Auch in Mannheim

Warnstreiks in Metallindustrie gehen los

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Die IG Metall Mannheim ruft bei der Daimler-Tochter EvoBus im Mercedes-Benz-Werk Mannheim zu Warnstreiks auf. (Symbolbild)

Rastatt/Stuttgart/Mannheim – In der Nacht zum Freitag haben die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Auch in Mannheim haben die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt: 

In Baden-Württemberg haben nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zum Freitag Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Vor dem Mercedes-Benz-Werk Rastatt rief IG-Metall-Landesbezirksleiter Roman Zitzelsberger bei einer Kundgebung die Nachtschicht dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Mit Trillerpfeifen und Tröten machen die Werksbeschäftigten ihrem Unmut Luft. Auch bei Kolbenschmidt in Neckarsulm forderte die Gewerkschaft die Nachtschicht zu Warnstreiks auf.

Die IG Metall rief bundesweit zu Warnstreiks auf. Im Südwesten rechnet die Gewerkschaft schon am Freitag mit mehr als 40.000 Teilnehmern aus mehr als 150 Betrieben. So haben die Beschäftigten unter anderem bei Aesculap in Tuttlingen und Mahle in Stuttgart die Arbeit niedergelegt. 

Die IG Metall Mannheim ruft außerdem bei der Daimler-Tochter EvoBus im Mercedes-Benz-Werk Mannheim zu Warnstreiks auf. 

Daneben gibt es Kundgebungen und Aktionen bei Bosch in Reutlingen und Wernau sowie bei den ThyssenKrupp Aufzugswerken in Neuhausen. Bis in die zweite Maiwoche seien Warnstreiks geplant, sagt Zitzelsberger. Die Verhandlungen würden voraussichtlich am 11. Mai fortgesetzt.

Um Mitternacht war die Friedenspflicht ausgelaufen, nachdem die Tarifparteien in der dritten Verhandlungsrunde für die 800.000 Beschäftigten ohne Einigung auseinander gegangen waren. 

Die Arbeitgeber hatten ein „alternatives Angebot“ vorgelegt, das die Gewerkschaft ablehnt hat. „Zu wenig bleibt zu wenig und wird auch nicht mehr, wenn man es neu verpackt“, sagte Landesbezirksleiter Roman Zitzelsberger nach den Verhandlungen.

Die Gewerkschaft hatte eine Einkommenssteigerung von fünf Prozent gefordert. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Gesprächsrunde ein anderes Angebot vorgelegt: Ab April sollte es danach eine Entgeltsteigerung in zwei Stufen geben, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summieren. Hinzu komme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate.

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