Auf Drinks aufpassen

Zu Fasching: Polizei warnt vor K.O.-Tropfen!

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Polizei und Landeskriminalamt warnen speziell zur Faschingszeit vor K.O-Tropfen.

Mannheim/Heidelberg – Faschingszeit ist Partyzeit. Doch Vorsicht! Speziell auf Festen, in Discos oder Kneipen sollte man immer auf sein Getränk achten. Stichwort: K.O-Tropfen.

Wer sie trinkt, wird wehrlos, willenlos oder sogar bewusstlos: K.O.-Tropfen! Dann werden die zumeist weiblichen Opfer ausgeraubt oder schlimmstenfalls vergewaltigt.

Speziell zur Faschingszeit warnen Polizei und Landeskriminalamt vor der gefährlichen Party-Droge!

Deshalb sollten Party-Besucher unbedingt auf ihre Getränke aufpassen – egal ob in Disco und Kneipe oder beim Faschingsumzug bzw. dem Straßenfest!

Tückisch: Bei den zumeist farb- und geruchlosen Tropfen handelt es sich um Medikamente (Narkose- und Beruhigungsmittel) oder sogenannte Chemie-Partydrogen wie GBL (Gammabutyrolacton) oder GHB (Gammahydroxybutyrat) – besser bekannt als Liquid Ecstasy, G-Juice oder Soap. 

Wer auf eine Party oder in eine Discothek geht, sollte sein Getränk immer im Blick behalten und sich nichts von Unbekannten ausgeben lassen“, rät Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). 

Was tun, wenn´s zu spät ist?

Fühlt man sich nach einem Getränk unerklärlicherweise seltsam oder hat gar einen ‚Filmriss‘, ist es wichtig, Freunde oder das Personal um Hilfe zu bitten! Sofort zum Arzt gehen – bei einer Überdosis droht der Erstickungstod durch Atemlähmung. Die Droge ist nur wenige Stunden in Blut und Urin nachweisbar.

Und Anzeige bei der Polizei zu erstatten! „Besonders gefährlich ist eine Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen. Häufig kann sich das Opfer gar nicht oder nur noch vage daran erinnern, was passiert ist.  Nur mit Hilfe einer Anzeige ist es möglich, Täter zu ermitteln und mögliche weitere Opfer vor Schaden zu bewahren“, erklärt der Polizei-Experte. 

Tipps der Polizei:

– Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen
– keine offenen Getränke von Unbekannten Getränke annehmen
– offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen
– bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen
– Freundinnen und Freunde achten aufeinander, lassen ihre Getränke nicht aus den Augen
– Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer, und verständigen das Personal

Wer anderen K.O-Tropfen einflößt, macht sich unter anderem der gefährlichen Körperverletzung oder Verstößen gegen das Betäubungs- bzw. Arzneimittelgesetz strafbar! 

pol/pek

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