Explosion in Ludwigshafen mit 5 Toten

BASF-Prozess: Falscher Rohrschnitt Ursache für Katastrophe – alles andere „unrealistisch“

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Der Angeklagte Andrija K. (l) vor Prozessbeginn neben seinem Rechtsanwalt Carsten Tews.

Ludwigshafen - Am 5. Februar startete der BASF-Prozess am Landgericht Frankenthal. Im April äußert sich der Angeklagte Andrija K. (63) erstmals zum BASF-Unglück. Ein Ende des Prozesses ist nun in Sicht. 

  • Am 17. Oktober 2016 ereignet sich die BASF-Explosion5 Menschen kommen ums Leben, 44 Menschen werden verletzt, 6 davon schwer
  • BASF-Explosion: 3 bis 5 Millionen Euro Sachschaden, mindestens 500 Millionen an mittelbaren Folgen (Produktionsausfall) 
  • Anklage gegen externen Mitarbeiter wegen des „Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“
  • Prozessstart am 5. Februar im Landgericht Frankenthal
  • Die Verhandlungstermine überschneiden sich teilweise mit den Terminen des Babymord-Prozesses
  • Das Urteil im BASF-Prozess könnte am 28. Juni fallen 

Update vom 17. Juni: Bis zur wahrscheinlichen Urteilsverkündung im BASF-Prozess Ende Juni, bei dem das Unglück von Oktober 2016 mit 5 Toten und 44 Verletzten verhandelt wird, sagen noch diverse Gutachter aus. Auch beim Verhandlungstag am 17. Juni wird am Landgericht ein Sachverständiger für Brand- und Explosionsursachen angehört – und der macht klar, dass es nach neun Untersuchungsergebnissen ausgeschlossen ist, dass etwas anderes als ein Schnitt in eine falsche Rohrleitung als Ursache für die tödliche Katastrophe in Betracht kommt. 

Wie der MM berichtet, sei demnach davon auszugehen, dass der angeklagte Schlosser Andrija K. (63) nicht die entleerte, sondern versehentlich die benachbarte Pipeline angeschnitten hatte. Auch alle anderen von der Verteidigung vorgebrachten möglichen Ursachen für die Explosion habe der Gutachter als unrealistisch eingeschätzt.

Update vom 25. April: Wie eine Sprecherin des Landgerichts auf LUDWIGSHAFEN24-Anfrage mitteilt, könnte das Urteil im BASF-Prozess am 28. Juni fallen. Vorher würden noch Gutachter aussagen. 

Angeklagter berührt mit emotionaler Aussage, sorgt jedoch trotzdem für Verwirrung 

Update vom 10. April: Der 17. Prozesstag am Landgericht Frankenthal wurde heiß erwartet: Am Mittwoch (10. April) äußert sich der Angeklagte Andrija K. (63) erstmals zum Tag des verheerenden BASF-Explosionsunglücks in Ludwigshafen. Ihm wird vorgeworfen, durch den Anschnitt eines falschen Rohres mehrere Explosionen im Landeshafen Nord auf dem BASF-Werksgelände ausgelöst zu haben, wodurch fünf Menschen getötet und 44 teilweise schwer verletzt wurden. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Der Angeklagte berührt mit einer emotionalen Aussage, sorgt jedoch trotzdem für Verwirrung

Update vom 5. April um 12 Uhr: Nach einer rund 45-minütigen Verhandlungspause beschäftigt sich das Gericht mit den Arbeitsberechtigungsscheinen der BASF und dem sogenannte „Feuerschein“ für Sicherheit und Brandschutz. Der Angeklagte gibt an, das Scheinwesen zu kennen, doch in erster Linie habe sich sein Vorarbeiter darum gekümmert. 

Für den nächsten Block war vorgesehen, dass sich der 63-Jährige zum Unglückstag äußert, doch daraus wird nun doch nichts: Der vorsitzende Richter erklärt, dass er den Angeklagten nicht überfordern wolle und bezieht sich dabei auf den schlechten gesundheitlichen Zustand des Bosniers. Die Verhandlung wird am kommenden Mittwoch (10. April) fortgesetzt. Dann wird auch der Angeklagte seine Aussage fortführen.  

Update vom 5. April um 11 Uhr: Der Prozess um die BASF-Explosion geht am Freitagmorgen weiter. Zum ersten Mal äußert sich heute der Angeklagte selbst zu dem BASF-Unglück. Zunächst macht der 63-Jährige aber Angaben zu seiner Person: Der gebürtige Bosnier ist geschieden und hat zwei Kinder, arbeitet seit 1987 in Deutschland und wohnt seit 1992 hier. Seine Ausbildung zum Rohrschlosser hat der Angeklagte in seinem Heimatland gemacht, vor dem schrecklichen Unglück mit fünf Toten hat der 63-Jährige zehn Jahre lang bei einer externen Firma auf dem BASF-Gelände gearbeitet.

