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Mannheim: Angst vor Kriminalität deutlich gesunken – Bewohner fühlen sich sicherer

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Von: Ingo Rothermund

Die Mannheimer fühlen sich laut einer Umfrage sicherer.
Die Angst vor Kriminalität ist in Mannheim deutlich gesunken (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

Mannheim - Die Stadt hat seine Bürger zu ihrem Sicherheitsempfinden befragt. Die Kriminalitätsfurcht ist gesunken - die Bewohner fühlen sich sicherer.

Insgesamt 25.000 zufällig ausgewählte Bewohner der Quadratestadt ab 14 Jahren sind schriftlich und online zu ihrem Sicherheitsempfinden befragt worden. Das zentrale Ergebnis: „Die subjektive und objektive Sicherheitslage in Mannheim hat sich verbessert und die Kriminalitätsfurcht ist gesunken“, heißt es in einem Schreiben der Stadt Mannheim. Christian Specht, erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent, hat die jüngsten Ergebnisse der von Prof. Dr. Dieter Hermann (Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg) analysierten Studie präsentiert. „Mit der Sicherheitsbefragung bekommen wir eine repräsentative, direkte Rückmeldung, wie sicher sich die Mannheimer Bürger*innen in ihrer Stadt fühlen und wie wirksam die Maßnahmen von Polizei und städtischen Ordnungsdiensten sind“, sagt Christian Specht.

Mannheim: Sicherheits-Umfrage – „Unsere Präventionsphilosophie trägt Früchte“

Im Vergleich zur letzten Befragung im Jahr 2016 ist die Kriminalitätsfurcht deutlich gesunken. Der prozentuale Anteil von Befragten, die sich in ihrem Stadtteil ziemlich oder sehr unsicher fühlen, hat sich von 19 auf 13 Prozent reduziert. Damit liegt das Niveau wieder bei dem Wert aus dem Jahr 2012. Die höchste Furcht vor Kriminalität liegt laut der Befragung nach wie vor in der Neckarstadt-West - sowohl bei den Bewohnern selbst als auch bei allen übrigen Einwohnern. Aber auch hier hat sich die Kriminalitätsfurcht reduziert. Auch der Anteil der Personen, die Opfer einer Straftat wurden und diese angezeigt haben, hat sich verringert. „Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass unsere Präventionsphilosophie Früchte trägt“, so Specht.

Dass die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen positiv aufgenommen werden, zeigt auch die Auswertung des Vertrauens in Institutionen und Mitmenschen. „Das Vertrauen der Bürger*innen Mannheims hat zugenommen. Die Institution, der am meisten Vertrauen entgegengebracht wird, ist die Polizei. Die größte Zunahme an Vertrauen kann die Politik verzeichnen, wobei das Vertrauen in die Mannheimer Kommunalpolitik sogar noch etwas höher ist als das Vertrauen in die Bundespolitik“, so die Erkenntnisse von Professor Doktor Dieter Hermann.

Mannheim: Deutliche Mehrheit der Bevölkerung für Videoüberwachung

Das Pilotprojekt mit einer algorithmenbasierten Videoüberwachung in der Innenstadt wird mit der Durchschnittsnote 2,3 äußerst positiv bewertet. „Schon zu Beginn unserer Videoüberwachung hatten sich über 80 Prozent der Bevölkerung für die Videoüberwachung an Kriminalitätsbrennpunkten in unserer Innenstadt in Mannheim ausgesprochen. Die jetzigen Befragungsergebnisse bestätigen dies erneut“, sagt Christian Specht. „Die fünf Prozent, die diese Plätze meiden, sind insbesondere die tatgeneigten Personen. Genau das war und ist auch unser Ziel“, so der Sicherheitsdezernent.

Die Befragung liefert laut Stadt Mannheim auch Erkenntnisse zu neueren Betrugsformen. So gibt es vergleichsweise hohe Opferzahlen beim Telefonbetrug. Etwa jeder vierte Befragte wurde innerhalb eines Jahres damit konfrontiert, jedoch nur neun Prozent haben Anzeige erstattet. Über 40 Prozent der über 70-Jährigen waren davon betroffen. Vor allem während der Corona-Pandemie spielen sich die Betrugsmaschen zum Großteil online ab. „Während der Pandemie kam es bundesweit zu einem Anstieg der Internetkriminalität. Diese Tendenz zeigt sich auch in Mannheim: Neun Prozent der Befragten gaben an, innerhalb eines Jahres Opfer geworden zu sein. 20 Prozent haben den Betrugsfall angezeigt“, so die Stadt Mannheim.

Mannheim: Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen werden unterschiedlich bewertet

Die Wirksamkeit der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie wird hingegen unterschiedlich bewertet. Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung haben Maßnahmen wie das Verbot größerer Menschenansammlungen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im ÖPNV und beim Einkaufen sowie das Einhalten des Mindestabstandes von anderthalb Metern. Wenn es um den Besuch von Verwandten und Bekannten im privaten Umfeld sowie um die Schließung von Einkaufsläden geht, halbiert sich die Akzeptanz.

Auch beim Thema Impfung scheiden sich die Geister. 27 Prozent der Befragten sind der Schutzimpfung gegenüber skeptisch. „Dabei sind die Personengruppen, die bereit sind, Corona-Regeln zu brechen, auch diejenigen, die eine skeptische Haltung gegenüber der Impfung einnehmen. Eine Ausnahme bildet da das Geschlecht: Frauen sind eher bereit dazu, Corona-Regeln einzuhalten, sehen die Impfung jedoch skeptischer“, heißt es abschließend im Presseschreiben der Stadt Mannheim.

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