Kronzeuge erhielt Morddrohungen

Drogenprozess gegen 25-Jährigen: Mann aus Worms muss fünf Jahre in Haft! 

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Drogenprozess vor dem Landgericht in Mainz (Archivfoto)

Mainz/Worms - Drogenprozess am Mainzer Landgericht: Ein 25-jähriger Wormser wird am Montag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Was ihm vorgeworfen wird: 

Neben der fünfjährigen Haftstrafe ordnet das Landgericht Mainz am Montag (17. Dezember) auch die Unterbringung des 25-Jährigen in einer Entzugsklinik an. Ihm wird Einfuhr und Handel von rund sechs Kilo Kokain, 48 Kilo Mariuhana und vier Amphetaminen sowie Ecstasy-Pillen im Wert von insgesamt rund 250.000 Euro vorgeworfen. Der Mann dealte in Worms und Mannheim, um seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren.

Das Urteil am Montag bezieht sich nur auf den Handel mit neun Kilo Marihuana, einem Kilo Kokain und einem Kilo Ecstasy-Pillen. Der Staatsanwalt hatte sechs Jahre Haft, der Verteidiger vier Jahre gefordert.

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Zeuge erhielt Morddrohungen

Nachdem ein Kronzeuge im November vor Gericht keinerlei Angaben mehr machen wollte, weil er Morddrohungen erhalten habe, konnte das Landgericht dem Angeklagten nur noch die Drogen nachweisen, die in seinen Autos gefunden worden waren. Woher sie stammten, dazu sagt der 25-Jährige in seinem Geständnis nichts – nur, dass sie nicht aus den Niederlanden, sondern aus Frankfurt stammten. 

Der 25-Jährige kommt in eine Entzugsklinik, weil laut Gutachten davon auszugehen ist, dass er unbehandelt sehr wahrscheinlich wieder zum Drogendealer wird. Die Ermittler waren durch einen Hinweis aus Hessen 2017 auf seine Spur gekommen. Ein festgenommener Mann aus Mannheim, für den der Angeklagte tätig gewesen sein soll, hatte als Kronzeuge ausgepackt. Als der Zeuge zur Aussage nach Mainz gebracht wurde, wurde das Gerichtsgebäude von 75 maskierten und mit Maschinengewehren bewaffneten Polizisten umstellt. Fünf Leibwächter brachten den Zeugen in den Gerichtssaal. Ein zweiter Prozess gegen den Angeklagten und einen mutmaßlich Mittäter läuft noch in Mainz.

dpa/kab

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