Standort Ludwigshafen betroffen

Chemiekonzern ICL verkauft Geschäftsbereiche  

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Ludwigshafen - Der Chemiekonzern Israel Chemicals Ltd. verkauft drei Geschäftsbereiche. 460 Mitarbeiter von der Geschäftsübernahme betroffen – 250 davon am Standort Ludwigshafen. 

Der Chemiekonzern Israel Chemicals Ltd. (ICL) verkauft die Geschäftsbereiche  Aluminiumsalze, Papierchemikalien und Wasserbehandlung.

Im Mai hatte der Konzern bereis angekündigt, dass er Käufer für bestimmte Geschäftsbereiche suche. Für einen Teil davon ist er nun fündig geworden. Weitere Bereiche (Kosmetik, Pharma, Gips und Schuhteile) werden künftig zum Verkauf angeboten – gegen den Willen des Betriebsrats. Bleiben soll nur das 100 Mitarbeiter zählende Düngemittelgeschäft.

Für etwa 250 Millionen Euro wurden die drei Bereiche an das japanische Unternehmen Kurita Water Industries Ltd. verkauft. 

Von dem Verkauf sind weltweit etwa 460 Mitarbeiter betroffen, rund 250 davon in Ludwigshafen, wie ein ICL-Vertreter am Montag in Ludwigshafen mitteilten. Der Konzern kündigte jedoch an, dass allen Mitarbeitern die Übernahme angeboten werde. 

Eine Betriebsratsvertreterin prangerte offen an, dass die Entscheidung nicht nachvollziehbar sei. Das Geschäft laufe relativ gut.

Konzernchef Stefan Borgas hatte im Mai verkündet, dass keiner der betroffenen Bereiche Verlust mache, für den ein oder anderen gebe es jedoch möglicherweise bessere Besitzer. Würde ein Geschäftsgebiet jedoch durch einen Verkauf schlechter gestellt, werde es nicht abgegeben.

ICL zählt nach eigenen Angaben weltweit etwa 12 000 Mitarbeiter und kam 2013 auf einen Umsatz von 6,3 Milliarden US-Dollar (4,96 Milliarden Euro). 

dpa/mk

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