Unter anderem Jagdhütten-Feuer in Mönchzell

Mehrere Brände im Rhein-Neckar-Kreis gelegt: 4 Feuerteufel verurteilt

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Brand einer Jagdhütte in Meckesheim: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen gegen die Flammen.

Meckesheim - Wegen Brandstiftung in fünf Fällen, unter anderem eine Jagdhütte in Mönchzell, müssen sich vier Feuerteufel vor Gericht verantworten. Nun ist das Urteil gefallen: 

Update vom 15. November: Am Heidelberger Landgericht fällt am Freitag das Urteil gegen die vier Feuerteufel aus dem Elsenztal. Zwei 18-Jährige, ein 20- und ein 31-jähriger Mann müssen sich wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung in fünf Fällen vor der Jugendkammer verantworten. Der Gesamtschaden: 80.000 Euro. Der 18-jährige Meckesheimer soll die treibende Kraft der Bande gewesen sein und ist jetzt nach sechs Monaten Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Der 31-jährige Mitttäter muss jedoch in Haft bleiben, obwohl er eher eine passive Rolle gespielt haben soll. Wegen seiner insgesamt neun Vorstrafen, darunter Diebstähle und gefährliche Körperverletzung, wird er zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Bei den anderen drei Tätern wird die Jugendstrafe angewandt. 

Der 18-Jährige Tiefbau-Azubi, der von seinen Mitttätern als Feuerteufel benannt wurde, wird zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. „Feuer fasziniert mich, ich finde es geil, wenn es brennt“, hat er bei der polizeilichen Vernehmung zu Protokoll gegeben. Das berichtet die rnz. „Ich schäme mich immer noch“, sagt er am Tag der Urteilsverkündung mit brüchiger Stimme. Er hoffe die Chance zu bekommen, sich bewähren zu können. Zusätzlich zu der Bewährungsstrafe, muss er sich einer psychologischen Beratung unterziehen und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Die gleiche Stundenanzahl und eine Bewährungsstrafe bekommt der 20-Jährige. Beim zweiten 18-Jährige wird die Verhängung der Jugendstrafe ausgesetzt. Er muss zudem 1.800 Euro an einen Geschädigten zahlen. 

Zu einer Brandserie kommt es auch am 26. November in Pforzheim. Ein Unbekannter hat dort fünf Luxus-Autos angezündet.  

Mehrere Brände im Rhein-Neckar-Kreis gelegt: 4 Feuerteufel vor Gericht!

Update vom 31. Oktober: Am Montag (4. November) ab 8:30 Uhr sitzen vier Männer im Alter von 18 bis 31 Jahren vor der Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg. Sie stehen in Verdacht Brände in Eschelbronn, Mönchzell und Meckesheim gelegt zu haben. Teilweise zusammen, teilweise nur paarweise. Insgesamt sind 15 Zeugen und eine Sachverständige für den Prozess wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung geladen. Bis Ende November sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 20. November fallen. 

Nach Jagdhütten-Brand in Mönchzell: Feuerteufel gefasst?

Update vom 17. Mai: Sind die Brandstifter der Jagdhütte in Mönchzell gefasst? Zumindest hat die Polizei am Donnerstag zwei Männer im Alter von 18 und 31 Jahren festgenommen. Ein weiterer Komplize ist zwischenzeitlich wieder freigelassen worden. 

Die beiden Männer stehen im Verdacht, die Jagdhütte am 7. Mai gegen 18:40 Uhr angezündet und so einen Schaden in Höhe von 50.000 Euro verursacht zu haben. Zudem sollen die beiden Tatverdächtigen im Zeitraum vom 30. April bis zum 15. Mai in Meckesheim und Umgebung weitere Hütten in Brand gesetzt zu haben. Auch diese sind durch das Feuer vollständig zerstört worden.

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Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium am Freitag mitteilen, sitzen die beiden wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung in vier Fällen sowie gemeinschaftlicher Sachbeschädigung seit Freitagvormittag in U-Haft. 

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg sowie der Kriminalpolizei Heidelberg zu der Serie von Brandstiftungen dauern an.

Am Donnerstag herrscht Großalarm im Industriehafen in Mannheim: In einer Recyclingfirma ist ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr ist auch mit einem Löschboot im Einsatz.

Auch bei einem Brand in einer Wohnung in Mannheim ist die Brandursache noch nicht geklärt - bei dem Brand am frühen Freitagabend (15. November) sind 13 Menschen verletzt worden.

Jagdhütte in Meckesheim niedergebrannt! Zeugin macht auffällige Beobachtung

Meldung vom 8. Mai: Am Dienstagabend ist eine Spaziergängerin gegen 19 Uhr im Neckargemünder Weg in Meckesheim unterwegs, als sie plötzlich auf eine riesige Rauchwolke, die aus dem Waldgebiet aufsteigt, aufmerksam wird. Wenig später entdeckt sie eine lichterloh brennende Jagdhütte.

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Feuerwehreinsatz in Meckesheim: Jagdhütte in Flammen

Die Frau informiert umgehend die Rettungsleitstelle – wenig später sind die Feuerwehren  Meckesheim, Mönchzell, Mauer und Wiesloch mit insgesamt 47 Einsatzkräften vor Ort und bekämpfen die Flammen. Jedoch ohne Erfolg: Da die Jagdhütte beim Eintreffen der Feuerwehrmänner bereits in Vollbrand steht, kann sie nicht mehr gerettet werden, brennt vollständig aus.

Im September 2018 kommt es ebenfalls in Meckesheim zu einem Großbrand: Aufgrund eines technischen Defekts bricht in mehreren Hallen einer Recyclingfirma ein Feuer aus – dabei entsteht ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Feuer in Meckesheim: Jagdhütte niedergebrannt

Wie es zu dem Feuer in der Jagdhütte in Meckesheim kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 50.000 Euro

Die Spaziergängerin, die die Leitstelle über den Brand informierte, berichtet den Beamten von einer auffälligen Beobachtung, die sie noch kurz vor dem Anruf gemacht hatte: Dabei hatte sie einen blauen Audi gesehen, der ganz in der Nähe des Brandortes davonfuhr. Im Wagen hätten laut Aussage der Zeugin drei bis vier männliche Personen gesessen. Ob diese etwas mit dem Feuer zu tun haben, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. 

Sachdienliche Hinweise werden vom Kriminaldauerdienst unter ☎ 0621/174-4444 entgegengenommen.

Ende Oktober verschwinden zwei Mädchen aus Meckesheim spurlos. Jetzt wendet sich die Polizei an die Bevölkerung. 

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pol/rob

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