Chemie-Riese und Stadt laden ein

Nach BASF-Unglück: Zweiter Bürgerdialog am 4. April

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BASF-Vorstandsmitglied Dr. Margret Suckale (li.) und OB Dr. Eva Lohse. 

Ludwigshafen – Der Verursacher der tödlichen BASF-Explosion schweigt noch immer, die Ermittlungen stocken. Stadt und BASF informieren in einem 2. Bürgerdialog über den Stand der Dinge:

Auch rund 4,5 Monate nach der verheerenden Explosion im Landeshafen Nord des BASF-Werksgeländes am 17. Oktober 2016 mit vier Toten und 30 Verletzten ist die Unglücksursache noch immer nicht geklärt.

Ganz im Gegenteil: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal werden sogar noch einige Monate in Anspruch nehmen!

Wir brauchen zuerst sämtliche notwendigen Gutachten“, so Frankenthals Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber gegenüber LUDWIGSHAFEN24.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Der mutmaßliche Verursacher, ein Arbeiter einer Fremdfirma, äußert sich nach wie vor nicht zu den Geschehnissen – dies werde wohl auch nicht vor Beendigung der Untersuchungen passieren.

Durch einen individuellen Fehler löste der Mann das Inferno aus, als er mit einem Trennschleifer eine falsche, nicht entleerte Pipeline angeschnitten hatte. Der rund 15 Zentimeter lange Schnitt in das acht Millimeter dicke Rohr sei ein so exakt getätigter Schnitt gewesen, dass ein Versehen ausgeschlossen wird.

Der Brand führte letztendlich zu der Explosion, die drei BASF-Feuerwehrmännern und einen Matrosen das Leben kostete.

Stand heute ist der BASF kein Vorwurf zu machen. Somit kann man davon ausgehen, dass sich der Mann bei Anklageerhebung wegen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie wegen fahrlässigen Herbeiführens einer Explosion verantworten muss.

Impressionen vom „Bürgerdialog“ zum BASF-Unglück

Aufgrund der großen Resonanz der besorgten Anwohner speziell der nördlichen Stadtteile bei einem „Bürgerdialog“ am 1. Dezember 2016 mit rund 400 Interessierten im Oppauer Bürgerhaus wiederholen BASF und Stadt Ludwigshafen den Abend. Wieder allen voran mit OB Dr. Eva Lohse (CDU), BASF-Vorstandsmitglied Margret Suckale und Dr. Uwe Liebelt (BASF-Werkleiter Ludwigshafen).

Dort sollen dann die neuesten Erkenntnisse zum Unglück sowie die mittelfristige Entwicklung und die Zukunft des BASF-Standortes Ludwigshafen präsentiert werden.

Schließlich sei es erklärtes Ziel des Chemie-Riesen und der Stadt, gemeinsam mit den Bürgern Vorschläge und Ideen zu erörtern, damit Ludwigshafen zum Vorbild für das Zusammenleben von Industrie und Bürgerschaft in Ballungszentren werden könne.

Die Ergebnisse bzw. ausführliche Dokumentation dieses ersten Bürgerdialogs findest Du online unter www.ludwigshafen.basf.de.

Diesmal steigt die Veranstaltung am 4. April (18:30 Uhr) im BASF-Konferenzzentrum D105 in der Carl-Bosch-Straße 38. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Die Veranstalter bitten alle Teilnehmer schon jetzt, keine Rucksäcke oder großen Taschen mitzubringen. Diese werden am Eingang kontrolliert und verzögern einen schnellen Einlass (ab 18 Uhr).

Am besten, Du reist mit dem ÖPNV an – die Straßenbahn-Haltestelle „BASF Tor 1+2“ befindet sich gegenüber, ebenso der Besucherparkplatz in der Karl-Müller-Straße 2.

Bewegender Gottesdienst für Tote und Verletzte des BASF-Unglücks 

>>> Hier findest Du unsere große Sonderseite zur BASF-Explosion im Landeshafen <<<

BASF/pek

Quelle: Ludwigshafen24

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