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Jetzt die überraschende Wende in diesem Fall: Kommen die Eltern etwa frei?

Seit der Explosion am 17. Oktober 2016 befindet sich der Mann in Behandlung – zehn Prozent seines Körpers wurden dabei verbrannt, außerdem wurde ihm eine 70-prozentige Behinderung attestiert. Seit dem Unfall leidet der 63-jährige Angeklagte zudem unter Depressionen und Angstzuständen. Vor Gericht sagt er, dass er nur noch eineinhalb Stunden pro Nacht schlafen könne.

In Folge der BASF-Katastrophe musste der gebürtige Bosnier zwei Mal operiert werden: Einmal wegen eines Sehnenrosses in der Schulter, ein zweites Mal wegen der Verbrennungen, die er erlitten hatte. Nach 45 Minuten wird eine kurze Pause angesetzt. Danach sollen zunächst die Arbeitsabläufe bei der BASF im Fokus stehen, ehe es schließlich um das Unglück selbst gehen wird.

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BASF-Prozess: Neue Termine – Verhandlung zieht sich bis Ende Juni

Update vom 22. März, 8 Uhr: Der Prozess um die BASF-Katastrophe wird länger dauern als bisher angenommen. Wie Christian Bruns, Richter am Amtsgericht, auf Anfrage erklärt, gehen die Termine für die weiteren Verhandlungstage bis zum 28. Juni

Grund dafür sei, dass die Vernehmung der Hauptsachverständigen mehrer Tage brauchen wird. Zudem seien Beweisanträge angekündigt und die Vernehmung geplanter Zeugen hätte nach hinten verschoben werden müssen. Eine längere Unterbrechung im April komme davon, dass nahezu alle Verfahrensbeteiligten in den Osterferien seien. 

Die zusätzlichen Termine sind am 2. Mai, 3. Juni, 17. Juni, 25. Juni und 28. Juni. Das exakte Programm stehe noch nicht fest.

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BASF-Katastrophe: Gutachterin spricht von Kettenreaktion

Update vom 12. März: Im Landgericht Frankenthal beschreibt die Gutachterin ihre Untersuchungen im Landeshafen Nord. Zum ersten Mal sind sie vier Tage nach dem Unglück vor Ort. Wie der Mannheimer Morgen berichtet, können die Arbeiten aufgrund eines Gasalarms erst am nächsten Tag (22. Oktober 2016) beginnen. Laut den Sachverständigen hat der Schnitt am falschen Rohr alle darauffolgenden Brände und Explosionen ausgelöst. Durch den Funkenflug hat sich auch das Etylen entzündet, das wie ein „Flammenwerfer“ wirkt. Die Gutachterin beschreibt die Situation als „große Kette“, keiner der geschehen Brände und Explosionen hätte alleine passieren können.

Ein weiterer wichtiger Zeuge wird am Nachmittag befragt: Ein Experte des Bundeskriminalamts, der genaue Infos zu dem Schnitt, der Laufrichtung der Trennscheibe und dem Standort des angeklagten Arbeiters geben kann.

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Schweißer berichtet über BASF-Explosion: Er löscht seinen brennenden Kollegen!

Update, 14 Uhr: Der Schweißer, der auch am 17. Oktober 2016 mit Andrija K. zusammengearbeitet hat, wird vor Gericht über seine Erlebnisse im Landeshafen der BASF befragt. 

Der Angeklagte sei immer „100 Prozent zuverlässig“ gewesen, erklärt der Bosnier, dem während der Beweisaufnahme ein Dolmetscher zur Seite steht. „Wir haben 2010 angefangen zusammenzuarbeiten. Er hatte sehr gutes Fachwissen, war sehr gut und eine sehr ehrliche Person.“ Wenn etwas unklar gewesen wäre, hätte Andrija K. immer nachgefragt.

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Die Arbeitskollegen seien am Tag der Explosion gemeinsam mit dem Auto zum BASF-Hafen gefahren. Nach der Frühstückspause hätte K. schon einige Schnitte gemacht, am Mittag sei er am Dehnungsbogen der Leitung angekommen. Sein ehemaliger Kollege erzählt vor Gericht, dass er Andrija K. noch mit seiner Flex gesehen hätte, wie er zur nächsten Schnittstelle lief. „Das nächste Mal als ich ihn sah, stand er in Flammen.“

Der Zeuge hätte ein lautes Zischen gehört und sich umgedreht. Das erste was er gesehen hätte, sei brennendes Gras gewesen. Erst danach hätte er die vertikale Feuersäule über demRohrgraben bemerkt. Wenige Meter habe er seinen Arbeitskollegen gesehen, dessen Körper gebrannt hätte. Er sei zu ihm gerannt und hätte ihn mit einer Jacke gelöscht.

