rheinland-Pfalz berichten. (dpa/mko)

Corona in RLP: Hohe Impfbereitschaft in Pflegeeinrichtungen

Update vom 6. Januar, 11:45 Uhr: In den rheinland-pfälzischen Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe gibt es sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Mitarbeitenden eine hohe Impfbereitschaft. Wie das Sozialministerium in Mainz am Donnerstag mitteilt, hatten zum Stichtag 24. Dezember rund 93 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner und 88 Prozent des Personals in der Regel den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze erhalten. Damit liege Rheinland-Pfalz deutlich über dem bundesweiten Schnitt. Die Werte hätten sich vermutlich in den vergangenen Tagen noch einmal verbessert. Die Daten zum Impfstatus werden alle zwei Wochen abgefragt.

Von den insgesamt rund 33.000 Bewohnern mit Impfgrundschutz in den 458 Einrichtungen, die Zahlen gemeldet haben, hatten mehr als 60 Prozent bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Beim Personal lag dieser Wert bei gut 60 Prozent. Auch hierbei ging das Ministerium davon aus, dass sich die Zahlen seit dem Stichtag weiter vergrößert haben. „Eine deutliche Mehrheit der Mitarbeitenden ist sich der Verantwortung bewusst, hochbetagte Menschen zu schützen, um die sie sich jeden Tag kümmern“, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD). „Nach wie vor kommt es auf jede Impfung an, weshalb es unser Ziel ist, die Quote bei den Booster-Impfungen von Tag zu Tag zu erhöhen.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Kaiserslautern480,6
LK Kaiserslautern474,0
SK Mainz444,4
LK Cochem-Zell329,7
SK Landau327,7

Corona in RLP: Inzidenz deutlich gestiegen – Omikron auf dem Vormarsch

Update vom 5. Januar, 8:21 Uhr: Die Gesundheitsämter erfassten innerhalb von 24 Stunden 2.640 neue Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2. Demnach ist aktuell bei 23.106 Menschen in Rheinland-Pfalz eine Corona-Infektion nachgewiesen. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit der Virusvariante Omikron stieg innerhalb eines Tages von 102 auf 123. Von den Laboruntersuchungen, bei denen die Variante ermittelt wurde, entfielen nach Angaben des Landesuntersuchungsamts 46,6 Prozent auf Omikron und 53,4 Prozent auf die bisher dominierende Variante Delta. Die Hospitalisierungsinzidenz blieb unverändert bei 2,42 Krankenhaus-Neuaufnahmen von Covid-Patienten pro 100 . Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Covid-Patienten stieg um 12 auf 4.671.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Kaiserslautern426,4
LK Kaiserslautern378,1
SK Mainz320,6
LK Germersheim244,9
SK Landau244,2

Corona in RLP: Abi startet – Kritik an Maskenpflicht während Prüfungen

Update vom 4. Januar, 8:23 Uhr: Für Tausende von jungen Menschen in Rheinland-Pfalz beginnt das neue Jahr mit dem entscheidenden Schritt zum Schulabschluss - zum zweiten Mal unter Coronabedingungen. Für die schriftlichen Abiturprüfungen ab Mittwoch gelten strenge Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen, wie eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Montag mitteilt. Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen vorab ein negativesTestergebnis vorlegen. Auch geimpfte und genesene Jugendliche können an den Tests teilnehmen.

Zudem gilt während der Prüfung Maskenpflicht - mit der Möglichkeit, auch Maskenpausen einzulegen. Mehrere Stunden eine Maske tragen zu müssen, erschwere die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit massiv, kritisiert Estella McColgan vom Vorstand der Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV). Dies wäre „ein weiterer großer Nachteil, den dieser Jahrgang nun hätte“. Bei verpflichtenden Tests für alle und Abstand könnte für die Abiturprüfungen auf eine Maske verzichtet werden, fügt LSV-Vorstandsmitglied Colin Haubrich hinzu. Dies habe auch im vergangenen Jahr funktioniert. In diesem Jahr stehen die Abiturprüfungen für insgesamt etwa 16.500 Jugenliche an allgemein- und berufsbildenden Schulen an.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Kaiserslautern395,3
LK Kaiserslautern289,7
SK Mainz263,9
LK Germersheim231,0
LK Südliche Weinstraße215,7

Corona in RLP: Schulferien vorbei – diese Regeln müssen Schüler und Lehrer kennen

Update vom 3. Januar, 08:16 Uhr: In Rheinland-Pfalz geht die Schule wieder los. Wie vor den Weihnachtsferien müssen die Schüler mit Maske in den Unterricht, außerdem müssen sich alle nicht geimpften oder genesenen Kinder zweimal in der Woche testen. Bei einem positiven Ergebnis wird eine Klasse an fünf Tagen hintereinander getestet.

