Katastrophe in Landeshafen Nord

6 Monate nach BASF-Explosion: Noch viele Fragen offen

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Durch die Explosion auf dem Werksgelände der BASF am 17. Oktober 2016 verlieren vier Menschen ihr Leben.

Ludwigshafen - Die Explosion bei der BASF im Oktober 2016 mit vier Toten beschäftigt weiterhin verschiedene Gutachter. Viele Fragen sind noch ungeklärt – doch Antworten gibt es wohl so schnell noch keine...

Bei der Explosion im Landeshafen Nord am 17. Oktober 2016 sterben vier Menschen, rund 30 werden teilweise schwer verletzt.

Doch auch über ein halbes Jahr nach der verheerenden Katastrophe auf dem BASF-Werksgelände bleiben noch immer viele Fragen offen. Auch die wichtigste – wie es überhaupt zu dem schrecklichen Unglück kommen konnte.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Wie der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, Hans-Jürgen Seimetz, am Mittwoch sagte, gehe man zwar weiterhin davon aus, dass ein Mitarbeiter einer Fremdfirma versehentlich eine falsche Rohrleitung angeschnitten und damit die tödliche Explosion verursacht hat. Das Ergebnis einer Untersuchung des TÜV Süd stehe allerdings noch aus.

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Dabei geht es um die Frage, ob sich die Rohrleitungen zum Zeitpunkt der Explosion in ordnungsgemäßem Zustand befanden oder ob Mängel das Ausmaß des Schadens beeinflussten. Ebenfalls soll geklärt werden, ob künftig zusätzliche technische und organisatorische Schutzvorkehrungen erforderlich sind.

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Den Fokus auf Verunreinigungen im Grundwasser und im Boden durch Stoffe aus Rohrleitungen beziehungsweise aus dem damals verwendeten Löschschaum der Feuerwehr legt ein weiteres Gutachten. Auch hier steht ein abschließendes Ergebnis noch aus. 

Die BASF hatte in Abstimmung mit der SGD Süd und der Stadt Ludwigshafen ein externes Sachverständigenbüro mit der Untersuchung beauftragt. Wie Seimetz sagte, weisen erste Untersuchungsergebnisse auf eine Bodenbelastung hin.

Direkt am Rohrleitungsgraben wurde mittlerweile kontaminierte Erde auf einer Länge von etwa 180 Metern abgetragen. Auch hier liegt laut Seimetz noch kein Abschlussbericht vor.

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Wann die endgültigen Gutachten und somit eine Bewertung der Vorgänge rund um das Unglück vorliegen, ist noch unklar.

dpa/rob

Quelle: Ludwigshafen24

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