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Ludwigshafen: Schneller mit Bahn, Auto oder Fahrrad? Neuer Mobilitätsmonitor gibt Auskunft

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Von: Josefine Lenz

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Ludwigshafen: Einweihung des Mobilitätsmonitors Berliner Platz/Bahnhof Mitte  (Symbolfoto)
Ludwigshafen: Einweihung des Mobilitätsmonitors Berliner Platz/Bahnhof Mitte  (Symbolfoto) © LUDWIGSHAFEN24/Omar Ali

Ludwigshafen - Am Berliner Platz steht ab sofort der digitale Mobilitätsmonitor. Insgesamt wird es davon vier Stück im Stadtgebiet geben. Was darauf zu sehen ist:

Die Umsetzung des Umweltsensitiven Verkehrsmanagements (UVM) der Stadt Ludwigshafen, das ab Frühjahr 2022 Menschen aus der Stadt und der Region sicher ans Ziel bringen soll, schreitet weiter voran. Ende September konnte bereits das Fundament des ersten Mobilitätsmonitors am Berliner Platz/ Bahnhof Mitte gegossen werden. Nun wurde der Monitor installiert und durch Bau-, Umwelt- und Verkehrsdezernent Alexander Thewalt am Donnerstag (14. Oktober) offiziell in Betrieb genommen. Der Bildschirmschoner weicht. Künftig liefern zwei Bildschirme Passant*innen nützlichen Informationen zum ÖPNV und der aktuellen Verkehrssituation. 

„Ziel des Umweltsensitiven Verkehrsmanagements ist es insbesondere, Schadstoffemissionen zu verringern und zu einer besseren Luftqualität in der Stadt beizutragen. Gleichzeitig soll das UVM mit Blick auf die anstehenden großen Infrastrukturmaßnahmen in Ludwigshafen helfen, Staus zu vermeiden“, so Thewalt.

Ludwigshafen: Vier neue Monitore in der Stadt – hier wirst Du sie künftig finden

Insgesamt werden vier Monitore an markanten Punkten innerhalb der Stadt errichtet. Konkret sind sie neben dem Berliner Platz auch im Gebäude des Hauptbahnhofs, an BASF Tor 7 sowie auf dem Platz der Deutschen Einheit (Rhein-Galerie) geplant. Die Funktion von Mobilitätsmonitoren sollte Nutzer*innen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bereits bekannt sein: An Bahnsteigen und Busbahnhöfen finden sich mancherorts auf dynamischen Anzeigetafeln die Ankunfts- und Abfahrtszeiten. 

Der Unterschied zu bereits existierenden Monitoren ist der, dass hier die Abfahrtszeiten sämtlicher ÖPNV-Angebote in einem bestimmten Umkreis angezeigt werden. Außerdem erhalten Nutzer*innen über eine Lagekarte wichtige Informationen zu Angeboten des ÖPNV in der Nähe.

Ludwigshafen: Neue Mobilitätsmonitore für ÖPNV und Fahrradnutzung

Die neuen Mobilitätsmonitore der Stadt Ludwigshafen am Rhein werden aber noch weitere Informationen bündeln. Neben dem Angebot des ÖPNV werden auch Hinweise zur Fahrradnutzung gezeigt. Außerdem gibt es eine Übersicht über die sogenannten Shared-Mobility-Möglichkeiten (zu Deutsch: Möglichkeiten zur geteilten Mobilität). Gemeint sind die Dienstleistungen im öffentlichen Individualverkehr, beispielsweise das Carsharing. Darüber hinaus wird ein Verkehrslagenetz des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) angezeigt. Hier ist erkennbar, an welchen Stellen es sich im Straßennetz staut und an welchen Stellen der Verkehr fließt. 

Die Mobilitätsdaten stammen unter anderem aus Messungen stadteigener Verkehrszählgeräte, die in der gesamten Stadt verteilt sind. Künftig sollen diese Daten über einen eigens eingerichteten Übergabeserver über den Mobilitätsdatenmarktplatz (MDM) zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus werden die Daten zum ÖPNV über das Open Data Portal des VRN bezogen.

Die Umsetzung geht weiter: Insgesamt werden elf große, vollgraphische Informationstafeln im Stadtgebiet errichtet und
16 dynamische Parkleitschilder in Betrieb genommen. Die Tiefbauarbeiten hierzu haben bereits begonnen. Nächste Schritte sind die Erstellung von Stromanschlüssen und Fundamenten sowie letztlich die Montage der Schilder. Sie sind Teil des umfassenden Verkehrsleit- und Informationsmanagements des UVM.

Das Gesamtprojekt hat seinen Fokus auf der Digitalisierung des Verkehrssystems der Stadt und stammt aus dem Masterplan Green City, der gemeinsam mit den Städten Heidelberg und Mannheim entwickelt wurde. Die Umsetzung des Konzepts wurde per Stadtratsbeschluss am 27. Januar 2020 auf den Weg gebracht. Es wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Aufrüstung des Verkehrsrechners sowie die Erstellung des Rahmenkonzepts wurden außerdem vom Verkehrsministerium des Landes Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt. (pm/jol)

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