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Mannheim/Heidelberg: Fast 1.500 Einsätze – keine „stille Nacht“ für die Polizei

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Von: Daniel Hagen

Ein Polizist kontrolliert ein Auto.
Die Polizei hat auch an Weihnachten viel zu tun. © Uwe Anspach/dpa

Mannheim - Das Verbrechen schläft auch an Weihnachten nicht. Deshalb hat die Polizei auch über die Feiertage viel zu tun. Rund 1.500 Einsätze sind zu meistern.

Auch über die Feiertage macht das Verbrechen keine Pause. Somit wird für die Polizei die „stille Nacht“ zur arbeitsreichen Nacht. Knapp 1.500 Mal müssen Beamte des Polizeireviers Mannheim vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember ausrücken. In der Bilanz fällt gleich schonmal etwas Positives auf. Es sind rund ein Drittel weniger polizeiliche Einsätze registriert worden, als in den Jahren zuvor. Dieser Verdienst dürfte wohl auch dem Coronavirus geschuldet sein. Schließlich lässt sich schlecht in Häuser einbrechen, wenn die Bewohner aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre darin sitzen. Doch worum muss sich die Polizei an den Weihnachtstagen genau kümmern?

Mannheim/Heidelberg: Polizei zieht Bilanz nach den Feiertagen

Bei zahlreichen Personen - und Fahrzeugkontrollen ist es in sechs Fällen zu Angriffen auf Beamte gekommen. Drei sind dabei leicht verletzt worden. Die Täter stehen den Attacken unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Außerdem hat es seit Mittwochabend (24. Dezember) gleich 110 Einsätze wegen Ruhestörungen, Streitigkeiten und Körperverletzungen gegeben. Zudem werden Streifenwagen zu 16 randalierenden Personen und 13 Einbrüchen geschickt. Auch 75 Verkehrsunfälle und 16 Fälle von Unfallflucht halten die Beamten auf Trab.

TatMannheimHeidelbergRhein-Neckar-Kreis
Ruhestörung661226
Streitigkeiten29725
Körperverletzung1019
Randalierende Personen763
Einbrüche715
Verkehrsunfälle331329
Unfallflucht916

Bei den Unfällen sind insgesamt zwei Personen verletzt worden. Bei Wildunfällen wird zwar niemand verletzt, dafür entsteht hoher Sachschaden. Der Schwerpunkt liegt im Revierbereich Sinsheim mit sieben Unfällen. Die Reviere in Hockenheim, Eberbach und Wiesloch notieren jeweils zwei Wildunfälle; das Polizeirevier Neckargemünd einer. Bei den Unfällen ohne Tierbeteiligung ist in vierzehn Fällen Alkohol im Spiel. In Bammental wird an Heiligabend eine 36-Jährige auf einem Feldweg kontrolliert – sie hat zu diesem Zeitpunkt 3,1 Promille. Ihren Führerschein ist sie erstmal los.

Mannheim/Heidelberg: Betrunkener greift Autofahrer und Polizisten an

Einen mutmaßlichen Dieb stellt die Polizei Heidelberg-Mitte am 25. Dezember. Auf der A656 zwischen Mannheim und Heidelberg wird ein 20-Jähriger festgenommen, der einem 16-Jährigen in der Unteren Neckarstraße zwei hochwertige Armbanduhren geklaut haben soll. Beide haben sich über ein Verkaufsportal kennengelernt und dann in der Altstadt getroffen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Ein Unfall beschäftigt in Epfenbach/Rhein-Neckar-Kreis am zweiten Weihnachtstag die Beamten. Gegen 21:20 Uhr verliert ein 26-Jährige die Kontrolle über sein Auto, kommt von der Straße ab und schleudert in eine Hecke. Dabei entsteht ein Schaden von etwa 5.000 Euro. Als die Polizei eintrifft, hat sich bereits eine größere Menschenmenge am Unfallort versammelt. Zudem prügelt ein 47-jähriger Anwohner auf den Unfallverursacher ein. Um die Situation zu beruhigen, müssen die Beamten Schlagstöcke gegen den betrunkenen Mann einsetzen.

Kurz darauf greift der 47-Jährige dann noch einen Polizisten an, spuckt diesen an und schlägt ihm ins Gesicht. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands/Tätlichen Angriffs ermittelt. Bei den Ermittlungen kommt heraus, dass auch der 26-jährige Fahrer betrunken ist – und zwar mit 2,2 Promille.

Mannheim/Heidelberg: Kaum Verstöße gegen Corona-Verordnung

Ebenfalls am zweiten Weihnachtstag passiert an der Kreuzung Schwetzinger Straße/Rohrbacher Straße in Leimen ein Unfall. Dabei wird ein 57-Jähriger verletzt und es entsteht ein Schaden von rund 10.000 Euro. Nun muss geklärt werden, wessen Ampel auf „Grün“ gestanden hat. Zeugen sollen sich beim Polizeirevier Wiesloch unter 0622257090 melden.

Insgesamt hat das Polizeipräsidium Mannheim über die Feiertage wenige Verstöße gegen die Corona-Verordnung von Baden-Württemberg festgestellt. Nun wird wieder mit mehr Personal kontrolliert, um vor allem auch Einhaltung des Feuerwerksverkaufsverbots zu sichern. (pol/dh)

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