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Der Zeuge erzählt auch, wie er Andrjia K. im Krankenhaus besuchte. Bei einem der Besuche hätte der Angeklagte zu ihm gesagt: „Ich bin doch nicht so verrückt in ein anderes Rohr zu schneiden“ und „Ich habe das Rohr angeschnitten, was mir angezeichnet wurde.“

Prozess zur BASF-Katastrophe: Schweißer berichtet vom tödlichen Unglück

Update vom 27. Februar: Der 8. Prozesstag startet am Landgericht Frankenthal. Ein Schweisser, der bei der BASF-Explosion direkt vor Ort war, soll heute aussagen. Er ist ein Arbeitskollege des Angeklagten und ebenfalls aus Bosnien. Mit dem Angeklagten hat er meist im Team gearbeitet, er war für das Schweißen zuständig, der Angeklagte für das Schneiden. 

Prozess um BASF-Explosion: Kriminalpolizisten sagen aus

Update vom 26. Februar, 14:30 Uhr: Am Mittag des 7. Prozesstages sagt Henry Hammer aus: Der Hauptkommissar der Kripo schildert, wie sich der Einsatz aus Sicht der Polizei zugetragen hat. Am Tag der Explosion seien rund 300 Beamte im Einsatz gewesen. Der Brandort mit dem angeschnitten Rohr, das schließlich für die verheerende Katastrophe verantwortlich zeichnete, wurde rund um die Uhr bis zum 22. November bewacht.

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Da sich zum Zeitpunkt der Explosioninsgesamt drei Schiffe im Landeshafen Nord befunden haben, wurde zunächst ermittelt, ob hier die Ursache gelegen haben könnte. Fünf Tage später rückte schließlich das durch den Angeklagten Arbeiter einer Fremdfirma angeschnittene Rohr in den Fokus.

Laut Aussage Hammers soll der durch die Explosion entstandene Sachschaden im hohen, dreistelligen Millionenbereich liegen.

Update vom 26. Februar 11:30 Uhr: Der 7. Prozesstag um die BASF-Explosion beginnt am Dienstag um 9:30 Uhr am Frankenthaler Landgericht. Erwartet werden die Aussagen der Brandermittler. LUDWIGSHAFEN24 ist vor Ort und hält Dich auf dem Laufenden. 

Geladen ist unter anderem Kripo-Kommissarin aus Ludwigshafen Andrea Scheub (42). Sie schildert dem Gericht den Unfallhergang und wie die Brandermittlung abgelaufen sind. „So einen Einsatz gab es in der Größenordnung noch nie“, sagt sie. Alle verfügbaren Beamten waren im Einsatz, da zunächst nicht sicher war, was überhaupt passiert sei, so Scheub weiter. Die Lage war angespannt, da weitere Explosionen zu erwarten waren. 

Eigentlich sollten an diesem Tag einfache Rohrarbeiten in der BASF erledigt werden: alte Rohrteile gegen neue ersetzt werden. Doch dann kommt es zum Unglück: Gegen 11:15 Uhr sieht der zuständige Brandmeister, dass der Angeklagte K. in Flammen steht! Zusammen mit einem Schweisser löschen sie K., der sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Gras wälzt. Um 11:27 Uhr wird im Videomaterial deutlich, dass ein „weißes Produkt“ aus der angeschnittenen Rohrleitung das Feuerwehrauto trifft und ein Feuerball entsteht! Es kommt zu mehreren Explosionen. 

Während der Aussage liegt der Angeklagte immer wieder mit dem Kopf auf dem Tisch, schließt die Auge, stützt seinen Kopf ab. Von seinem Anwalt wird er gefragt, ob alles ok sei. Dies bejaht er.

BASF-Prozess um tödliches Unglück: Feuererlaubnisschein an Mitarbeiter ausgestellt

Update 19. Februar, 14 Uhr: Am fünften Prozesstag um das BASF-Unglück geht es auch immer wieder um den sogenannten ‚Feuererlaubnisschein‘, der wenige Tage vor dem Unglück auch an die Arbeiter im Rohrgraben ausgestellt und am Tag der Katastrophe verlängert wurde. Vor allem Rechtsanwalt Alexander Klein hat viele Fragen an den Zeugen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, in welchem Fall ein Sachkundiger vor Ort sein muss und in welchem Umfang Arbeiten beaufsichtigt werden müssen. Werner W. sagt aus, dass er die Gefährdungsbeurteilung der Arbeit im Rohrgraben als „nicht so kritisch“ eingeschätzt hätte. Nach wie vor steht außerdem die Frage im Raum, ob am Tag des Unglücks die Brandschutzvorkehrungen noch einmal von BASF-Mitarbeitern vor Ort überprüft wurden, bevor der ‚Feuererlaubnisschein‘ verlängert wurde.

