Skurril...

Von dreisten Bestattern und nimmersatten Notaren

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Mannheim - Prozessauftakt in mehreren spektakulären Fällen. Ein Notar ist in 1950 Fällen angeklagt, ein Bestatter soll Beerdigte in billigere Särge umgesiedelt haben.

Gleich mehrere spektakuläre Prozesse gehen am Montagmorgen in die erste Runde. 

Um 9 Uhr startet in Mannheim ein Prozess wegen versuchten Totschlags. Dabei wird dem Angeklagten vorgeworfen, am Morgen des 4. Mai 2014 betrunken auf den Sohn seiner Freundin losgegangen zu sein. Dabei soll er den Mann mehrfach gegen Wand und Heizung gestoßen haben. Danach habe der Angeklagte ein Messer aus der Küche geholt, das er dem Sohn seiner Lebensgefährtin in die Brust gestoßen haben soll. Nur durch das Eingreifen der Schwester des Opfers habe der Mann das Küchenmesser fallen lassen.

Um 9:30 Uhr wird vier Angeklagten der Prozess wegen gewerbsmäßigen Betrugs in mehreren Fällen gemacht. Die Männer sollen Anlagebetrug in Höhe von mehr als 35 Mio. Dollar begangen haben. Die Angeklagten hatten gutgläubigen Investoren im Day-Trading mit Aktien Renditen bis sechs Prozent versprochen. Diese Aktiengeschäfte wurden jedoch nie getätigt.

Zeitgleich startet in Heilbronn der Prozess gegen den 33-jährigen Geschäftsführer eines Bestattungsunternehmens. Der Mann sitzt wegen Betrugs in 102 Fällen auf der Anklagebank. D er Mann aus Schwäbisch-Hall soll unter anderem in 66 Fällen Angehörigen von Verstorbenen hochwertige Särge verkauft, die Toten nach der Trauerfeier aber in billigere Sarg-Modelle umgebettet haben.Abgerechnet wurde dann - klar - der teure Sarg. Allein in diesen Fällen entstand ein Schaden in Höhe von 58.000 Euro.

Um 10 Uhr geht kommt es in Pforzheim zum Prozess gegen einen Notar, der 270.000 Euro zuviel an Gebühren erhoben haben soll. 

Der Mann ist in sage und schreibe 1950 Fällen angeklagt.

Erst durch eine Routineüberprüfung waren ihm die Justizbehörden auf die Schliche gekommen. Der Angeklagte soll bei der Beurkundung von Grundstückseinkäufen die Gebühren anhand des vollen Kaufpreises berechnet haben - zulässig wäre dies nur von einem Teil der Kaufsumme gewesen.

dpa/rob

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