Regenfälle und Sturm angesagt

Heftige Sturmwarnung am Rosenmontag: Droht Faschingsumzügen das Aus?

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Zum Rosenmontag drohen schwere Sturmböen.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen – Ausgerechnet zum Höhepunkt der Faschingszeit am Rosenmontag spielt das Wetter verrückt. Es drohen schwere Sturmböen und Regen:

Wen Du Dich schon für den Rosenmontagsumzug mit kurzer Hose oder knappem Minirock ausstaffiert hast, darfst Du Dein Outfit für den Faschingsumzug getrost wieder einpacken und eine Thermo-Unterhose dazulegen: 

Laut Wetterexperten von WetterOnline.de und Kachelmannwetter.com weisen aktuell alle Anzeichen darauf, dass sich die Sturmbedrohung immer heftiger entwickelt.

Wetter-Prognose für Fasching: Schwere Sturmböen im Süden und Westen drohen

Schon seit einigen Tagen geben alle Wettermodelle der Meteorologen Hinweise auf ein hohes Potential für stürmisches Wetter zum Rosenmontagszug.

Dazu erklärt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline:Die Wettermodelle berechnen derzeit eine mögliche brisante Sturmlage zum Höhepunkt des Karnevals am Rosenmontag. Demnach drohen nach jetzigem Stand besonders im Westen und Süden schwere Sturmböen mit über 100 Stundenkilometer.

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Unwetter an Fasching: Karnevalshochburgen entlang Rhein betroffen

Damit wären vor allem die Karnevalshochburgen entlang des Rheins betroffen. Gerade Mainz, Düsseldorf und Köln müssen bangen, dass der Sturm nicht zu heftig zuschlägt.

Das Zentraltief befindet sich in der Nordsee. Von dort ziehen kleine Randtiefs mit hoher Geschwindigkeit vom Atlantik nach Mitteleuropa, die eng begrenzt enorme Schäden anrichten können. 

‚Schnellläufer‘ mit hohem Gefahrenpotential möglich

Der Verlauf dieser sogenannten Schnellläufer ist nur sehr kurzfristig vorherzusagen. Sicher ist jedoch, dass sie sehr gefährlich sind. 

Zur Erklärung: Auch das noch vielen bekannt-berüchtigte ,Orkantief Lothar‘, das Weihnachten 1999 mit Spitzenböen von 272 Stundenkilometer von Frankreich nach Süddeutschland hinwegfegte und enorme Schäden mit vielen Toten anrichtete, war ein solcher Schnellläufer. 

Fasching-Fans sollen die Entwicklungen des Sturms auf jeden Fall beobachten. 

Feuerwehren der Metropolregion Rhein-Neckar warnen auf Facebook

Laut den Karten von Kachelmannwetter.com soll es – je nach Zugbahn des Tiefs – im Nord- oder Südwesten des Landes zu den stärksten Böen kommen. Die Wettermodelle berechnen den Schwerpunkt noch recht unterschiedlich. Doch auch für die Metropolregion Rhein-Neckar könnte eine erhebliche Gefahr bestehen. 

Prognose Kachemannwetter Rosenmontag

Detaillierte Übersicht Sturmböen für Montag:

Vor allem ab den Vormittagsstunden des Montages sind zum aktuellen Stand verbreitet Sturmböen zwischen 80 und 90 Stundenkilometer denkbar. Hier steigen die Prognosen für schwere Sturmböen sogar mit Geschwindigkeiten bis zu 105  Stundenkilometer oder gar orkanartige Böen bis zu 115 Stundenkilometer weiter an. 

Fallen Rosenmontagsumzüge wegen Unwetter aus?

Die jeweiligen Veranstalter werden dies recht kurzfristig entscheiden. Man darf aber nicht vergessen, dass in den noch bevorstehenden vier Tagen noch einiges passieren kann – die Vorhersage kann sich beruhigen oder weiter zuspitzen. 

Auch Meteorologe Habel schränkt ein: „Die Wettermodelle springen noch. Wann, wo und wie stark es stürmen soll, ist also unsicher. Bei solch dynamischen Sturmtiefs ist das drei bis vier Tage vorher ganz normal.“ 

Sehr windig soll es aber auf jeden Fall werden. Über die weitere Entwicklung der Wetterlage halten wir Dich natürlich weiter auf dem Laufenden!

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wetteronline/FW MRN/kpo

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