Update, 19. Februar, 10:50 Uhr: Heute wird der Prozess am Frankenthaler Landgericht weitergeführt. Zu Beginn sagt der Zeuge Werner W. aus. Der 58-Jährige arbeite seit 1976 bei der BASF und ist seit 19 Jahren Fachkraft für Arbeitssicherheit. Damit ist W. auch für das komplexe ‚Erlaubnisscheinwesen‘ des Chemieunternehmens zuständig. Diese Scheine gibt die BASF an Fremdfirmen aus, die auf dem Werksgelände Arbeiten durchführen. Dieses System sei laut W. Anfang der 2000er Jahre eingeführt worden und werde immer wieder überarbeitet. „Ein etabliertes System“, nennt er es in seiner Polizeivernehmung.

Bevor ein Schein an einen Auftragnehmer der BASF ausgestellt wird, müsse eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden. Dabei wird zunächst festgehalten, welche Gefahren bei der dementsprechenden Arbeit bestehen könnten und wie man sich davor schützen kann. Die dabei festgelegten Sicherheitsmaßnahmen – wie beispielsweise das Vorhandensein von Feuerlöschern und Brandschutzdecken – müssen vorhanden sein, bevor die Fremdfirma den Schein erhält und ihre Arbeit beginnen kann. 

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BASF-Prozess am Landgericht Frankenthal: „Der richtige Lerneffekt war nach dem Ereignis“

Wie der Sicherheitsbeauftragte weiter aussagt, sollte im November 2016 – nur wenige Wochen nach dem Unglück – eine Broschüre veröffentlicht werden, die Arbeitern als Leitfaden zum Thema „Öffnung von Rohrleitungen“ dienen sollte. Diese Broschüre sei nach dem Unglück jedoch noch einmal überarbeitet worden. „Der richtige Lerneffekt war nach dem Ereignis“, so W. 

Mittlerweile seien auch Klebe-Banderolen im Einsatz, die Schnittstellen an Rohren deutlich kennzeichnen würden. Diese müsse auch vom ausführenden Arbeiter unterschrieben werden. Außerdem hätten sich auch die Vorgaben für Trenn- und Schnittwerkzeuge geändert.

Während die Prozessbeteiligten einen genaueren Blick auf die verschiedenen Erlaubnisscheine der BASF werfen, sitzt der Angeklagte  Andrija K. mit dem Händen auf dem Gesicht an seinem Platz. Kurze Zeit später bittet sein Anwalt Carsten Tews um eine Pause für seinen Mandanten. Richter Uwe Gau unterbricht daraufhin den Prozess für etwa 10 Minuten. 

Der Angeklagte Andrija K. (l) vor Prozessbeginn neben seinem Rechtsanwalt Carsten Tews.

BASF-Prozess unterbrochen: Anwalt wechselt in andere Verhandlung

Update vom 12. Februar 10:45 Uhr: Alexander Klein, der Angehörige des getöteten Feuerwehrmanns in der Nebenanklage vertritt, verlässt schon nach einer halben Stunde den parallel stattfindenden Babymord-Prozess, um am dritten Verhandlungstag des BASF-Prozesses teilzunehmen. Ohne ihn kann allerdings der Babymord-Prozess nicht fortgeführt werden, da er den Angeklagten David L. vertritt. Die Verhandlung wird unterbrochen.

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Update vom 8. Februar: Welche Auswirkungen der 17. Oktober heute noch auf viele Menschen hat, zeigen die detaillierten Aussagen dreier Männer, deren Leben das Unglück für immer verändert hat.

So erlebten zwei Feuerwehrmänner und ein Hafenmitarbeiter den Tag des Unglücks.

Chemiefacharbeiter Jürgen L. (53): „Es muss weitergehen!“

Update 15:45 Uhr: Nach der Pause sagt Chemiefacharbeiter Jürgen L. aus. Der 53-Jährige arbeitet am Tag des BASF-Unglücks als stellvertretender (53), seit 1988 bei der BASF angestellt, aus. Am Tag des BASF-Unglücks ist er stellvertretender Schichtführer im Nordhafen. Kollegen hätten ihn am Mittag in den Leitstand gerufen, mithilfe eines Fernglases hätte L. eine kleine Flamme im Rohrgraben gesehen. Die Feuerwehr sei zu diesem Zeitpunkt schon informiert gewesen.

