Autist seit Ende Januar verschollen

Meisenheim: Nach drei Wochen Hoffnung – Vermisster Junge (13) tot in Fluss gefunden

Der vermisste Junge (13) ist tot am Flussufer des Glan in Odernheim gefunden worden. (Symbolbild) 
+
Der vermisste Junge (13) ist tot am Flussufer des Glan in Odernheim gefunden worden. (Symbolbild) 

Meisenheim - Seit seinem Verschwinden am 31. Januar fehlt von einem autistischen Jungen (13) jede Spur. Zuletzt bestand kaum noch Hoffnung – jetzt die traurige Gewissheit:

  • Meisenheim: Autistischer Junge (13) am 31. Januar aus Bodelschwingh Zentrum für Behinderte weggelaufen.
  • Polizei, Feuerwehr und DLRG stoppen Suche nach dem vermissten Jungen mit Spürhunden und Hubschrauber. (Stand: 4. Februar)
  • Suchhunde haben seine Fährte aufgenommen, aber am Flussufer des Glan verloren.
  • Am Montag (22. Februar) wird der Junge tot aufgefunden.

Update vom 23. Februar: Jetzt ist es traurige Gewissheit. Am Montagnachmittag (22. Februar) gegen 15 Uhr ist der seit 31. Januar vermisste Junge (13) aus Meisenheim bei Aufräumarbeiten am Ufer des Glan in der Gemarkung Odernheim tot im Wasser aufgefunden und geborgen worden. Der Fundort der Leiche ist rund neun Kilometer vom Ort seines Verschwindens entfernt.

Laut Polizeipräsidium Westpfalz lassen die Personenbeschreibung sowie die Gesamtumstände keinen Zweifel an der Identität des Toten. Umfangreiche Suchmaßnahmen und Ermittlungen hatten nicht zu seinem Auffinden geführt. Es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angeregt.

Vermisster Junge (13): Sorge um autistisches Kind – ist alle Hoffnung vergebens?

Update vom 5. Februar: Auch fast eine Woche nach seinem spurlosen Verschwinden gibt es kein Lebenszeichen des autistischen Jungen (13), der aus seiner Wohngruppe im Bodelschwingh Zentrum abgehauen ist. Tagelang hatten Polizei, Feuerwehren, DLRG und Bereitschaftspolizei in und um Meisenheim nach dem auffällig groß gewachsenen Jungen gesucht. Am Donnerstag waren die intensiven Suchmaßnahmen eingestellt worden.

Wir gehen leider inzwischen nicht mehr davon aus, den Jungen lebend wieder zu finden. Alles, was wir absuchen konnten, haben wir in und um Meisenheim abgesucht, hatten sogar Hubschrauber und Drohnen im Einsatz“, so ein Polizeisprecher am Freitag gegenüber LUDWIGSHAFEN24. „Den auffälligen pinkfarbenen Overall des Jungen hätte man eigentlich von oben sehen müssen.

Was wenig Hoffnung auf ein Happyend macht: Die Suchhunde haben seine Spur am Ufer des Hochwasser führenden Fluss Glan verloren, der keine 100 Meter von der Behinderteneinrichtung entfernt fließt. „Wir müssen leider derzeit davon ausgehen, dass Jonathan ins Wasser gegangen ist...“ Und da der sehr wasseraffine Junge nicht schwimmen kann, ist er womöglich ertrunken.

Erst wenn sich die eisigen Fluten des Hochwassers zurückgezogen haben, werde erneut entlang des Glan gesucht.

Meisenheim: Polizei stellt Suche nach vermisstem Jungen ein – gibt es noch Hoffnung?

Update vom 4. Februar: Die große Suchaktion nach dem seit Tagen verschwundenen Jungen ist am Donnerstag erfolglos vorerst eingestellt worden, wie eine Sprecherin der Polizei Westpfalz auf Nachfrage von LUDWIGSHAFEN24 bestätigt. Heißt: Weder Feuerwehr, DLRG, Suchhunde, Hubschrauber, Drohnen oder Bereitschaftspolizei beteiligen sich weiterhin an den intensiven Suchmaßnahmen. „Weder der Öffentlichkeitsaufruf noch die Befragung von Nachbarn und Anwohnern haben etwas gebracht. Ein so groß gewachsener Junge wäre sicher jemandem aufgefallen. Leider schwindet die Hoffnung mit jedem Tag mehr und man muss vom Schlimmsten ausgehen. Der regionale Streifendienst sucht jedoch weiter“, erklärt die Polizeisprecherin.

