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Impfzentrum in Ludwigshafen: Stadt findet Lösung für Eberthalle – Eulen dürfen bleiben

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Von: Katja Becher

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Die Eberthalle in Ludwigshafen (Archivfoto)
Die Eberthalle in Ludwigshafen (Archivfoto) © Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen - Die Eulen können weiter in der Eberthalle spielen – obwohl die Verwaltung dort ein Corona-Impfzentrum einrichten wird. Am Montag hat die Stadt dazu eine Lösung präsentiert:

Die Stadt hat eine Lösung gefunden, wie die Eberthalle in Ludwigshafen gleichzeitig als Corona-Impfzentrum und als Spielstätte für die Eulen Ludwigshafen funktionieren kann. Aufgrund der engen zeitlichen Vorgaben für den Start und den hohen Anforderungen hält die Stadt Ludwigshafen an der Eberthalle als Impfzentrum fest. „Wir können das Impfzentrum in Ludwigshafen nur dann fristgerecht zum 15. Dezember in Betrieb nehmen, wenn wir den Standort Eberthalle nutzen, da er die wesentlichen Kriterien erfüllt“, erklärt Beigeordneter Andreas Schwarz in der Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses am Montag. Bereits am 11. Dezember sei die Abschlussbesprechung mit dem Land Rheinland-Pfalz vorgesehen. „Alle von uns geprüften möglichen anderen Immobilien können mit diesem sehr knappen zeitlichen Vorlauf nicht entsprechend ertüchtigt werden oder erfüllen die Voraussetzungen nicht, die vom Land Rheinland-Pfalz für die Impfzentren vorgegeben sind.“

Impfzentrum in Ludwigshafen: Lösung für Eberthalle gefunden – Eulen dürfen bleiben

Laut Andreas Schwarz habe man allerdings eine Lösung gefunden, mit der man den Spielbetrieb für die Eulen Ludwigshafen im Dezember in der Eberthalle neben dem Betrieb des Impfszentrums sicherstellen könne. „Dies gibt uns Zeit, vertieft zu prüfen, wie wir das Impfzentrum in Ludwigshafen im kommenden Jahr ausbauen können. Hier gibt es noch zwei Optionen, um das Impfangebot ab Januar wie geplant zu erweitern“, so Schwarz. Über die neue Entwicklung habe er bereits mit der Geschäftsführerin der Eulen, Lisa Heßler, gesprochen.

Eulen Ludwigshafen bleiben vorerst in Eberthalle – „Wir sind erst einmal erleichtert“

Die Eulen Ludwigshafen äußerten sich am Montag erleichtert über die Entscheidung vom Bau- und Grundstücksauschuss. Mitte vergangener Woche war die Geschäftsführung der Eulen informiert worden, dass der Verein nach dem Spiel gegen GWD Minden am Samstag (28. November) nicht mehr in der Eberthalle spielen kann. Seither habe „Alarmstimmung“ geherrscht und die Suche nach einer Alternative sei bundesweit vorangetrieben worden. Auch die Rhein-Neckar-Löwen auf der anderen Rhein-Seite in Mannheim hatten bereits ihre Hilfe angeboten.

Das Impfzentrum nehme seine Arbeit zunächst in den Vorräumen der Eberthalle auf, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. „Wir sind erst einmal erleichtert, dass die drei Spiele gegen die Füchse Berlin am 12. Dezember, gegen Flensburg am 19. Dezember und gegen MT Melsungen am 26. Dezember stattfinden können“, sagte Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler. Für den Zeitraum nach der WM-Pause im Januar will die Stadt Ludwigshafen weitere Alternativen bewerten und mit den Eulen Ludwigshafen Lösungen finden.

Impfzentrum in Ludwigshafen: 105.000 Menschen sollen geimpft werden

Bei einer angestrebten Impfquote von 60 Prozent müssten in Ludwigshafen rund 105.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Da eine zweimalige Impfung erforderlich ist, sind das rund 210.000 Impfvorgänge. „Wir stehen als Stadtverwaltung vor einer immensen logistischen Herausforderung, um das Impfzentrum wie geplant fristgerecht in Betrieb nehmen zu können“, so Andreas Schwarz. Gleichzeitig gelte es nun zu klären, ob und wie man einerseits den Ausbau des Impfzentrums und den Spielbetrieb der Eulen ab Februar 2021 miteinander in Einklang bringen könne. „Wir haben immer gesagt, dass wir alles tun wollen, um die ‚Eulen‘ zu unterstützen. Diese Zusage halten wir ein.“ (pm/kab)

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