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Nach Messerattacke in Ludwigshafen ‒ Polizei zu Gerüchten über Flucht des Täters

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Von: Florian Römer

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Ludwigshafen - Nach der brutalen Messerattacke in Oggersheim sorgen Gerüchte für Verunsicherung bei der Bevölkerung. Die Polizei stellt klar: Der Tatverdächtige ist nicht auf freiem Fuß.

Die schreckliche Bluttat am Dienstag (18. Oktober) in Ludwigshafen sorgt bei vielen Bürgern für Verunsicherung. Verstärkt werden die Sorgen der Bevölkerung durch haltlose Gerüchte, die am Freitag (21. Oktober) die Runde machen. Wie die Polizei mitteilt, sind vermehrt Anrufe besorgter Bürger eingegangen. Sie wollen gehört haben, der Tatverdächtige der tödlichen Messerattacke im Stadtteil Oggersheim sei aus dem Krankenhaus geflüchtet.

Polizei in Ludwigshafen stellt klar: Tatverdächtiger nach tödlicher Messerattacke nicht frei

„Die Polizei stellt hiermit klar, dass dies nicht der Fall ist!“, erklärt das Polizeipräsidium Rheinpfalz in einer Mitteilung am Samstagmorgen (22. Oktober). Besorgte Bürger können beruhigt sein: Gerüchte, nach denen der Tatverdächtige auf freiem Fuß oder aus dem Krankenhaus geflüchtet sei, sind unwahr. Der 25-Jährige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Am Dienstag hatte der Mann in der Philipp-Scheidemann-Straße unvermittelt einen 20 Jahre alten Mann und dessen 35-jährigen Malerkollegen mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser attackiert. Beide Männer starben noch am Tatort. Anschließend trennte der Tatverdächtige einem der beiden Opfer den Unterarm ab und warf ihn auf den Balkon seiner Ex-Freundin, die in der Nähe wohnt. Nach LUDWIGSHAFEN24-Recherchen war der Tatverdächtige polizeibekannt. Erst kürzlich sei ein Kontaktverbot ausgesprochen worden, weil er seine Ex gestalkt hatte.

Ermittlungen zu tödlicher Messerattacke laufen

Nach der Tat ist der 25-jährige Somalier zunächst in eine Bäckerei, dann in eine Rossmann-Filiale in der Comeniusstraße gelaufen. Dort attackierte er einen 27-Jährigen und verletzte ihn schwer. Die hinzugerufene Polizei konnte den Tatverdächtigen im hinteren Bereich des Drogeriemarkts stellen. Die Beamten gaben vier Schüsse ab und nahmen den Mann fest. Seither liegt der Mann in unter Polizeibewachung einem Krankenhaus.

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Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Einen terroristischen Hintergrund schließen die Ermittler nach derzeitigem Kenntnisstand aus.

Großes Polizeiaufgebot an einem der Tatorte in Ludwigshafen-Oggersheim, wo ein Mann am 18. Oktober zwei Menschen getötet hat.
Großes Polizeiaufgebot an einem der Tatorte in Ludwigshafen-Oggersheim, wo ein Mann am 18. Oktober zwei Menschen getötet hat. © Frank Rumpenhorst/picture alliance/dpa

Nach Messerattacke in Oggersheim: Trauermarsch am Sonntag

Ludwigshafen steht nach der Bluttat unter Schock. An allen Dienstgebäuden und Schulen der Stadt weht Trauerbeflaggung. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) legte am Freitag neben in der Philipp-Scheidemann-Straße zwei Trauerkränze ab. Am Sonntag (23. November) wird es um 12:20 Uhr einen Trauerzug zu den beiden Tatorten geben.

An jedem Tatort soll eine Gedenkminute eingelegt werden. Laut Polizei wurde der privat organisierte Trauermarsch angemeldet. Man rechne mit rund 1.000 Teilnehmern, heißt es vom Polizeipräsidium Rheinpfalz. (rmx)

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