Sorge um die hochansteckende Krankheit 

Masern-Impfpflicht: Ja oder nein? Sag uns Deine Meinung!

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Soll Impfung gegen Masern zur Pflicht werden? (Symbolfoto)

Wegen vermehrter Ausbrüche von Masern in Deutschland ist eine neue Debatte um die Einführung einer Impf-Pflicht entbrannt. Was sagst Du dazu?

Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilt, sei die Sorge über die Zunahme der ansteckenden Masern groß. Obwohl die Krankheit eigentlich ausgerottet werden soll, kommt es in Deutschland immer wieder zu größeren Ausbrüchen. Die große Koalition erwägt jetzt sogar eine Impfpflicht für Kinder. 

Masern in Deutschland: Wie viele Erkrankungen gab es 2019?

In diesem Jahr gab es in unserem Land bisher 170 Masern Erkrankungen – viele davon in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Fälle schwankt von Jahr zu Jahr stark. Oft kommt es zu Ausbrüchen von Masern in Großstädten oder Ballungsräumen. Auch in der Pfalz gab es mehrere Masern-Ausbrüche. Zuletzt sei ein Fall in Neustadt bestätigt worden, wie die ‚Rheinpfalz‘ am Montag berichtet. 

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Masern-Ausbruch in Deutschland: Wieso ist die Krankheit so gefährlich?

Das extrem ansteckende Masern-Virus wird durch Tröpfchen übertragen. Wo sich viele Menschen aufhalten, hat die Krankheit ein leichtes Spiel. Nach Fieber, Husten und Schnupfen kommt es schließlich zu dem roten Hautausschlag. Masern-Infizierte haben ein geschwächtes Immunsystem, wodurch es auch zu Mittelohr- und Lungenentzündungen kommen kann. Masern sind auf keinen Fall eine harmlose Kinderkrankheit. „Wir sehen bei 1.000 Erkrankten einen Todesfall“, erklärt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Instituts in Berlin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bei Säuglingen ist diese Zahl sogar noch schlimmer: Eines von 300 erkranktenKindern stirbt an Masern. Die Krankheit kann aber auch erst nach Jahren zum Tod führen – zum Beispiel durch die Masern-Gehirnentzündung SSPE. Wer im Säuglingsalter bereits an Masern erkrankt, ist besonders gefährdet.

Masern-Ausbruch: Das Problem mit dem Impfschutz

Zwar erreichen alle Bundesländer laut Robert-Koch-Institut eine Impfquote von mindestens 95 Prozent für die ersten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern – Verbesserungsbedarf gibt es aber bei der zweiten Impfung, die den Schutz gegen Masern ausweiten soll. Oft werden Kinder zu spät geimpft. 

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Bei Erwachsenen besteht außerdem eine Impflücke. Wer nach 1970 geboren wurde, hat oft keine zweite Masernimpfung, die in seiner Kindheit nicht vorgesehen war. Diese Masern-Impfung wird später oft nicht mehr nachgeholt. Die Impfquote bei Erwachsenen liegt laut RKI nur bei 30 Prozent. Infizierte Erwachsene können wiederum kleine Kinder oder Säuglinge anstecken, die noch nicht geimpft sind.

Viele Experten jedenfalls haben eine dezidierte Meinung und sind gegen die Impfpflicht. 

Masern-Impflicht: Sag uns Deine Meinung!

dpa/kab

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