Bei Anruf Betrug

Falsche ‚Microsoft‘-Mitarbeiter knöpfen Senioren Geld ab

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Falsche ‚Microsoft‘-Mitarbeiter rufen bei meist älteren Menschen an und gelangen Zugriff auf ihren PC. (Symbolbild)

Rhein-Neckar-Kreis - Sie geben sich als ‚Microsoft‘-Mitarbeiter aus und nehmen so ältere Menschen dreist aus. Über 100 Fälle sind bereits in der Region bekannt.

Die sogenannten „Microsoft-Support-Calls“ sind seit Jahren ein deutschlandweites Phänomen. Auch in der Metropolregion treten „falsche“ Microsoft-Mitarbeiter regelmäßig in Erscheinung.

Über 100 Fälle solcher Anrufe „falscher“ ‚Microsoft‘-Mitarbeiter registriert das Polizeipräsidium Mannheim bislang 2017 in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis.

Erst am 30. August fällt eine 42-Jährige auf die Betrugsmasche der Abzocker herein!

Seit Anfang Oktober häufen sich in der Metropolregion nun wieder diese Anrufe, wobei sich hier die Schwerpunkte Mannheim und Heidelberg herauskristallisieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Die Masche ist dabei immer die gleiche: Unbekannte rufen von Callcentern, meist aus dem asiatischen Raum bei häufig älteren Menschen an und überreden sie, in englischer, aber auch in guter deutscher Sprache, durch geschickte Gesprächsführung dazu, diverse Aktionen am Computer durchzuführen.

Hierdurch erlangen die Täter Fernzugriffe auf die PC-Systeme der Opfer. Durch nachfolgende Finanztransaktionen von Opferkonten auf die Konten der Täter oder deren Hintermänner entstehen hohe finanzielle Schäden.

Derzeit bestehen mehrere Verfahren gegen eine indische Tätergruppierung aus Kalkutta bei niedersächsischen Ermittlungsbehörden, die in der hiesigen Region ihren Ausgang nahmen.

Mit erneutem Auftreten falscher ‚Microsoft‘-Mitarbeiter muss allerdings weiter gerechnet werden. 

Die Polizei rät deshalb auch bei zukünftigen Fällen:

- ‚Microsoft‘ führt solche Anrufe nicht durch. Nicht auf Anrufe von angeblichen ‚Microsoft‘-Mitarbeitern eingehen und sofort auflegen. Auch nicht auf die Frage, „Do you speak English“ mit „Yes!“ antworten.

- Auf keinen Fall persönliche Daten oder Zahlungsdaten wie PINs oder TANs an die Anrufer herausgeben.

- Keine Software installieren oder installieren lassen.

- Telefonnummer und Zeitpunkt der Anrufe notieren.

- Sofort die Polizei informieren.

Sachdienliche Hinweise nehmen auch weiterhin die für den jeweiligen Wohnort der Opfer zuständigen Polizeidienststellen, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

jab/pol

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