Die Einsatzkräfte befürchten, dass sich der Junge, der aufgrund seiner Autismus-Erkrankung geistig auf dem Entwicklungsstand eines Zweijährigen ist, in den Hochwasser führenden Fluss Glan begeben hat. Das Kind habe eine Affinität zu Wasser, könne aber nicht schwimmen. Wenn das reißende Hochwasser zurückgeht, werde man Fluss und Uferbereich nochmal absuchen. Mit einem Bagger hat man eine Wehr durchsucht, jedoch nichts gefunden.

Meisenheim: Autistischer Junge seit Tagen vermisst – kann 13-Jähriger gefunden werden?

Update vom 3. Februar: Auch nach Tagen fehlt von dem vermissten Jungen noch immer jede Spur. Aus der Bevölkerung gibt es bislang keinen entscheidenden Hinweis zum Verbleib des 13-Jährigen. Wie eine Polizeisprecherin gegenüber MANNHEIM24 aussagt, ist am Mittwoch ein Hubschrauber über dem Gebiet gekreist. Mit einem Bagger wurde eine Wehr des Hochwasser führenden Flusses Glan, der nur 100 Meter vom Wohnheim entfernt fließt, durchwühlt – zum Glück ohne Leichenfund.

Aufgrund der winterlichen Temperaturen mit nächtlichem Frost schwindet die Hoffnung langsam, den Jungen lebend zu finden, der ohne Jacke und Schuhe im Schlafanzug unterwegs ist. Am Abend wollen die Einsatzkräfte gemeinsam die Lage bewerten und entscheiden, ob und wie die Suche fortgesetzt wird.

Meisenheim: Polizei, Feuerwehr und DLRG suchen nach autistischem Jungen

Meldung vom 2. Februar: Große Ungewissheit und Sorge in Meisenheim (Rheinland-Pfalz): Seit Sonntagabend wird ein 13-jähriger Junge vermisst. Der autistische Junge wohnt im dortigen Bodelschwingh Zentrum der Kreuznacher Diakonie, hat die Behinderteneinrichtung im Talweg gegen 18:30 Uhr in unbekannte Richtung verlassen. Laut Polizei ist der Vermisste aufgrund seines Autismus geistig auf dem Entwicklungsstand eines zweijährigen Kindes. Zudem kann er sich nicht artikulieren. Der Junge hat eine Affinität zu Wasser, kann aber nicht schwimmen. Die Polizei sucht seit Sonntagabend (31. Januar) mit der Freiwilligen Feuerwehr, DLRG und Personenspürhunden nach dem Vermissten. Bislang ohne Erfolg.

Vermisst: Wer hat diesen Jungen (13) gesehen?

Wie ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage von LUDWIGSHAFEN24 mitgeteilt hat, fehlt von dem Jungen nach wie vor leider jede Spur. Deshalb gehen die Suchmaßnahmen nach dem vermissten Jungen heute mit gleicher Intensität weiter. Besonders gefährlich: In unmittelbarer Nachbarschaft des Wohnheims befinden sich ein Fluss, ein Waldgebiet sowie die vielbefahrene Bundesstraße 420. Lebensbedrohlich sind die winterlichen Temperaturen mit entsprechenden Minusgraden. So wird der Vermisste beschrieben:

  • 1,80 bis 1,90 m groß
  • kurze, dunkle Haare
  • dunkler Hautteint
  • bekleidet mit pinkfarbenem Ganzkörperanzug
  • ohne Schuhe, ohne Jacke

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach dem Vermissten: Wer den hilflosen Jungen gesehen hat oder sonstige Hinweise zu seinem Aufenthaltsort machen kann, soll sich bitte dringend unter der Telefonnummer 0631/369-2620 mit der Kriminalpolizei in Kaiserslautern in Verbindung setzen. (pek)

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare