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Ludwigshafen: Nach Feuer-Inferno im Industriepark – Wie hoch der Sachschaden ist

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Von: Eliran Kendi

Im Chemiepark in Ludwigshafen-Rheingönheim ist ein Feuer ausgebrochen (8. September 2021).
Im Chemiepark in Ludwigshafen-Rheingönheim ist ein Feuer ausgebrochen (8. September 2021). © Einsatzreport24/Daniel Englert

Ludwigshafen - In Rheingönheim ist am Mittwochabend (8. September) bei einer Firma im Chemiepark ein Feuer ausgebrochen. Am Tag danach ziehen Feuerwehr und Polizei Bilanz:

Update vom 9. September, 14:55 Uhr: Die Nachlöscharbeiten an der ausgebrannten Düngemittel-Fabrik dauern am Donnerstagnachmittag weiterhin an. Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilt, ist der Brandort wegen möglicher Einsturzgefahr der Halle derzeit nicht begehbar. „Die Brandermittler der Kriminalpolizei Ludwigshafen haben heute Morgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen. Mit Ermittlungsergebnissen ist frühestens Anfang nächster Woche zu rechnen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemeldung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Nach ersten Schätzungen dürfte der Sachschaden bei mindestens eine Million Euro liegen.

StadtLudwigshafen am Rhein
Bevölkerung171.061 (Stand 2019)
Fläche77,55 km²
BundeslandRheinland-Pfalz

Ludwigshafen: Großbrand in Industriepark – „Keine Gefahrenstoffe ausgetreten“

Update vom 9. September, 7:28 Uhr: Neue Infos zum Großbrand im Industriepark Süd: Laut Feuerwehr Ludwigshafen haben in einer Produktionshalle Teile der Hallenverkleidung ‒ unter anderem aus Kunststoffen, Gummi und Holz ‒ Feuer gefangen. Die Feuerwehr hatte den Brand gegen 21:45 Uhr unter Kontrolle. Die Löscharbeiten in dem rund 20 Meter hohen Gebäude dauerten noch bis in die Morgenstunden an des Donnerstag (9. September) an. Um 6:38 Uhr am Donnerstagmorgen gab die Berufsfeuerwehr dann Entwarnung. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Wegen der starken Rauchentwicklung untersuchte die Feuerwehr die Umgebung im Gebiet rund um die Brandstelle mit vier Messfahrzeugen. Zudem wurden Wisch- und Luftproben genommen. Wie LUDWIGSHAFEN24 bereits berichtet, ergaben die Messungen keine Hinweise für eine Gefährdung der Bevölkerung. Für die Löscharbeiten waren mehr als 180 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr Ludwigshafen, der Freiwilligen Feuerwehren Speyer und des Rhein-Pfalz-Kreises sowie der Berufsfeuerwehren aus Mannheim und Worms gefordert. Auch Hilfsorganisationen, Rettungsdienste, das THW, die Polizei, der Bereich Umwelt und Sozialdezernentin Beate Steeg waren im Einsatz. Direkt vor Ort bekämpften rund 80 Menschen die Flammen.

Ludwigshafen: Entwarnung nach Großbrand – „Keine Gefahrenstoffe ausgetreten“

Update vom 8. September, 22:10 Uhr: Aufatmen in Ludwigshafen und Mannheim: Auf Anfrage von LUDWIGSHAFEN24 gibt ein Sprecher der Feuerwehr Entwarnung: Es seien „keine Gefahrenstoffe ausgetreten“, sagt Jochen Hunmmel, stellvertretender Stadtfeuerwehrinspekteur. In den betroffenen Stadtteilen in Ludwigshafen sind zur Stunde Messfahrzeuge unterwegs.

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Obgleich auch in Mannheim die Menschen gewarnt worden sind, Türen und Fenster geschlossen zu halten, ist die Quadradestadt offenbar nicht von den Brandgasen betroffen gewesen. Auch bei der Angabe des Brandortes hat es zunächst Verwirrung gegeben: Das Feuer ist nicht beim Chemieunternehmen Almatis ausgebrochen, wie anfangs berichtet, sondern in einer Lagerhalle der Düngemittelfabrik ICL Fertilizers, bestätigt Hummels. Glücklicherweise sind weder Mitarbeiter der Düngemittelfabrik noch Einsatzkräfte verletzt worden. Insgesamt sind 180 Einsatzkäfte bei den Löscharbeiten eingebunden. Am späten Donnerstagabend (Stand 22:15 Uhr) ist das Feuer zwar unter Kontrolle, aber noch nicht gänzlich gelöscht. Nach Angaben der Feuerwehr werden sich die Löscharbeiten noch bis in die frühen Morgenstunden ziehen.

Ludwigshafen: Großbrand in Chemiepark – Auch Mannheim von Brandgasen betroffen

Erstmeldung vom 8. September, 19:30 Uhr: Laut Angaben der Polizei ist im Ludwigshafener Stadtteil Rheingönheim in der Giulinistr. 2 um 18:44 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Dort brennt eine Lagerhalle der Firma Almatis Holding GmbH. Von der Innenstadt aus ist die Rauchwolke deutlich sichtbar – in den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Aufnahmen. Nach aktuellem Stand der Feuerwehr ist bei dem Brand niemand verletzt worden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei Ludwigshafen sind vor Ort. Zudem hat die Feuerwehr Mannheim mitgeteilt, dass um 19:14 in Ludwigshafen Brandgase freigesetzt worden sind. „Es kann zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in den folgenden Stadtteilen kommen: Neckarau, Lindenhof, Innenstadt/Jungbusch – meiden Sie das betroffene Gebiet“, heißt es bei der Warn-App „Katwarn“.

Wie die Feuerwehr Ludwigshafen meldet, sind von den Brandgasen die Stadtteile Rheingönnheim, Mundenheim, Gartenstadt und Maudach betroffen. Auch in Frankenthal wird die Bevölkerung aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich „nicht unnötig im Freien aufzuhalten.“ Über weitere Informationen halten wir Dich auf dem Laufenden.

Bereits im Januar 2020 hat es bei der Chemie-Firma Almatis in Ludwigshafen gebrannt. Damals löste ein technischer Defekt am Anlasser einer Produktionsmühle eine Explosion aus. (esk)

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