L. fährt mit seinem Auto zur Unglücksstelle, warnt die letzten verbliebenen Arbeiter, noch bevor die Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr eintreffen. Zu diesem Zeitpunkt sei die kleine Flamme, die er aus dem Fernglas sah, bereits zu einer meterhohen Feuersäule geworden. 

Bei der ersten Explosion ist auch L. noch zu nah am Geschehen. Er wird zu Boden geworfen, die zweite Druckwelle schleudert ihn weiter in Richtung Hafenbecken. In der Nähe einer Betonbrüstung sei er aus seiner Bewusstlosigkeit aufgewacht, erzählt der Chemiearbeiter. Er hätte sich auf die ‚Endeavour‘ gerettet, die gerade im Hafen lag. Dann habe er festgestellt, dass auch das Schiff brennt. „Ich dachte, ich sitze auf einem Pulverfass“, erinnert er sich. 

Was man im Saal des Landgerichts am Mittwoch nicht sehen kann: Jürgen L. wird vom Rücken abwärts zu großen Teilen verbrannt. Nach vielen Operationen ist er seit Januar 2018 aber endgültig an seinen alten Arbeitsplatz zurückgekehrt. „Seitdem hatte ich keinen Krankheitstag mehr.“

Während der Aussage von Jürgen L. geht es auch um die Abläufe bei der BASF – wie etwa der sogenannte „Feuerschein“ für Sicherheit und Brandschutz, den sich die Arbeiter von Fremdfirmen täglich per Unterschrift von BASF-Verantwortlichen verlängern lassen müssen. Rechtsanwalt Klein, der Angehörige eines getöteten Feuerwehrmannes als Nebenkläger vertritt, geht bei seinen Fragen an den langjährigen BASF-Mitarbeiter ins Detail. Angerissen wird am zweiten Prozesstag außerdem das Thema der Kennzeichnung und Markierung von Leitungen im Rohrgraben. 

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass eine Aufarbeitung der Katastrophe vor Gericht noch viel Zeit in Anspruch nehmen könnte. Zum dritten Tag der Hauptverhandlung am 12. Februar sind weitere Zeugen geladen. 

Feuerwehrmann Andreas S.: Von Druckwelle ins Wasser geschleudert

Update 12:15 Uhr: Als zweiter Nebenkläger und Zeuge macht Andreas S. seine Aussage. Er istseit 2010 Werksfeuerwehrmann bei der BASF, saß am Unglückstag gemeinsam mit Reiner W. im ersten Löschfahrzeug. Als die Katastrophe eintritt, ist S. gemeinsam mit seinem Truppenführer am nächsten am Rohrgraben. Der 36-Jährige erklärt, wie er gerade den Wasserwerfer bereit machte. Sein Truppenführer hätte ihn noch gewarnt – doch bevor beide hätten fliehen können, wäre es zur Explosion gekommen.

Eine Feuerwalze fegt über Andreas S. hinweg. Durch die Druckwelle werden er und sein Kollege ins Hafenbecken geschleudert. S. erzählt sehr detailliert und gefasst, wie sich beide Unglücksopfer über Wasser gehalten hätten, bis das Rettungsboot eintraf. Seinen schweren Verletzungen ist sich der Feuerwehrmann da noch nicht bewusst – doch sein Körper ist so schwer verbrannt, dass er im Krankenhaus für eine Woche ins künstliche Koma versetzt werden muss. 

Andreas S. hat zahlreiche Hauttransplantationen hinter sich. Trotz der traumatischen Erlebnisse will er weiter als Feuerwehrmann arbeiten. Nach seiner vollständigen Genesung wartet eine Stelle in der Gefahrenabwehrplanung auf ihn. 

Die Aussage des Feuerwehrmannes lässt der Angeklagte Andrija K. mit ausdruckslosem Gesicht über sich ergehen. Er blickt mit verschränkten Armen auf den Tisch. 

Feuerwehrmann Reiner W.: „Alles war auf einmal ganz anders“

Update 10:30 Uhr:  Reiner W., seit 1988 Werksfeuerwehrmann bei der BASF, war zum Zeitpunkt des BASF-Unglücks als Löschmeister vor Ort. Dem 55-Jährigen sieht und hört man an, dass das Unglück nicht nur äußerliche, sondern auch seelische Narben hinterlassen hat. Im Prozess ist er Nebenkläger, sagt am Mittwoch als Zeuge aus. Alles habe  als ganz normaler Einsatz begonnen. Um kurz vor halb 12 sei der Notruf bei der Nordwache der Werksfeuerwehr eingegangen: „Brand im Rohrgraben“. W. saß im ersten Löschzug, der an der Einsatzstelle ankam. Zum Zeitpunkt der ersten Explosion stand er seitlich neben dem Feuerwehrfahrzeug, hinter dem großen Lösch-Lkw wacht er auf – die Hände mit Brandblasen übersät.

