Faschingsdienstag

Polizei-Bilanz zu Fasching: Fast keine Vorkommnisse

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Die Faschingsveranstaltungen am Dienstag verliefen weitestgehend ruhig.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Zu den Veranstaltungen am Faschingsdienstag kommen wohl auch wegen des Wetters weniger Besucher als 2015. Ein Grund für die positive Polizei-Bilanz?

Die Faschingsveranstaltungen in Mannheim, Heidelberg und Schwetzingen verliefen „ruhig und weitgehend störungsfrei“. Das berichtet die Polizei am Mittwoch.

Wegen der schlechten Witterung wurde der Kurpfälzer Fastnachtsumzug in Schwetzingen kurz vor dem Start abgesagt. Auf den traditionellen Umzug in Heidelberg oder die „Straßenfastnacht“ in Mannheim kamen deutlich weniger Besucher. In Heidelberg säumten rund 55.000 Zuschauer die Straße – 2015 waren es noch gut doppelt so viele.

Zudem sorgte wohl auch eine erhöhte Polizeipräsenz an den Veranstaltungsorten für weniger Vorkommnisse.

55.000 Narren bei Fasnachtsumzug durch (K)Altstadt

Straßenfasnacht auf Mannheimer Planken

Auch das Polizeipräsidium Rheinpfalz zieht eine „durchweg positive Einsatzbilanz“. 33 Faschingsumzüge waren angemeldet. Drei dieser Umzüge mussten am Dienstag wegen des Sturms abgesagt werden.

Der 64. Fasnachtszug in Ludwigshafen

Insgesamt wurden in der Fasnachtszeit 103 Straftaten registriert, davon 62 Körperverletzungsdelikte. Zehn Anzeigen wegen Beleidigung wurden erstattet, sechs Eigentumsdelikte angezeigt. 19 Personen haben zu tief ins Glas geschaut und mussten in polizeiliche Gewahrsam genommen werden. Darüber hinaus kam es drei Mal zu Widerstandshandlungen, bei denen ein Polizeibeamter aus der Südpfalz von einem respektlosen Heranwachsenden ins Gesicht geschlagen und bespuckt wurde, sieben Mal wurden Polizisten während des Einsatzes beleidigt. 

Bewährt hat sich insbesondere die Verbundstrategie der Jugendämter und Ordnungsverwaltungen mit der Polizei für gemeinsame Jugendschutzkontrollen. Insgesamt wurden 375 Jugendliche und Kinder angetroffen, die teilweise erheblich unter Alkoholeinfluss standen. Bei einem Umzug in Herxheim musste eine 15-Jährige mit 2,51 Promille in eine Klinik eingeliefert werden. Sechs Personen haben sich unter Drogen- oder Alkoholeinfluss hinters Steuer gesetzt. Die Führerscheine wurden beschlagnahmt. Sechs weitere Autofahrer wurden noch vor ihrer beabsichtigten Alkohol-Fahrt kontrolliert. Sie mussten lediglich den Autoschlüssel abgeben. 

Auch die erstmals im Polizeipräsidium Rheinpfalz eingesetzten Bodycams haben sich als taktisches Instrument bewährt. Die Körperkameras wurden bei den größeren Umzügen eingesetzt und erzeugten durchweg eine deeskalierende Wirkung. Eine Aktivierung zur Beweissicherung war in keinem Fall notwendig.

Auch Anzeigen wegen Sexualstraftaten

In Mannheim kam es zu einer Sachbeschädigung, drei Körperverletzungsdelikten und zwei angezeigten Sexualstraftaten. Drei Personen mussten wegen Trunkenheit in Gewahrsam genommen werden.

Drei Körperverletzungen, zwei Taschendiebstähle und eine sexuelle Beleidigung wurden in Heidelberg registriert. Es wurden zehn Platzverweise ausgesprochen. Drei vermisste Kinder konnten ihren Familien übergeben werden.

In Schwetzingen kam es zu einer sexuellen Beleidigung. Die Ermittlungen zu den einzelnen Straftaten dauern an.

pol/rmx/mk

Die Heidelberger Ballnacht in der Stadthalle

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Fotos: Auffahrunfall auf A6 - Zwei Personen verletzt! 

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Ein nebeliger Herbstmorgen über Heidelberg

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