Traumberuf Polizist

Karriere bei der Polizei – Zuerst das Bewerbertraining

+
Das Diktat war zwar nicht schwer, aber schon etwas kniffellig

Ludwigshafen - Etwa 100 junge Frauen und Männer kommen zum Bewerbertraining der Polizei. Informiert werden sie über die vielfältigen Einstellungstests bei der Polizei. 

Für Sebastian, 17, aus Annweiler war Polizist zu werden schon ein Kindheitstraum. Was in an diesem Beruf besonders reizt ist der Umgang mit Menschen und dass man viel draußen ist. „Nur am Schreibtisch sitzen, das ist nichts für mich.“ Viele Möglichkeiten erwarten ihn im Polizeidienst, doch „am liebsten“, so weiß er „möchte ich einmal selbst Polizisten ausbilden".

Die Polizei bittet zum Bewerbertraining

Etwa 100 Junge Männer und Frauen, die sich für eine Karriere bei der Polizei interessieren waren am Samstag zum Bewerbertraining in die Berufsbildende Schule in Ludwigshafen gekommen, in dem sie aus erster Hand Informationen über das Einstellungsverfahren beziehungsweise die Einstellungstests bei der Polizei bekommen konnten.

Diese Tests dienen dazu, um diejenigen auszuwählen, die den Anforderungen am besten entsprechen", erklärte Solveig Hallstein, die Einstellungsberaterin am Polizeipräsidium Rheinpfalz gleich zu Beginn. Ein Bewerbertraining wie dieses hat die Aufgabe, die Bewerber mit den Tests etwas vertrauter zu machen und zu verhindern, dass Bewerber blauäugig ins Vorstellungsgespräch gehen, nach dem Motto „wird schon gutgehen“.

Der Einstellungstest bei der Polizei dauert zwei Tage, für das Bewerbertraining wurde er so weit reduziert, dass die jungen Interessenten ein ziemlich genaues Bild von den einzelnen Tests bekommen: darunter verschiedene Kombinationsaufgaben, Aufmerksamkeitstests ein Diktat - ein Polizist muss auch der deutschen Sprache mächtig dein – das zwar nicht schwierig, aber zumindets hier und da etwas knifflig war. Genauere Informationen über den Ablauf des „richtigen“ Einstellungstests gab es zusätzlich bei Achim Roßner, der extra dazu einen Infostand im Foyer hatte.

Wir wollen zeigen, dass der Beruf sehr facettenreich ist“, sagt Anna Mathy, Koordinatorin der Höheren Berufsfachschule (HBFS) der Polizei. In der Tat gibt es nach Ausbildung und Studium eine Vielzahl von Einsatzgebieten: Kriminalpolizei, Wasserschutzpolizei, es gibt die Hundestaffel und die Hubschrauberstaffel, SEK, MEK, und und und. Oder wie Anne Mathy sagt: „Jeder findet seine Entfaltungsmöglichkeiten".

Markus aus Geinsheim und Marco aus Ottersheim beide 22 besuchen momentan beide die gleiche Klasse in der Berufsoberschule Technik in Neustadt und wollen deshalb Polizisten werden, „weil es ein spannender und abwechslungsreicher Beruf ist“.

Nina (16) aus Haßloch interessiert sich für die Polizei, „weil ich Menschen helfen will, nicht nur zuschauen“ am liebsten bei der Hundestaffel. Sie hatte am Samstag ihr erstes Bewerbungsgespräch – natürlich auch kein echtes - „ich war am Anfang total aufgeregt, aber später ging‘s dann, die waren nämlich total nett“.

Für diesen Rahmen ist das „Du“ auch genau richtig erklärte Kevin Leuthner „Man kann dann auch mal gerade raus was fragen“ und so wurden er und sein Kollege Florian Heners kurzerhand zu Kevin und Florian. Natürlich gibt es das im echten Bewerbungsgespräch nicht.

Polizist oder Polizistin kann man werden, wenn man EU-Bürger ist oder eine unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung hat, das Höchstalter ist 34 Jahre, Zeitsoldaten dürfen 37 Jahre alt sein. Bewerber müssen 1, 62 Meter groß sein und die körperlichen Anforderungen erfüllen.

Dass man weder vorbestraft sein darf noch ein Strafverfahren anhängig sein darf versteht sich von selbst. Ebenso Verfassungstreue, denn es ist die Aufgabe des Polizisten jederzeit bereit zu sein, für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzustehen.

chr

Mehr zum Thema

Deutschrap-Legenden von ‚Fanta 4‘ beim Waidsee-Festival! 

Deutschrap-Legenden von ‚Fanta 4‘ beim Waidsee-Festival! 

Die 12. Heidelberger Drachenboot-Regatta

Die 12. Heidelberger Drachenboot-Regatta

Fotos: Brand in Industriestraße

Fotos: Brand in Industriestraße

Kommentare