„Alles war auf einmal ganz anders“, erzählt W. Der Feuerwehrmann erleidet Verbrennungen an Händen, Rücken, Hinterkopf und Waden. Seit dem Unglück musste er sechs Mal operiert werden, ist bis zum heutigen Tage in psychologischer Behandlung. Von seinem Arbeitgeber habe er nach dem Unglück eine gute Betreuung erhalten. Ob er jemals wieder seine Arbeit aufnehmen wird, kann er nicht sagen. Ein Platz in der Tagschicht würde jedoch auf ihn warten – er müsse nie mehr ausrücken. 

Fortsetzung Prozess BASF-Explosion: Die Nebenklage sagt aus

Update 6. Februar, 6:25 Uhr: Der Prozess um die BASF-Explosion geht am Mittwoch (6. Februar) um 9:30 Uhr weiter. 

Der Angeklagte wollte beim Prozessauftakt am Dienstag vor Gericht nichts sagen, bevor sich nicht alle Zeugen geäußert haben. Heute werden die Aussagen von mehreren Zeugen erwartet, darunter auch vom Unglück betroffene Werksfeuermänner der BASF. 

Explosion BASF Ludwigshafen: Hauptverhandlung unterbrochen

Update 10:10 Uhr: Nach dem Verlesen der Anklage, wird die Hauptverhandlung unterbrochen

Grund: Auf die Frage hin, ob er sich am heutigen Verhandlungstag äußern will, sagt Andrija K. leise, dass er erst aussagen wolle, wenn alle Zeugen sich geäußert hätten. Die Aussagen der Nebenkläger sind für den zweiten Prozesstag am Mittwoch (6. Februar, 9:30 Uhr) angesetzt. 

Prozess-Auftakt zur BASF-Explosion

Update, 5. Februar, 9:30 Uhr: Der Gerichtssaal im Landgericht Frankenthal füllt sich mit Pressevertretern und Zuschauern. Es sind BASF-Mitarbeiter gekommen, aber auch Angehörige der Opfer. Auf der Seite der Nebenkläger sitzen Hinterbliebene eines getöteten Feuerwehrmanns, vertreten durch Rechtsanwalt Klein sowie mehrere verletzte BASF-Feuerwehrmänner, vertreten durch Rechtsanwalt Schabbeck.

Rechtsanwalt Alexander Klein, ein Vertreter der Nebenklage, vor Beginn des Prozesses.

Der angeklagte Andrija K. betritt den Gerichtssaal. Ein untersetzter Mann mit Brille, der den sechs Nebenklägern mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen gegenüber sitzt, während die Anklage verlesen wird. Dem 63-Jährigen aus Bosnien-Herzegowina, dem während des Prozesses ein Dolmetscher zur Seite steht, wird fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Er war als Schweißer einer externen Firma ab dem 13. Oktober 2016 bei der Sanierung einer Rohrleitungsbrücke eingesetzt. Am Montag, den 17. Oktober, ist er mit der Demontage der Rohrleitung Nr. 28 beschäftigt, die ausgetauscht werden soll. Einen Teil hat er bereits durchgeflext. 

Laut Anklage hätte der 63-Jährige dann auf einen Kran warten müssen, der das Rohr stabilisiert, bevor der zweite Schnitt gesetzt wird. Doch der Angeklagte hätte nicht gewartet, sondern gegen 11:20 Uhr den Trennschleifer auf der anderen Seite der Rohrbrücke angesetzt. Jedoch nicht an Rohr Nr. 28, sondern an der danebenliegenden Leitung. In „3 Uhr-Stellung“ habe er das Rohr Nr. 164 angeschnitten, das mit einem Buten-Gemisch gefüllt war. 

Oberstaatsanwalt Dieter Zehe: „Er hätte erkennen müssen, dass er einen Trennschleifer an einer falschen Leitung ansetzte." Der Angeklagte selbst erleidet bei der darauffolgenden Katastrophe Verbrennungen 2. und 3. Grades.

Externer Mitarbeiter schuld an Explosion in BASF? Staatsanwaltschaft erhebt Anklage!

Im April 2018 teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass sie gegen den damals 62-jährigen Arbeiter einer Spezialfirma für Rohrleitungsbau Anklage erhoben hat. Diese lautete: Fahrlässige Tötung in fünf Fällen, fahrlässige Körperverletzung in 44 Fällen und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. 

