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Oppenau: Revision verworfen – Urteil gegen „Schwarzwald-Rambo“ rechtskräftig

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Von: Daniel Hagen

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Prozess gegen Yves R.
Das Urteil gegen Yves R. ist rechtskräftig. © Philipp von Ditfurth/dpa

Oppenau/Karlsruhe - Im Juli 2020 hält Yves R. ganz Deutschland in Atem, nachdem er mehreren Polizisten die Waffen klaut. Nach seiner Verurteilung hat der BGH die Revision abgelehnt.

Als Yves R. am 12. Juli 2020 von Polizeibeamten kontrolliert wird, eskaliert plötzlich die Situation. Die Polizisten aus Oppenau im Schwarzwald sind gerufen worden, weil sich ein Mann mit Pfeil und Bogen, Messer sowie Pistole bewaffnet illegal in einer Hütte aufgehalten hat. Während des Gesprächs nimmt der polizeibekannte Angreifer plötzlich einen Beamten als Geisel und fordert die Schusswaffen der Kollegen. Mit diesen flieht 31-Jährige in den Wald, in dem er als Aussteiger lebt. Mehrere Tage lang befindet sich der von den Medien als „Schwarzwald-Rambo“ bezeichnete Yves R. auf der Flucht, bis er am 17. Juli geschnappt werden kann.

Oppenau: Revision nach Urteil gegen Yves R.

Daraufhin beginnt ein Prozess am Landgericht Offenburg. Dem 31-Jährigen werden Geiselnahme, mehrere Waffendelikte sowie gefährliche Körperverletzung und weitere Delikten zum Nachteil von Polizeibeamten vorgeworfen. So hat er bei seiner Verhaftung einen Polizisten mit einer Axt am Fuß verletzt. Für all das wird Yves R. im Februar 2021 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt! Ein Psychiater hat dem „Waldläufer von Oppenau“ eine zumindest teilweise verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Sein Verteidiger bestreitet beim Prozess die vorgeworfene Geiselnahme und fordert daher eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.

Urteil gegen „Waldläufer von Oppenau“ rechtskräftig

Der Anwalt von Yves R. legt nach dem Urteil Revision ein. Der Fall landet daher vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wo am Dienstag (19. Oktober) eine Entscheidung verkündet wird. „Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Das Verfahren ist damit rechtskräftig abgeschlossen“, heißt es in einem Schreiben. Damit bleibt es bei der Strafe von drei Jahren Haft. Erst vor wenigen Tagen hat der BGH auch die Revision eines anderen Verurteilten verworfen. Der Mann ist für eine gewaltige Explosion bei der BASF in Ludwigshafen verantwortlich gewesen. (pm/dh)

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