22 Kinder ertrunken

Badetote: Zahl in der Region deutlich gestiegen!

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Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Die heiße Jahreszeit lockte 2015 viele Menschen ins kühle Nass. Doch jeder noch so schöne Sommer hat eine Schattenseite und birgt Gefahren: 

In deutschen Gewässern ertranken seit Jahresbeginn insgesamt 347 Menschen – das sind 55 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres (plus 17 Prozent). Rund 97 Prozent der Opfer sterben in Binnengewässern. An der deutschen Nord- und Ostseeküste gibt es bis Ende August elf Badetote.

DLRG-Zahlen zufolge kommen auch 27 Flüchtlinge bei Badeunfällen ums Leben – das ist eine relativ hohe Zahl im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Flüchtlinge gelten als eine besondere Risikogruppe. Einige könnten nicht richtig schwimmen, erklärt ein DLRG Sprecher. Außerdem hätten manche keine Erfahrung mit Gewässern, wie sie in Deutschland vorkommen. Die Baderegeln seien in diesem Sommer kurzfristig in mehr als 25 Sprachen übersetzt worden.

175 Menschen sterben in diesem Sommer in Badeseen, in Flüssen und Bächen gab es 133 Opfer von Badeunfällen. Ursachen der Badeunfälle sind oft Selbstüberschätzung, gesundheitliche Probleme und Leichtsinn bei möglichen Gefahren. „Die meisten Opfer ertranken in unbewachten Gewässern, so Hans-Hubert Hatje Präsident der DLRG . Die ehrenamtlichen Helfer hätten viel Arbeit gehabt.

Insgesamt ertranken wesentlich mehr Männer – fast 80 Prozent. Männer seien risikobereiter und überschätzten oft ihre eigenen Kräfte, heißt es bei der DLRG.

Auch 22 Kinder unter den Badetoten

Diese Zahl der Badetoten unter 15 Jahren zeige laut Hatje deutlich, dass der Schwimmunterricht in Schulen konsequent durchgeführt werden müsse. Deshalb müssten Kommunen vor allem den Grundschulen einen Zugang zu Schwimmbädern ermöglichen. Neun der ertrunkenen Kinder waren unter sechs Jahre alt.

Die Zahlen nach Bundesländern

Die meisten Badetoten gab es mit 86 Opfern in Bayern. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 51 Ertrunkenen. Auf dem dritten Platz liegt Baden-Württemberg mit insgesamt 46 tödlichen Badeunfällen. In Hessen kamen 22 Menschen beim Schwimmen ums Leben, dicht gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 17 Badetoten. In ostdeutschen Gewässern gab es 74 Tote.

dpa/kab

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