Der Arbeiter der Spezialfirma, der selbst schwere Brandverletzungen erlitt, lässt durch seinen Verteidiger vortragen, dass er keine Erinnerung an der Vorfall habe und er die eingetretenen Folgen außerordentlich bedauere. Aufgrund psychischer Beeinträchtigungen sei er seit der BASF-Explosion nicht mehr arbeitsfähig.

Dem Mann wird vorgeworfen, dass er entgegen vorheriger Anweisungen eine falsche Rohrleitung angeschnitten und dadurch die Katastrophe verursacht habe. Sechs Minuten nach dem Schnitt sei es zu der Explosion gekommen. 

Prozess-Auftakt zur BASF-Explosion am 5. Februar 2019

Am 5. Februar 2019 gegen 9:30 Uhr startet im Frankenthaler Landgericht der Prozess gegen den mittlerweile 64-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung und das fahrlässige Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor.
Rechtsexperten schließen eine Bewährungsstrafe für den Angeklagten nicht aus.

Die Staatsanwaltschaft will 42 Zeugen vernehmen und hat 10 Sachverständige benannt.

Fortsetzungstermine: 6.2., 12.2., 13.2., 19.2., 20.2., 26.2., 27.2., 12.3., 13.3., 19.3., 20.3., 26.3., jeweils 9:30 Uhr

Explosion BASF: Nicht jeder darf in den Prozesssaal

Für den Prozess hat das Landgericht Zugangsbestimmungen erlassen. Unter anderem ist zum Betreten des Sitzungssaals eine Einlasskarte nötig, die am Eingang des Gerichts in begrenzter Zahl ausgegeben wird.

Ursache der BASF-Explosion steht fest

Laut einer Analyse ist ein Schnitt an einem falschen Rohr alleinige Ursache für die tödliche BASF-Explosion. Das gibt die Staatsanwaltschaft Ende Dezember 2017 bekannt. 

Erste Fotos direkt von der Unglücksstelle

Der Mitarbeiter einer externen Spezialfirma für Rohrleitungsbau hat, dem Gutachten zufolge, mit einem Winkelschleifer eine Leitung angeschnitten, die nicht zum Projekt gehörte, an dem die Firma arbeitete. Das durch die Leitung fließendes Buten-Gemisch lief aus und entzündete sich durch den Funkenflug der Handmaschine. 

Der materielle Schaden durch die BASF-Explosion 

Bei dem Unfall war ein Schaden von zwei bis drei Millionen Euro an unmittelbaren und mindestens 500 Millionen Euro an mittelbaren Folgen entstanden - zum Beispiel Produktionsausfall.

Seit 2018 hat das BASF-Management ein neues Sparprogramm gestartet, mit dem das Unternehmen ab Ende 2021 zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn beisteuern will. Dafür werden Stellen angebaut, Kosten in Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung eingespart.

Ein Jahr nach der Explosion: BASF gedenkt der 5 Toten

Ein Jahr nach dem furchtbaren Unglück auf dem BASF-Gelände gedenkt der Chemie-Riese an die Opfer. Mehrere Gedenkveranstaltungen finden statt. Den Auftakt macht eine Gedenkfeier, bei der ausschließlich Mitarbeiter der Werksfeuerwehr eingeladen sind.

Auf dem Gelände der Feuerwache Nord der BASF werden in Anwesenheit von Wehrleuten, von durch die Explosion Verletzten und Angehörigen der Opfer vier Stelen eingeweiht. Auch andere Einsatzkräfte und BASF-Offizielle sind dabei. Später am Tag spricht auch der Ex-BASF-Chef Kurt Bock und Betriebsratschef Sinischa Horvat zu den trauernden Menschen. 

Die Opfer der furchtbaren BASF-Katastrophe

Durch den schrecklichen Unfall kommen fünf Menschen ums Leben, darunter vier Mitglieder der Werksfeuerwehr und ein Matrose auf einem Tankschiff. Seine Leiche wird im Hafenbecken der BASF gefunden.

BASF: Leiche aus Hafenbecken geborgen!

Zwei der Toten sind während des Einsatzes ums Leben gekommen, ein Feuerwehrmann stirbt am 29. Oktober in einem Krankenhaus. Ein weiterer Feuerwehrmann erliegt 11 Monate nach dem Unglück seinen Verletzungen

Ich bin zutiefst betroffen, dass wir unseren Mitarbeiter verloren haben. Wir haben bis zuletzt gehofft, dass er seine Verletzungen überwinden wird und trauern mit seiner Familie und seinen Angehörigen“, sagt der damalige BASF-Chef Kurt Bock. Die BASF-Mitarbeiter gedenken am 6. September um 11 Uhr mit einer Schweigeminute an den Verstorbenen. 

