Nach Messerattacke am Berliner Platz

10 Schüsse! Warum hat der Polizist so oft abgedrückt?

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Messerattacke auf dem Berliner Platz.

Ludwigshafen-Mitte - Fast einen Monat nach der Messerattacke auf einen Polizisten beschäftigt die Ermittler vor allem eine Frage: Warum hat der Beamte so oft auf den Angreifer geschossen?

Am Mittwochnachmittag, 4. Mai, geht ein 42-jähriger Mann ohne Vorwarnung mit einem Messer auf einen Polizeibeamten los, der zu dem Zeitpunkt gerade mit einem Kollegen auf Fußstreife am Berliner Platz ist (WIR BERICHTETEN). Vor den Augen zahlreicher Zeugen wird der Polizist an Kopf und Oberarm schwer verletzt.

Der Berliner Platz nach der Bluttat 

Wie die bisherigen Ermittlungen ergeben haben, wird der Angreifer selbst von sieben Kugeln im Bereich des Unterkörpers getroffen. Er verliert so viel Blut, dass er noch am selben Tag, gegen 18:10 Uhr im Krankenhaus stirbt (WIR BERICHTETEN). Der angegriffene Polizist selbst hat nicht geschossen. 

Sein Kollege hat laut Staatsanwaltschaft Frankenthal insgesamt zehn Schüsse abgegeben, sieben von ihnen haben den Angreifer getroffen. Ob es sich bei den übrigen drei Schüssen um Warnschüsse gehandelt hat, ist bislang noch unklar. 

Auch ist noch unklar, warum der Polizist so viele Schüsse abgegeben hat. „Es muss noch geklärt werden, ob so viele Schüsse nötig waren, um den Kollegen zu retten“, erklärt Oberstaatsanwalt Dr. Kai Hempelmann auf Nachfrage von LUDWIGSHAFEN24. Die beiden Polizisten sind nach seinem Kenntnisstand aktuell noch nicht wieder im Einsatz

>>> Messerattacke am Berliner Platz: So geht es dem Polizisten

Ob gegen die Polizisten – insbesondere gegen den, der geschossen hat - Anklage erhoben wird, ist noch unklar. Gegen den 42-jährigen Angreifer wird dagegen nicht weiter ermittelt. Der Grund: Das Motiv des Täters spielt für die Ermittlungen keine Rolle mehr. „Es gibt kein Ermittlungsverfahren gegen Tote“, so Hempelmann. Ohnehin spiele die Frage nach dem Motiv keine Rolle für die Frage nach der Notwendigkeit der abgegebenen Schüsse. „Ich nehme an, dass das Motiv im Dunklen bleiben wird“, erklärt der Oberstaatsanwalt.

mk

Quelle: Ludwigshafen24

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