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Weniger Busse und Bahnen im Einsatz – Plan der rnv zeigt Wirkung

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Kaum (gesundes) Personal, kaum Ersatzteile für Reparaturen – angespannte Lage bei Verkehrs-Riese rnv. Doch jetzt zeigt die Fahrplanreduzierung erste Wirkung:

Der aufgrund der angespannten Personal- und Ersatzteilsituation deutlich eingedampfte Fahrplan bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) zeigt erste Wirkung, wie Verkehrs-Riese mit Sitz in Mannheim jetzt in einem Statement mitgeteilt hat.

rnv reduziert Fahrplan für Busse und Bahnen – mit diesen Folgen

Die seit 24. Oktober auf einigen Buslinien sowie seit 7. November auf einigen Stadtbahnlinien geltende Fahrplanreduzierung hat dafür gesorgt, dass die Zahl der Fahrtausfälle bereits deutlich zurückgegangen ist. Auch die aufgrund von Material- und Lieferengpässen angespannte Situation in den Werkstätten hat sich bereits durch Teillieferungen der dringend benötigten Ersatzteile gebessert. 

Durch den für die rnv schweren Schritt der Reduzierung hat der Fahrplan die notwendige Stabilität zurückerhalten, um den Fahrgästen ein verlässliches Angebot zu bieten. Mit dieser positiven ersten Bilanz eröffnet sich dem Verkehrsbetrieb die Perspektive, bereits früh im neuen Jahr die derzeit reduziert bedienten Linien wieder teilweise oder voll aufzustocken. Dennoch wird die Situation fortwährend neu bewertet, um das Angebot nachhaltig und nicht zu früh wieder hochzufahren.

Branchenweit innovative Personalgewinnung bei rnv in Mannheim

Um erfahrenes Personal in diesem kritischen Moment zurückzugewinnen, wurden bei der rnv bereits die Regelungen zur Altersgrenze angepasst: Diese wurde im Fahrdienst, in der Betriebszentrale sowie den Werkstätten bis zum 31. Dezember 2023 über das 67. Lebensjahr hinaus verlängert. Zusätzlich wird ehemaligen Fahrern, die bereits in Rente sind, eine Möglichkeit angeboten, für die rnv als sogenannte Einsatzfahrer weiterhin tätig zu sein.

Zudem stellt die rnv weiterhin intensiv neues Personal ein. Mehrere Jahre in Folge wurde trotz einer sehr schwierigen Situation am Arbeitsmarkt jedes Jahr eine Rekordzahl an Neueinstellungen erreicht. Allein im Jahr 2022 wurden 223 Menschen eingestellt und damit so viele wie nie zuvor.

Mit den Maßnahmen zur Personalgewinnung, wie beispielsweise dem „Mannheimer Modell“ zur Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt oder Straßenbahnkursen für Studierende, werden branchenweit Standards gesetzt. Auch aktuell setzt die rnv auf eine große Anwerbekampagne für angehende Stadtbahnfahrerinnen und Busfahrer.

Positive Signale auf den Mannheimer Baustellen

Weitere Entspannung in der aktuellen Ausnahmesituation deuten auch die Fortschritte bei den Mannheimer Baumaßnahmen der rnv an, deren Abschluss den Stadtbahnbetrieb erwartbar weiter stabilisieren wird. So fahren bereits seit 26. November die Bahnen wieder zwischen Paradeplatz und Rheinstraße, allerdings noch ohne Halt an der im Umbau befindlichen Haltestelle Rathaus/rem. Diese wird voraussichtlich ab Ende Januar 2023 nach Abschluss der Bauarbeiten wieder bedient.

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Darüber hinaus kann die Mannheimer Kurpfalzbrücke Ende 2022 nach einigen Verzögerungen im Bauablauf wieder für die Stadtbahnen freigegeben werden, was eine komplexe Umleitungssituation im Herzen Mannheims auflöst. Unterdessen kritisiert der VRN die Einführung des 49-Euro-Tickets und erhöht die Fahrpreise. (pek mit PM)

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