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Miramar in Weinheim: Horror im Spaßbad! Frau (43) in Looping-Rutsche gefangen

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Von: Daniel Hagen

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Weinheim - Eine Besucherin erlebt im Miramar einen wahren Albtraum, als sie in einer Rutsche festsitzt. Mindestens eine Stunde vergeht bis zu ihrer Rettung.

Update vom 18. November, 18:30 Uhr:  „Wir bedauern den Vorfall sehr. Das Wohl unserer Gäste steht im Miramar über Allem. Wir wünschen der Dame eine baldige Genesung und stehen für einen Kontakt und Unterstützung gerne bereit“, betont Miramar-Geschäftsführer Marcus Steinhart in einer Meldung. Ein Berater des Unternehmens macht zudem klar, dass die 43-Jährige zu keinem Zeitpunkt festgesteckt habe oder „gefangen“ gewesen sei, wie es teilweise in den Medien geschrieben worden ist. Die Frau hätte sich, wie bereits erwähnt, durch eine Luke befreien können.

Das Freizeitbad Miramar in Weinheim. (Archivbild)
Im Miramar ist eine Frau in einer Rutsche festgesessen. (Archivbild) © HEIDELBERG24/Christian Hofmann

Pro Jahr würden etwa 1.500 bis 2.000 Personen die Rutsche nicht bis ganz runter ins Wasser schaffen und anschließend über eine Luke nach draußen gelangen – ohne Verletzungen. Die „Hurrican Loop“ werden regelmäßig extern überprüft, zuletzt erst am 8. September. Besonders bedauerlich sind an diesem Vorfall zwei Dinge gewesen. Zum einen, dass die 43-Jährige aus bislang unbekanntem Grund nicht selbst aus der Rutsche herausgefunden hat. Zum anderen, dass der zuständige Mitarbeiter sich nicht an die Vorschriften gehalten hat, die Frau über eine der Luken herauszuholen. Dafür sei die Person bereits abgemahnt und beurlaubt worden! Er werde an der Rutsche nicht mehr eingesetzt.

Miramar: Horror im Schwimmbad – Frau sitzt über eine Stunde in Rutsche fest

Erstmeldung vom 17. November: Erlebnisbäder sind meist ein Ort des Spaßes oder der Entspannung. Eine völlig andere Erfahrungen hat nun aber eine Besucherin des Miramar in Weinheim machen müssen. Anfang letzter Woche sitzt sie in einer Rutsche fest und muss eine gefühlte Ewigkeit auf ihre Rettung warten. Normalerweise dauert das Erlebnis in der Looping-Rutsche „Hurrican-Loop“ nur etwa 30 Sekunden – die 43-Jährige soll aber nach verschiedenen Medienberichten zwischen 60 und 80 Minuten in der Röhre verbracht haben! Nun ermittelt auch die Polizei.

NameMIRAMAR Erlebnisbad, Salz & Kristall Therme und Saunaparadies
AdresseWaidallee 100, 69469 Weinheim
Eröffnet26. Oktober 1973

Miramar: Besucherin sitzt in „Hurrican Loop“ fest – und wird vergessen

„Unser Hurricane Loop ist nichts für Warm-Rutscher. Nach dem nervenaufreibenden Countdown geht’s mit Hochgeschwindigkeits-Raketenstart erstmal 16 Meter lang in freiem Fall abwärts, bevor man mit brachialem Tempo auf dem Tacho in Deutschlands ersten Rutschen-Doppel-Looping geschossen wird und nach 123 Metern Gesamtlänge im Landebecken ankommt“, heißt es in der Beschreibung auf der Internetseite des Miramar. Eine Frau, die letzte Woche an einem eher weniger gut besuchten Tag die Rutsche nutzt, bekommt das Landebecken allerdings nicht zu sehen.

Eine Rutsche
Über eine Luke können Badegäste die Rutsche verlassen. © Miramar

Wie die RNZ berichtet, bleibt die Miramar-Besucherin an einem der tieferen Punkte der Rutsche liegen und kommt nicht mehr weiter. Je nach Rutschverhalten und Körperlage könne eine solche Situation immer wieder passieren. Wie Betriebsleiter Christian Bierth dem SWR erklärt, komme es an einem gut besuchten Wochenende bis zu fünfmal zu einem solchen Vorfall. Aus diesem Grund gibt es auch Maßnahmen, um die Gesundheit der Besucher zu schützen.

Polizei ermittelt nach Rutschen-Vorfall im Miramar

Zum einen gibt es an mehreren Stellen der Rutsche gut sichtbare Klappen, an denen die Besucher aussteigen könnten. Warum die Frau an diesem Tag den Notausgang nicht benutzt hat, ist bislang noch unklar. Zum anderen wird der Innenbereich der Rutsche mit Sensoren überwacht, sodass ein Miramar-Mitarbeiter im Notfall sofort handeln kann. An dem besagten Tag hat das aber nicht geklappt. So soll der zuständige Angestellte abgelenkt gewesen sein, als die 43-Jährige festsaß. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.

Doch als sei es noch nicht schlimm genug, über eine Stunde in einer Rutsche festzusitzen, wird die 43-Jährige auch noch verletzt. Als eine weitere Frau den „Hurrican-Loop“ nutzt, krachen beide an der Tiefstelle zusammen. Nach Informationen der RNZ seien die Verletzungen der 43-Jährigen zwar „keineswegs trivial, aber nicht lebensbedrohlich.“ Immerhin kann die nachfolgende Besucherin das Martyrium der feststeckenden Frau beenden, indem sie beide durch einen der Notausgänge befreit. (dpa/dh)

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