100 Städte im Ranking

Hier schlagen Langfinger am häufigsten zu

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Heidelberg ist neben Tourismushochburg auch Langfingerhochburg.

Metropolregion Rhein-Neckar – Langfinger gibt es überall: Jetzt hat das Onlineportal billiger.de in 100 deutschen Städten genauer nachgefragt. Das Ergebnis der Untersuchung ist auch für die Region überraschend:

Im Winterschlussverkauf strömen wieder hunderttausende Shoppingfans in die Geschäfte der Innenstädte. Doch nicht nur die, auch für Ladendiebe ist diese hektische Zeit in den Läden ein wahres ‚Konsumparadies‘.

Allerdings gibt es in den verschiedenen Städten große Unterschiede. So auch in der Metropolregion Rhein-Neckar. Neben der ‚Langfingerhochburg‘ Heidelberg liegt hier auch die ‚sicherste‘ Stadt der Untersuchung: Speyer. Dort wurden 2015 ‚nur‘ 241 Ladendiebstähle je 100.000 Einwohner gezählt. Damit ist die Domstadt das ‚glückliche Schlusslicht‘ der Studie. 

Die Hochburgen und das Mittelfeld.

Ganz im Gegensatz zu Heidelberg. In der viel besuchten Touristenhochburg zählte die Polizei 2015 ganze 1.083 angezeigte Ladendiebstähle je 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen sind das 1.675, ganze 404 Ladendiebstähle mehr als 2014. Damit landet Heidelberg gleich auf Platz vier des Rankings, liegt hinter Flensburg (1.308), Saarbrücken (1.150) und Dortmund (1.139).

Heidelberg ist ‚Langfingerhochburg‘

Auch in Mannheim gab es einen zahlenmäßigen Anstieg. Die Stadt liegt mit 805 Anzeigen wegen Ladendiebstahls aber im Mittelfeld der Liste. Die Aufklärungsquote liegt hier immerhin bei 94,4 Prozent und ist damit in der Metropolregion am höchsten. 

Ludwigshafen gilt wie Speyer als „relativ sicher“. Dort wurden 2015 591 Ladendiebstähle pro 100.000 Einwohner gezählt.

Deutschlandweiter Vergleich

In ganz Deutschland gab es 2015 insgesamt 369.465 angezeigte Ladendiebstähle, fast sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. Rechnet man die Gesamtanzahl der polizeilich festgehaltenen Ladendiebstähle zusammen, heißt dieses: Tag für Tag kommt es in Deutschland zu 1.012 Einsätzen der Polizei wegen Ladendiebstählen.

Täterstruktur

Der Großteil der Tatverdächtigen (39 Prozent) ist laut der Erhebung zwischen 30 und 60 Jahre alt. Rund 57 Prozent haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Die übrigen Tatverdächtigen kommen aus verschiedenen Ländern, 24 Prozent aus Ost- und Südeuropa.

Vielfältige Objekte der Begierde

Geklaut werden laut Studie unter anderem Parfüms, Kosmetik, Spirituosen, Tabakwaren, Kleidung, aber auch scheinbar schnöde Alltagsprodukte wie Rasierklingen oder Brillen, Modeschmuck, Speicherkarten, Spielzeug, Süßigkeiten, Smartphones und Schuhe beziehungsweise Turnschuhe.

sag/billiger.de

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