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Hauptbahnhof Ludwigshafen: Mega-Finanzspritze vom Bund für Erneuerung

Der Hauptbahnhof in Ludwigshafen.
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Der Hauptbahnhof in Ludwigshafen.

Ludwigshafen - Nach dem Vandalismus am Hauptbahnhof, flammt die Diskussion um einen Neubau wieder auf. In der Zwischenzeit gibt es Geld vom Bund:  

  • Vandalismus in Hauptbahnhof Ludwigshafen – Scheiben zerstört.
  • Grüne und SPD diskutieren über Umbau.
  • Bundespolizei verhaftet mutmaßlichen Täter aus Mannheim.
  • Der Bund gibt hohe Summen für Umbau aus.

Update vom 14. August: Gute Nachrichten für Ludwigshafen und Frankenthal. Beide Bahnhöfe erhalten kurzfristig eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. DB Netze erhält 340.000 Euro, um in Ludwigshafen die Aufenthaltsqualität zu steigern. Mit dem Geld sollen Treppen, Zugänge, Zäune und Dächer erneuert sowie Wand- oder Bodenbeläge ausgetauscht werden. Für den Hauptbahnhof Frankenthal stellt der Bund 205.000 Euro zur Verfügung, die für energetische Verbesserungen und Nachhaltigkeit eingsetzt werden sollen.

Der Zustand unserer Hauptbahnhöfe ist schon lange ein Thema. Insbesondere was den Ludwigshafener Hauptbahnhof angeht, braucht es langfristig einen großen Wurf. Mittelfristig können die geförderten Maßnahmen aber dazu beitragen, dass sich die Fahrgäste wohler fühlen“, sagt Torbjörn Kartes, Bundestagsabgeordneter für Ludwigshafen, Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis Die Mittel stammen aus dem insgesamt 40 Millionen Euro umfassenden Sofortprogramm „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“.

Hauptbahnhof Ludwigshafen: SPD fordert Umbau und mehr Angebote

Erstmeldung vom 11. August:  „Ein Projekt, in das die Stadt Ludwigshafen rund 190 Millionen DM investiert hatte, präsentierte sich in einem Zustand, der nur mit den Attributen ungepflegt, unsauber, ungastlich und unattraktiv zu umschreiben ist. Ich will nicht sagen, dass er ein Schandfleck der Stadt ist, aber ein Aushängeschild ist er auf keinen Fall“, schrieb der ehemalige Oberbürgermeister Werner Ludwig 1984 an den Präsidenten der Bundesbahndirektion Karlsruhe. Bereits damals löste der Hauptbahnhof Ludwigshafen schon Diskussionen aus. Diese sind derzeit wieder angefacht worden. Auslöser dafür ist ein Vandalismus-Vorfall, bei dem ein 67-Jähriger in der letzten Woche am Bahnhof gewütet und Scheiben eingeschlagen hat.

Die SPD Ludwigshafen und Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck fordern eine Sanierung des Hauptbahnhofes. Dabei lautet das Motto „kraftvolle Belebung statt eines kleinmütigen Rückbaus“, wie es die Partei auf ihrer Internetseite schreibt. Damit gehen sie auf eine Forderung der Grünen ein, die nach dem Vorfall eine radikale Verkleinerung des Bahnhofs gefordert haben. Nach Informationen des Morgenweb würden die Fraktionsvorsitzenden Monika Kleinschnitger und Hans-Uwe Daumann in der Verwahrlosung des Gebäudes einen Grund für die Zerstörungswut einiger Menschen sehen.

Die SPD Ludwigshafen sieht das aber ganz anders. Es brauche nicht nur mehr Halte von Zügen, sondern auch mehr Service- und Verknüpfungsangebote, wie zum Beispiel Fahrrad-Verleih- und -Abstell-Stationen oder Car-Sharing. Zudem habe der Stadtrat in einer Sitzung vom 9. Dezember 2019 bereits beschlossen, den Hauptbahnhof Ludwigshafen „in sämtlichen seiner Nutzungsfunktionen möglichst zeitnah zu verbessern“.

Hauptbahnhof Ludwigshafen: Randalierer zerstört Glasscheiben

Klar ist auf jeden Fall, dass der Hauptbahnhof in Ludwigshafen schon lange nicht mehr den Glanz alter Tage besitzt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1969 galt er noch als eines der interessantesten und attraktivsten Bauwerke der Deutschen Bundesbahn. Das änderte sich aber 1972, als das Empfangsgebäude der Hochstraße weichen musste.

Durch den Vandalismus-Vorfall vom 3. August ist zudem viel zu Bruch gegangen. Wie die Bundespolizei Kaiserslautern mitteilt, hat ein amtsbekannter Obdachloser aus Mannheim den Glasschaukasten mit der Eisenbahn, den Passbildautomaten und weitere Glastüren im Gebäude zerstört. Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Bild des Hauptbahnhofes in Zukunft ändern wird. (dh)

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