Kampf dem Leerstand

Mit Büros & Ärzten gegen Ladensterben in City!

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Teilweise standen bis zu 50 Ladenflächen gleichzeitig leer. (Archiv)

Ludwigshafen-Mitte – Mit Ärzten und Anwälten das Ladensterben bekämpfen – auf diese Maßnahme setzt man zumindest im Rathaus. Warum man sich teilweise vom Einzelhandel verabschiedet:

Ob das die rettende Idee für den kränkelnden Patient Fußgängerzone ist?

Um gegen Ladensterben und den Leerstand vorzugehen, setzt die Stadt auf Büros und Arztpraxen statt Geschäfte!

Diesen Beschluss hat der Bau- und Grundstücksausschuss am Montag (16. Januar) einstimmig verabschiedet. Mit der Durchführung des geplanten „ExWoSt-Projekt“ (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) sollen die Erdgeschossflächen wiederbelebt werden, denn seit Jahren ist geschätzt jeder fünfte Laden in Bismarck- und Ludwigstraße verwaist.

Schon 50 Läden in Innenstadt dicht!

Hintergrund

Vor fast genau zwei Jahren hat sich der Hauptausschuss am 2. Februar 2015 mit dem Bericht über das Innenstadtmanagement beschäftigt, wo es unter anderem „Nachnutzung von Geschäftsimmobilien in der Innenstadt“ geht.

Erklärtes Ziel: Der Nutzungswandel in der mittleren Bismarck- und Ludwigstraße und die Stärkung des innerstädtischen Wohnens mit flankierenden Dienstleistungen. In anderen Teilen der Fußgängerzone (Berliner Platz, Bahnhofstraße etc.) setze man jedoch auch weiterhin auf Einzelhandel, will ihn sogar forcieren.

Diese alternative Nutzung in den Erdgeschossen soll mit einer Intensivierung der Wohnfunktion in den Obergeschossen einhergehen. Oben angesiedelte Dienstleistungen wie Kanzleien, Praxen etc. sollen dann ins Erdgeschoss umziehen, Ladenflächen in Wohnraum für spezielle Zielgruppen im mittleren Preissegment umgestaltet werden. Solche Zielgruppen wären Haushalte mit mittlerem Einkommen, darunter Familien, Studenten, Azubis oder Rentner.

Nachmieter gesucht! Dutzende Läden stehen in City leer

Finanzierung
Die Gesamtsumme von 120.000 Euro soll über einen Zeitraum von zwei Jahren finanziert werden. Das rheinland-pfälzische Finanzministerium soll davon 65 Prozent übernehmen. Die Summe sei bereits in den Doppelhaushalt eingestellt: mit 70.000 Euro für 2017 und 50.000 Euro für 2018.

Bei der Stadt ist man sich einig, fehlt eigentlich ‚nur‘ noch das Okay in Form der Genehmigung des Förderantrags durch den Fördermittelgeber, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

Noch möglichst im März 2017 soll die Auftragsvergabe für die Maßnahme an einen Dienstleister erfolgen. Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, WirtschaftsEntwicklungs Gesellschaft (W.E.G.) und Lukom begleitet das Projekt. 

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pek

Quelle: Ludwigshafen24

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