Mediziner schuldig gesprochen

Lebenslange Haft für Horror-Vater aus Mörlenbach: Er ermordete seine Kinder mit Hammer und Messer!

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Bestatter bringen in Mörlenbach die toten Kinder in einen Leichenwagen.

Mörlenbach - Der Fall schockierte die ganze Region: Ein Mediziner tötete auf brutale Art und Weise seine eigenen Kinder. Jetzt ist das Urteil gegen den 59-Jährigen und seine Frau gefallen. 

Wegen Mordes an seinen beiden Kindern ist ein Vater aus Mörlenbach am Mittwoch (19. Juni) vor dem Landgericht Darmstadt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen die mitangeklagte Mutter urteilte die Kammer wegen Beihilfe an der grausigen Tat auf zwölf Jahre Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 59-jährige seinen 13 Jahre alten Sohn und die 10 Jahre alte Tochter im vergangenen August in ihrem Elternhaus in Mörlenbach erschlagen, erstochen und anschließend die Betten mit den Leichen angezündet hat. 

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Mörlenbach: Lebenslange Haft für Mediziner – Kinder mit Hammer und Messer ermordet

Bei dem Vater, einem Mediziner aus Mörlenbach, wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausschließt. Die Verurteilten sind Deutsche. „Es war der Wille, die Kinder zu töten", sagt der Vorsitzende Richter Volker Wagner am Mittwoch vor dem Landgericht. Gründe seien die Ausweglosigkeit nach einem Insolvenzverfahren und der drohenden Räumung des zwangsversteigerten Hauses in Mörlenbach. Allerdings hätten dafür die Kinder nichts gekonnt. 

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Die Horror-Tat in Mörlenbach am 31. August 2018

In der Nacht zum 31. August wurden das Mädchen und der Junge in Mörlenbach erschlagen und erstochen. Danach sollen die Eltern, beide Zahnärzte, Feuer im Haus gelegt und erfolglos versucht haben, sich mit Autoabgasen selbst zu töten. Die Feuerwehr konnte die Angeklagten retten. Die Familie hätte am Vormittag des 31. August ihr wegen der Insolvenz zwangsversteigertes Haus in Mörlenbach räumen müssen. 

Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Angeklagten aus Mörlenbach eine lebenslange Haft wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen gefordert. Der Verteidiger der Ehefrau plädierte auf Freispruch. Sie behauptete in dem Verfahren,ihr Mann habe die Kinder getötet, als sie kurz aus dem Haus war. Der Anwalt des Vaters forderte eine mehrjährige Haftstrafe, ohne ein genaues Strafmaß zu nennen. Er wertete die Tat als Mord, weil der geständige Angeklagte die schlafenden Kinder erschlagen und erstochen hat. Sein Mandant sei allerdings vermindert schuldfähig gewesen, weil er zuvor Schlaftabletten genommen habe. Dieser Auffassung folgten die Richter nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte Revision an. 

dpa/kab

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