Initiative mit Maus-Mobil on Tour

Ärzte fordern: „Sag NEIN zu Tierversuchen!“ 

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Besonders häufig werden Tierversuche an Affen durchgeführt. 

Rhein-Neckar-Kreis – Geöffnete Schädeldecke bei Affen, blutige Durchfälle, Fieber mit Schmerzen bei Hunden oder in Mini-Laborboxen eingesperrte Mäuse – sind Tierversuche wirklich nötig?   

Diese Frage stellt sich auch das Team der Initiative „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“.

Und sie haben darauf eine klare Antwort: „NEIN! Tierversuche werden oft als notwendiges Übel ‚akzeptiert'. Das Wort ‚notwendig‘ gilt es zu streichen“, erklärt Neurologe und Leiter des Maus-Mobils Christian Ott (26) am Donnerstagmittag bei einer Infomationsinitiative am Heidelberger Hauptbahnhof. 

Initiative „Ärzte gegen Tierversuche e.V“ 

Das Mausmobil ist inganz Deutschland unterwegs.

Das Maus-Mobil fährt regelmäßig durch ganz Deutschland und klärt Bürger über Tierversuche auf – auch um das Bewusstsein dafür zu stärken. 

Denn mehr als drei Millionen Tiere sterben jedes Jahr in Deutschland durch Tierversuche. Die Dunkelziffer liegt sogar bei 7,7 Millionen Tieren. Und das für ein meist ernüchternes Endergebnis: 

92 Prozent der Versuche, die an Tieren durchgeführt werden, scheitern am Menschen – die Wahrscheinlichkeit mit zwei Würfeln das gleiche Augenpaar zu treffen ist größer“, so Ott. 

Für die Erklärung gibt es einige Beispiele zu nennen: Ratten vertragen 300-mal mehr Asbest als der Mensch, bevor sie Krebs bekommen. Zudem vertragen Mäuse eine Million Mal mehr Bakterien als wir Menschen, bevor wir eine Blutvergiftung bekommen. 

Aus diesem Grund setzt sich das Team täglich dafür ein, die grausamen Laborversuche an verschiedenen Tierarten zu stoppen: „In vielen Fällen ist es mehr die wissenschaftliche Neugier, es geht nicht mehr NUR um den Menschen. Unser Ziel ist es, ein gesetzliches Verbot gegen Tierversuche zu erreichen.“ 

Wie realistisch ist so ein gesetzliches Verbot? 

Große Pharma-Konzerne haben heutzutage viele Möglichkeiten an menschlichen Zellen und Geweben zu forschen – man kann an über 100 Zellkulturen züchten. Und das ganz ohne Tiere!

Es ist wichtig, dass die zuständigen Gremien in der Politik, Rückmeldung bekommen und sehen, dass sich die Bevölkerung gegen Tierversuche einsetzt. Dann kann man etwas erreichen“, betont Ott. 

Dafür werden auch an diesem Tag Unterschriften der Bürger gesammelt. Im Gespräch fällt uns ein Flyer ins Auge...

Darauf ist ein süßer Beagle abgebildet – Versuche an Hunden! Spätestens jetzt läuft uns ein kalter Schauer über den Rücken. 

Pharmaunternehmen müssen meist zwei Studien durchführen – an einem Nagetier wie zum Beispiel Mäusen und einem Säugetier. Dafür eignet sich leider die Hunderasse Beagle gut“, erklärt der Neurologe. 

Unglaublich: Diese barbarischen Versuche an Hunden und auch Katzen werden von Steuergeldern finanziert.

Die Entscheidung liegt bei den Unternehmen und der Politik:

Pharmaunternehmen versuchen bereits teilweise mit tierversuchsfreien Methoden zu forschen. Doch der Druck der oberen Gremien ist hoch. Sie sind gesetzlich gezwungen, Tierversuche durchzuführen um schnellstmögliche Ergebnisse zu erziehlen. 

Auch Dieter (47) und Ines S. (53), ehrenamliche Mitarbeiter der Initiative „ARIWA – Animal Rights watch“, unterstützen am Donnerstag die „Ärzte gegen Tierversuche“. 

Der Stand der Initiative „ARIWA – Animal Rights watch“

Uns geht es um die Rechte der Tiere. Doch wir setzen uns mehr für eine vegane Lebensweise ein. Denn: Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren – nur von toten“, so Ines S.  

Bei den beiden hat es irgendwann ‚Klick‘ gemacht – seitdem sind sie überzeugte Veganer. Und es fällt ihnen nicht schwer: „Anfangs dachten wir, wir müssten uns einschränken, doch man entwickelt ein neues Bewusstsein für Ernährung und entdeckt eine große Vielfalt.“ 

Gemeinsam wollen sie gegen die große Fleischlobby ein Zeichen setzen und die Bürger für ein veganes Leben begeistern. 

Auch in Mannheim gab es eine Wischmopp-Aktion für Tierversuchsfreie Haushaltsmittel.

----> Wischmopp-Aktion: Putzen ohne Tierleid 

nis

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