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Das BASF-Werk in Ludwigshafen

Mittlerweile 520 Kilo

Nach BASF-Panne: Wie gefährlich ist Melamin im Rhein? 

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Ludwigshafen - Seit Mittwoch läuft die Chemikalie Melamin in den Rhein. Der Grund: Eine Panne bei der BASF. Mittlerweile sind es 520 Kilo – und es sollen noch mehr werden...

Noch immer fließt aus der Kläranlage desBASF-Werks Ludwigshafen die Chemikalie Melamin in den Rhein. Bis Freitagmorgen (6 Uhr) sind es mittlerweile insgesamt 520 Kilogramm gewesen, so eine Sprecherin des Chemieriesen. Das sind nochmals 290 Kilo – also mehr als das Doppelte des ersten gemessenen Wertes. Im Laufe des Tages sollen voraussichtlich noch 120 Kilo dazukommen. Dann soll laut BASF aber Schluss sein. 

Ist Melamin giftig und gefährlich?

Die Chemikalie Melamin ist kein Gefahrstoff, gilt aber als biologisch schwer abbaubar. Melamin ist Ausgangsstoff für Melaminharze, die unter anderem als Leime und Klebstoffe verwendet werden.

Die BASF geht weiter davon aus, dass wegen der Verdünnung des Produkts keine Gefahr für Tiere und Pflanzen besteht. Auf Nachfrage von LUDWIGSHAFEN24 bestätigen Experten, dass bei den bislang bekannten Mengen keine Gefährdung besteht und keine Eingriffe notwendig sind. 

Was ist passiert: 

In einem Betrieb im BASF-Werk ist eine nicht genau bestimmte Menge Melamin ausgetreten und in die Kläranlage geflossen (WIR BERICHTETEN). Während der Austritt im Betrieb gestoppt wurde, fließt über die Kläranlage noch Melamin in den Fluss. Wie der Stoff austreten konnte, ist bislang noch nicht bekannt. 

Das Umweltministerium in Mainz hatte vorsorglich die Rheinanlieger über den Fall informiert, der am Donnerstag bekanntgeworden war.

>>>Der Melamin-Strom ist versiegt! 

dpa/mk

Quelle: Ludwigshafen24

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