„Rhein-Neckar-Tram 2020“

Für 250 Millionen: rnv bestellt 80 neue Straßenbahnen

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Die rnv bestellt 80 neue Straßenbahnen bei Skoda Transportation.

Mannheim - Die Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) wird neue Straßenbahnen für das gesamte Verkehrsgebiet anschaffen. Der Gesamtpreis für die 80 Bahnen hat es allerdings in sich: 

250 Millionen Euro für neue Straßenbahnen.

Am Mittwoch (20. Juni) haben rnv und Škoda Transportation die Lieferung von 80 neuen Straßenbahnen vereinbart. Nach derzeitigen Planungen sollen im Jahr 2021 die ersten Bahnen geliefert werden. Optional können 34 weitere Fahrzeuge hinzukommen.

Die 80 fest bestellten Bahnen werden 250 Millionen Euro kosten, die komplett von der rnv getragen werden. Das Land Baden-Württemberg hat Fördermittel von 13 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Škoda Transportation erhielt nach europaweiter Ausschreibung den Zuschlag.

Projekt Rhein-Neckar-Tram 2020

Wir wachsen für die Zukunft und unternehmen deshalb mit dem Projekt Rhein-Neckar-Tram 2020 und der Auftragsvergabe an Škoda Transportation einen Quantensprung für die weitere Entwicklung des ÖPNV in der Region. Ein leistungsfähiger und attraktiver Schienennahverkehr ist von existenzieller Bedeutung, da wir die Lebensqualität in unseren Städten nachhaltig sichern wollen. Dazu braucht es eine starke Fahrzeugflotte“, so Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv. 

Den neuen Fahrzeugtyp Rhein-Neckar-Tram 2020 (RNT2020) will die rnv im Herbst auch der Öffentlichkeit vorstellen: „Wir planen, im Herbst im Rahmen einer Ausstellung ein begehbares Modell der neuen Bahnen zu präsentieren. An diesem werden wir übrigens auch mit Verbänden und Interessenvertretern über manche Details diskutieren, die für unsere Fahrgäste im Alltag wichtig sind“, verrät Christian Volz, der Kaufmännische Geschäftsführer der rnv.

Rückmeldungen, beispielsweise zu Möblierung, Komfort, Alltagstauglichkeit und auch zum Design sollen vor Produktionsbeginn in die endgültigen Feinplanungen mit Škoda einfließen.

Beteiligte Gesellschafter der rnv ziehen an einem Strang

Das Beschaffungsvorhaben stellt auch für die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen einen bedeutenden Schritt dar, wie Klaus Dillinger, rnv-Aufsichtsratsvorsitzender und Beigeordneter der Stadt Ludwigshafen, erläutert. 

Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg haben sich mit Gründung der rnv im Jahr 2004 dazu entschieden, in Sachen ÖPNV an einem Strang zu ziehen. Die drei Städte haben die Bürgschaft für die Finanzierung des Projekts übernommen, weil wir als Gesellschafter der rnv die Erfolgsgeschichte des ÖPNV in der Region fortschreiben wollen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. 

Aus Sicht der Stadt Ludwigshafen kommt die Beschaffung der neuen Fahrzeuge außerdem genau zum richtigen Zeitpunkt. Der kommende Abriss der Hochstraße Nord wird die rnv vor besondere Herausforderungen stellen, die wir nur mit einer leistungsfähigen Fahrzeugflotte lösen können. Gleichzeitig setzt unser gemeinsamer Masterplan "Green City" auf den ÖPNV als Rückgrat einer modernen, umweltfreundlichen Mobilität“, so Dillinger.

In Mannheim stehen mit der Erschließung der ehemaligen US-Flächen Stadtentwicklungsprojekte an, bei denen dem ÖPNV eine Schlüsselrolle zukommt, wie Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim und zuständiger Dezernent für den öffentlichen Personennahverkehr, weiß. 

Wir werden mit der Konversion der ehemaligen US-Flächen attraktiven Wohnraum für über 10.000 Menschen schaffen. Um diese Flächen, allen voran das Benjamin-Franklin-Village, an die Mannheimer Innenstadt anzubinden, brauchen wir nicht nur neue Stadtbahntrassen, sondern auch neue, leistungsfähige und attraktive Fahrzeuge“, so Specht.

Ähnlich ist die Situation in Heidelberg, wo der ÖPNV-Ausbau im Zuge des Mobilitätsnetz Heidelberg große Fortschritte macht. „Mit dem Mobilitätsnetz Heidelberg wollen wir mittelfristig 10.000 neue Fahrgäste hinzugewinnen“, berichtet Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen der Stadt Heidelberg.

Erste neue Streckenabschnitte sind bereits fertig gestellt und neue Stadtviertel wie die Bahnstadt angebunden. Wir wollen die umweltfreundliche und komfortable Mobilität für unsere Bürgerschaft weiter ausbauen. Dafür braucht die rnv einen Fuhrpark, der fit für die Zukunft ist“, so Heiß.

pm/rmx

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