Jahresrückblick

Die 7 tragischsten Geschichten 2018

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In diesem Haus spielte sich in Mörlenbach eine Familientragödie ab.

Wir haben gelacht, geweint, uns aufgeregt und gefreut: In unserem ‚Best Of‘ erinnern wir uns gemeinsam an ein bewegtes Jahr 2018 voller Emotionen! Das waren die 7 tragischsten Geschichten aus der Region:

1. Tödliche Familiendramen

Im Jahr 2018 kommt es in der Region zu vier Familientragödien mit tödlichem Ausgang.

Mitte Juli verbarrikadiert sich ein 63-Jähriger mit seiner kleinen Tochter (5) in einer Wohnung in Heidelberg-Kirchheim. Im Zimmer entzündet er einen Holzkohle-Grill, die Fenster sind geschlossen. Vater und Tochter sterben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Mutter des Mädchens findet die leblosen Körper und trägt ihre tote Tochter aus dem Haus.

Der Unglücksort in Heidelberg-Kirchheim

Am Morgen des 31. August wird die Feuerwehr zu einem Brand in Mörlenbach gerufen. Die Feuerwehrleute finden im Haus zunächst die Leichen von zwei Jugendlichen (†10/†13). In der geschlossenen Garage stoßen sie dann auf Vater (58) und Mutter (46). Die Beiden sitzen bei laufendem Motor in einem Fahrzeug, leben aber noch. Das Haus sollte im Rahmen eines Insolvenzverfahrens am selben Tag an einen Insolvenzverwalter übergeben werden.

Schreckliche Familientragödie: Feuerwehr findet zwei tote Kinder in Haus

Im Drogenrausch attackiert ein 25-Jähriger im Oktober in Kirchheim bei Bad Dürkheim seine Mutter (56), sticht mit einer Schere auf sie ein. Die Frau stirbt an ihren Stichverletzungen. Als der junge Mann auch zwei hinzugerufene Polizeibeamte angreift, wird er von Schüssen tödlich getroffen.

Mutter (†56) und Sohn (†25) tot: Familienstreit erschüttert Kirchheim! 

Drei Tote fordert ein Familiendrama auf dem Heidelberger Emmertsgrund im Dezember. Ein 71-jähriger Sportschütze erschießt am Dienstagabend (18. Dezember) zunächst seine Frau (75) und den 43-jährigen Sohn, dann sich selbst. In einem Abschiedsbrief gibt der Mann eine schwere Erkrankung als Grund für die Tat an.

Nach Schüssen in Wohnung: Großeinsatz der Polizei in Heidelberg

2. Schulbus-Unglück in Eberbach

Vergleichsweise glimpflich geht ein Busunglück in der Eberbacher Odenwaldstraße aus. Der voll besetzte Schulbus kommt am Morgen des 16. Januar von der Straße und kracht gegen eine Hauswand. Bei dem Unfall werden 43 Schüler und Jugendliche verletzt, Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus. Der Fahrer des Unglücksbusses wehrt sich gegen einen entsprechenden Strafbefehl.

Schwerer Unfall mit Schulbus in Eberbach

3. Flugzeugabsturz in der Nähe des Erlichsee

Weiterhin ungeklärt ist die Ursache eines Flugzeug-Unglücks, bei dem Ende Januar vier Menschen sterben. In der Nähe des Erlichsees krachen ein Sportflugzeug und ein Rettungshubschrauber der Deutschen Luftrettung (DLR) in der Luft zusammen. Nach dem Crash brennt der Helikopter vollständig aus.  

Fotos: Hubschrauber stößt mit Flugzeug zusammen! 

4. Badeunfälle im Rhein bei Worms

Innerhalb weniger Tage ertrinken zwei junge Mädchen und ein Familienvater im Rhein bei Worms – an der gleichen Stelle! Anfang August geraten die zwei Mädchen (†9/†13) beim Schwimmen in Rheindürkheim in einen Strudel und gehen untervor den Augen der Eltern! Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen können beide Kinder wenige Tage danach nur noch tot geborgen werden.

Eine Woche später hält ein Familienvater (39) nur seine Füße ins Wasser, als er von der Strömung mitgerissen wird. seine Frau und die beiden Kinder müssen zusehen, wie der Mann in den Fluten verschwindet und nie wieder auftaucht.

Die Unglücksstelle in Rheindürkheim.

DLRG und Wassserschutzpolizei warnen regelmäßig vor dem Schwimmen im Rhein.

5. Nach Überholvorgang von Lkw überrollt

Eine Verkettung unglücklicher Umstände wird einem 56-Jährigen kurz vor Weihnachten auf der A61 bei Worms zum Verhängnis. Der Mann überholt mit einem 7,5-Tonner kurz nach der Raststätte Wonnegau West einen Sattelzug. Beim Wiedereinscheren gerät sein Fahrzeug ins Schlingern, prallt gegen Seiten- und Mittelleitplanke. Der 56-Jährige ist nicht angeschnallt, wird aus dem Führerhaus auf die Fahrbahn geschleudert, vom Sattelschlepper überrollt und stirbt noch an der Unfallstelle.

Die Unfallstelle auf der A61.

6. Misshandelte Pferde in Viernheim

Für große Aufregung sorgt diese Geschichte im August: Auf einem Hof in Viernheim werden drei Pferde unter grausamen Bedingungen gehalten. Laut Tierrettung Rhein-Neckar stehen zwei der Tiere in dunklen Boxenohne Zugang zu Wasser. Ein Nachbar will sogar gesehen haben, wie der Halter eines der Tiere mit einer Mistgabel malträtiert! Als die Polizei die Tiere sicherstellen will, ist eines der Pferde in so einem schlechten Zustand, dass es eingeschläfert werden muss. Wenige Wochen später bekommt der Halter die zwei anderen Tiere wieder zurück! 

Wie Polizei und Veterinäramt die Maßnahme begründen, liest Du hier: Nach Vorwürfen der Tierquälerei: Pferde zurück beim Besitzer!

7. Grippe endet für Sechsjährigen tödlich

Für große Aufregung sorgt Ende Januar/Anfang Februar der Tod eines Jungen aus Walldorf. Der Schüler der Schillerschule ist Ende Januar zur Behandlung in der Heidelberger Uniklinik. Tags darauf geht es dem Sechsjährigen sehr schlecht, ein Rettungswagen bringt ihn zwar ins Krankenhaus, doch jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Tage gibt die Uniklinik die Untersuchungsergebnisse bekannt: Der Junge war durch eine Grippe (Influenza B) stark geschwächt, hinzu kam eine bakterielle Lungenentzündung.

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Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter ☎ 0800-1110111.

rmx

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