Corona in RLP: Wirtschaft geht mit Sorgen ins neue Jahr – „Problematisch wird es…“

Update vom 2. Januar, 10:20 Uhr: Viele Unternehmen in Rheinland-Pfalz sind trotz Corona-Krise, Lieferketten-Problemen und Fachkräftemangels nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern gut durch das vergangene Jahr gekommen. „Die Wirtschaft hat die Schwierigkeiten besser weggesteckt, als man das erwarten konnte, aber nicht so gut, wie einige Experten es prognostiziert hatten“, sagt der Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, der Deutschen Presse-Agentur. „Problematisch wird es im nächsten Jahr, wenn der Schwung nachlässt und die Preiserhöhungen in voller Stärke bei den Verbrauchern ankommen.“

Sorgen macht der IHK auch die außenwirtschaftliche Entwicklung. Das Auslandsgeschäft der exportorientierten rheinland-pfälzischen Wirtschaft sei wegen der Corona-Pandemie mit großen Fragezeichen versehen, erklärte Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen. So hätten viele Unternehmen Schwierigkeiten, Mitarbeiter für Reisen zu Kunden nach Übersee zu motivieren. „Die müssen dann oft lange Quarantänezeiten auf sich nehmen oder fallen aus allen Wolken, wenn sie sehen, wie lax an ihrem Zielort selbst einfache Hygieneregeln wie Maskentragen gehandhabt werden“, berichtet Jertz.

Corona in Rheinland-Pfalz: Booster-Impfungen für Kinder und Jugendliche

Erstmeldung vom 31. Dezember, 8:48 Uhr: Spätestens ab Mitte nächster Woche können sich in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren für eine Corona-Auffrischungsimpfung anmelden. Voraussetzung ist, dass der Abstand zur vollständigen Impfserie mindestens drei Monate beträgt, wie Minister Clemens Hoch (SPD) am Donnerstag (30. Dezember) mitgeteilt hat. Registrierungen sind über das Impfportal www.impftermin.rlp.de oder die Hotline 0800/5758100 möglich.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD).
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). © Andreas Arnold/dpa

„Mit der Klarstellung des Bundes in der Haftungsfrage haben sich einige Länder bereits für eine Auffrischungsimpfung ab zwölf Jahren ausgesprochen“, erklärte Hoch. „Auch wir sind derzeit in den Vorbereitungen, eine Registrierung über unser Impfportal zu ermöglichen.“ Mit der Entscheidung, Auffrischungsimpfungen auch Minderjährigen ab zwölf Jahren zu ermöglichen, komme die Landesregierung dem Wunsch vieler Eltern nach, ihre Kinder durch eine Auffrischung der Grundimmunisierung vor einer Corona-Infektion mit schwerem Verlauf zu schützen. Diese Auffrischung sei mit Blick auf die aktuelle Pandemie-Entwicklung und neue Virusvarianten ein wichtiger Schritt für alle Rheinland-Pfälzer.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Kaiserslautern347,2
LK Kaiserslautern257,7
LK Germersheim249,6
SK Neustadt/Weinstraße191,3
SK Mainz185,6

Corona in RLP: Polizei und Ordnungsämter rüsten sich für Silvesternacht

Erstmeldung vom 30. Dezember, 9:08 Uhr: Polizei und Ordnungsämter in Rheinland-Pfalz bereiten sich auf die Silvesternacht vor, die Behörden haben vielerorts verstärkte Kontrollen angekündigt. In Mainz werde etwa auf allen Dienststellen die maximale Anzahl an Einsatzkräften der Nachtdienste vor Ort sein. Gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei und Diensthundeführern werde man das Ordnungsamt bei der Kontrolle der Corona-Regelungen unterstützen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Es gilt zudem für weite Teile der Altstadt ein gesetzliches Abbrennverbot von Feuerwerk. Welche Regeln in RLP gelten, kannst Du hier nachlesen.

Silvester - Koblenz
Feiernde in der Silvester-Nacht am Deutschen Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. (Archivfoto) © Thomas Frey

In Koblenz sei keine Silvester-Sonderregelung wie etwa ein Extra-Feuerwerk-Verbot nötig, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Auch hier werde das Ordnungsamt verstärkt Kontrollen durchführen. Das gleiche Bild ergibt sich in Ludwigshafen, wo es ebenfalls keine extra Böllerverbotszonen gibt. „Wir haben nicht den klassischen Platz, wo sich alle treffen“, erklärte ein Sprecher der Stadt. Er habe wenig Sorgen in Bezug auf den Silvesterabend: „Das Feuerwerksverkaufsverbot wird helfen, dass alles in einem überschaubaren Maß bleibt.“

In Trier sieht man sich ebenfalls gut aufgestellt für den Silvester-Einsatz, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dieses Jahr werde das Ordnungsamt zusätzlich stichprobenartige Schwerpunkt-Kontrollen beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr oder in der Gastronomie machen. Zudem wurde ein Böllerverbot für den Hauptmarkt erlassen. Über Proteste von Gegnern der Corona-Maßnahmen am Silvesterabend war den Kommunen zunächst nichts bekannt. (dpa/pek)

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