Unerlaubt in Nothaltebucht geparkt

Fahrlässige Tötung: Polizei ermittelt auch gegen Lkw-Fahrer 

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Tödlicher Unfall auf der A6 bei Dielheim.

Mannheim/Dielheim - Nach dem tödlichen Unfall auf der A6 bei Dielheim ermittelt das Verkehrskommissariat auch gegen den Lkw-Fahrer, der in der Nothaltebucht geparkt hatte.

Der tödliche Unfall am Dienstag (14. November) auf der A6 bei Dielheim.

Der 60-jährige Fahrer eines Mercedes Vito ist am Dienstag auf der A6 in Richtung Mannheim unterwegs, als er gegen 12 Uhr im Baustellenbereich bei Dielheim die Kontrolle über seinen Wagen verliert.

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Er kracht in einen verbotswidrig in einer Nothaltebucht geparkten Sattelzug. Der 55-jährige Beifahrer des Vito wird so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle stirbt. Der Fahrer des Unglücksfahrzeugs wird in ein Krankenhaus gebracht. Ihm wird auch eine Blutprobe entnommen. Das Ergebnis steht noch aus.

Wie ein Polizeisprecher mitteilt, wird neben dem Unfallfahrer auch gegen den Lkw-Fahrer wegen des „Verdachts auf fahrlässige Tötung“ ermittelt. 

Zudem darf der Mann mit einem saftigen Bußgeld wegen „missbräuchlicher Benutzung der Nothaltebucht“ rechnen. Nach Polizeiangaben hatte der Lkw vor dem Unfall rund 45 Minuten in der Nothaltebucht geparkt!

Die A6 war am Dienstag für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten bis etwa 15:30 Uhr voll gesperrt. Es bildete sich ein Stau von rund 20 Kilometern Länge.

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Falschparkende Lkw werden auf den Autobahnen zunehmend zur Gefahr. Wenige Stunden zuvor war es auch auf der A6 zu einem schweren Unfall mit einem auf dem Beschleunigungsstreifen parkenden Laster gekommen. Ein Polizeisprecher wies darauf hin, dass Lkw-Fahrer immer häufiger auch Nothaltebuchten in Baustellen für ihre Ruhezeiten ‚mißbrauchen‘.   

rmx

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