Hahnenkampf um Gelände 

Nach Parkinsel-Inferno: Wiederaufbau der Lagerhalle abgelehnt! 

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Was soll bloß aus der 9.500 Quadratmeter großen Fläche der Parkinsel in Ludwigshafen werden?

Ludwigshafen-Süd: Wohnbebauung, neues Polizeipräsidium oder doch wieder eine Lagerhalle? Zwei Jahre nach dem Flammeninferno ist die Zukunft der Parkinsel immer noch unklar: 

Nur noch das brach liegende Gelände und die dramatischen Fotos vom 22. Juni 2013 erinnern an das verherende Flammeninferno auf der 9.500 Quadratmeter großen Fläche der Parkinsel in Ludwigshafen – von der damals in Flammen stehenden Lagerhalle keine Spur mehr! 

Nach Parkinsel-Inferno: Gelände liegt noch immer brach

Was soll nun nach über zwei Jahren aus dem Gelände werden? 

Entsteht dort ein neues Polizeipräsisium, eine komplette Wohnsiedlung oder gar eine neue Lagerhalle? Fakt ist: Die Vorstellungen über die Zukunft der Parkinsel könnten nicht unterschiedlicher sein – die Verhandlungen haben auch nach zwei Jahren noch kein Ende gefunden. 

Doch eines soll feststehen: Die Lagerhalle wird NICHT wieder aufgebaut!

Das Verwaltungsgericht Neustadt lehnte die Klage der Hafenbetriebe auf Erteilung eines Bauvorbescheids in einem am Sonntag veröffentlichten Urteil ab! 

Insbesondere die Größe der Lagerhalle stelle auch bei angenommener Einhaltung der Brandschutzvorschriften ein„unkalkulierbares Risiko für die umgebende Wohnbebauung dar“. Auch könnten technische Defekte und Blitzeinschläge nicht ausgeschlossen werden.

Zudem bestünden die Pläne der Hafenbetriebe darin, erneut Kunststoffe der BASF SE in der Halle zu lagern – ein zu großes Risiko, wie die Vergangenheit belegt...

Damit stützt das Gericht die Auffassung der Stadtverwaltung – diese hatte den Antrag bereits im Sommer 2014 abgewiesen. 

Doch der Hahnenkampf um das Gelände ist noch lange nicht vorbei. Ob die Hafenbetriebe Berufung gegen das Urteil einlegen, ist noch offen. 

+++ Hintergrund +++

Am 22. Juni 2013 ab 12:54 Uhr brennt die 200 Meter lange Lagerhalle einer Spedition. Darin befinden sich 4.800 Tonnen Styroporgranulat der BASF.

Zwei Jahre her: Das Inferno auf der Parkinsel

„Keine Gesundheitsgefährdung“ beschwichtigen die zuständigen Behörden. Mehr als 16 Stunden kämpfen unzählige Feuerwehrmänner gegen die Flammenhölle. Die 800 Grad Gluthitze beschädigt Fenster, Türen und Fassaden in der Nachbarschaft.

Über 2.300 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen, werden evakuiert. Auch das benachbarte Filmfestival wird aus Sicherheitsgründen abbrochen.

Gesamtschaden inklusive der rund 200 Schadensmeldungen von Anwohnern und anderen Betroffenen etwa 20 Mio. Euro! Brandursache: Vermutlich technischer Defekt an der Solaranlage auf dem Dach.

nis  

Quelle: Ludwigshafen24

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