Hunderte Menschen trauern um BASF-Opfer

Am 30. Oktober 2016 findet ein bewegender Gottesdienst in Ludwigshafen statt, zu dem rund 500 Menschen kommen und an die Opfer des Unglücks gedenken. „Nichts ist mehr wie es bisher war“, sagt Pfarrerin Anne Henning, Notfallseelsorge-Beauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Bewegender Gottesdienst für Tote und Verletzte des BASF-Unglücks 

Ex-BASF-Chef meldet sich nach dem Unglück zu Wort

Ich bin sicher, diese Woche beschäftigen uns alle dieselben Gedanken und Fragen: Die Trauer um die Verstorbenen, das Mitgefühl für die Familien und Angehörigen und der Wunsch, dass die Verletzten so schnell wie möglich wieder gesund werden“, so der ehemalige Unternehmenschef in einer an alle Mitarbeiter gerichteten Botschaft am 21. Oktober. Außerdem bedankt er sich bei allen Einsatzkräften.

Der Tag der BASF-Explosion

Es ist der 17. Oktober 2016. Um kurz vor halb 12 entsteht bei Rohrleitungsarbeiten ein kleiner Brand an einer Rohrleitung im Nordhafen. An den Rohren werden schon seit einigen Tagen Wartungsarbeiten vorgenommen.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Die Werksfeuerwehr der BASF rückt aus, dabei gerät eine Leitung am Tanklager in Brand und es kommt zu einer zweiten, heftigen Explosion. Laut BASF haben sich dabei Rohrleitungen mit Flüssiggas entzündet. Bei den ausgetretenen Gasen handelt es sich der BASF zufolge mit großer Sicherheit um Ethylen und Propylen. Ethylen werde unter anderem zur Herstellung von Dämmstoffen und Lösemitteln verwendet, Propylen werde unter anderem bei der Produktion von Autolacken und Klebstoffen benutzt. Während die Einsatzkräfte das Hauptfeuer löschen, fangen Fahrzeuge an zu brennen. 

BASF-Explosion: Der Katastrophenfall wird ausgerufen

In Ludwigshafen wird zwischenzeitlich der Katastrophenfall ausgerufen. 133 Menschen werden umgehend evakuiert und weitere Einsatzkräfte aus der Region rücken an. Zudem werden in der BASF die Steamcracker und 20 weitere Anlagen heruntergefahren. 

Eine Rauchwolke ist kilometerweit zu sehen. Auf sozialen Netzwerken werden sofort Videos, Fotos und Informationen ausgetauscht. Kurz darauf gibt die Warn-App ,Nina' die Meldung ,Brandereignis im Stadtgebiet Ludwigshafen' raus. Wenig später meldet die Katastrophen-Warn-App ,Katwarn', dass Anwohner in Friesenheim, Oppau, Edigheim und Pfingstweide nicht ins Freie gehen sollen.

Zum Zeitpunkt der ersten Pressekonferenz um 16 Uhr kann die BASF einen Toten sowie acht Verletzte vermelden. Sechs Personen werden bislang vermisst. Drei Stunden später wird der nächste Tote gemeldet und die Zahl der Verletzten steigt auf 8 Schwer- und 17 Leichtverletzte.

Bis Mitternacht dauern die Löscharbeiten und erst am Dienstagmorgen werden diese als beendet gemeldet. Taucher suchen im Hafen nach den Vermissten. Am Dienstagabend gibt die Stadt Entwarnung für die Ludwigshafener. Die beiden Steamcracker werden bereits drei Tage nach dem Unglück wieder hochgefahren. Das gesamte Werksteil Nord wird erst am 4. November von der Staatsanwaltschaft freigegeben

BASF-Explosion: Der Tag danach

Chemie-Katastrophen der Vergangenheit

Nicht nur das BASF-Unglück 2016 führt vor Augen, welche verheerenden Auswirkungen eine Chemie-Katastrophe haben kann. Bereits in der Vergangenheit haben sich viele tragische Unfälle ereignet, wie beispielsweise 1921 als bei einer BASF-Explosion 585 Menschen starben

Chemieunfall in Heidelberg am 2. Februar 2019

Erst am 2. Februar 2019 kommt es auf dem Gelände einer Firma in Heidelberg zu einem Chemieunfall. Beißender Rauch wird freigesetzt, die A5 muss nach dem Chemieunfall zeitweise gesperrt werden. Die Anlage ist mittlerweile stillgelegt.

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jol

Quelle: Ludwigshafen24

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